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Sonderausstellung in Feldkirchen-Westerham

„Vorräte nicht unerschöpflich“ – Wie die Gemeinde mit Wasser versorgt wird

Die Organisatoren der Ausstellung (von links):: Bernd Wingen, Alfred Trageser, Peter Schmitt sowie Vorsitzender Oswald Passauer und Bürgermeister Hans Schaberl.  Foto
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Die Organisatoren der Ausstellung (von links):: Bernd Wingen, Alfred Trageser, Peter Schmitt sowie Vorsitzender Oswald Passauer und Bürgermeister Hans Schaberl. Foto 

Ist es selbstverständlich, dass Wasser aus dem Wasserhahn kommt? Eine Sonderausstellung zum Thema „Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung in unserer Gemeinde“ gab auch darauf eine Antwort und informierte zuletzt Interessierte aus Feldkirchen-Westerham.

Feldkirchen-Westerham – Rund 200 Besucher kamen am kürzlich am Verkaufsoffene Sonntag in Feldkirchen zur Ausstellung „Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung in unserer Gemeinde“. Der Senioren- und Heimatverein und die Heimatkundliche Sammlung (HkS) hatten zu dieser umfangreichen Sonderausstellung in den Treffpunkt Alte Post eingeladen.

Gemeinsam mit Bürgermeister Hans Schaberl eröffnete der Vereinsvorsitzende Oswald Passauer um 13 Uhr die Ausstellung, die bei freiem Eintritt bis 17 Uhr geöffnet war. Der Bürgermeister wies in einer kurzen Ansprache darauf hin, dass es sich beim Ausstellungsthema um eine wichtige Pflichtaufgabe der Daseinsvorsorge in jeder Gemeinde handele. Die kostendeckende Finanzierung erfolge durch die Wasser- und Abwassergebühren.

Wasser- und Klärwerk der Gemeinde

Oswald Passauer dankte mehreren gemeindlichen Mitarbeitern, aber auch den Akteuren der Wasserbeschaffungsverbände Feldolling und Westerham. Nur mit ihrer monatelangen, tatkräftigen Mithilfe sei die Ausstellung schließlich möglich gewesen.

An 38 großen Schautafeln, die auf verschiedene Räume verteilt waren, konnten sich die Besucher informieren, wie umfangreich die Einrichtungen sind, die vom Wasser- und Klärwerk der Gemeinde und den genossenschaftlichen Wasserverbänden (WBV), verteilt über das 53 Quadratkilometer große Gemeindegebiet, betrieben werden. Überrascht zeigten sich viele Besucher am Eingang der Ausstellung. Hier konnten sie lesen, dass die Europäische Union bereits 1968 eine sogenannte Wassercharta verkündet hat.

„Die Vorräte an gutem Wasser sind nicht unerschöpflich“

Einleitend zu zwölf Grundsätzen der Charta heißt es: „Die Vorräte an gutem Wasser sind nicht unerschöpflich. Deshalb wird es immer dringender, sie zu erhalten, sparsam damit umzugehen und, wo immer möglich, zu vermehren. Jeder Mensch hat die Pflicht, zum Wohle der Allgemeinheit Wasser nur sparsam und mit großer Sorgfalt zu verwenden.“

Anhand von Gemeindegebietskarten wurden die einzelnen Wasserschutzgebiete, die Standorte der Quellfassungen, Wasserhochbehälter, Tiefbrunnen und Pumpstationen präsentiert. Die Besucher interessierte vor allem auch, inwieweit ein Leitungsverbund zwischen dem Rohrleitungsnetz der einzelnen Wasserversorger vorhanden ist, um sich im Notfall gegenseitig aushelfen zu können.

Sauberes Abwasser kommt vom Klärwerk in die Mangfall.

Informativ waren auch die Informationstafeln des gemeindlichen Klärwerks, zu dem die Kläranlagen in Feldolling und Höhenrain/Thal gehören. Während sich in anderen bayerischen Kommunen ausschließlich Gemeindewerke um die Wasserversorgung in ihrer Kommune kümmern, sorgen in Feldkirchen-Westerham auch weitere Einrichtungen in den verschiedenen Ortsteilen für diese wichtige Aufgabe.

Wasserwerk des Marktes Bruckmühl für das Gebiet der Vagenerau zuständig

So ist beispielsweise das Wasserwerk des Marktes Bruckmühl für das Gebiet der Vagenerau zuständig. Die Wasserbeschaffungsverbände Feldolling, Kleinhöhenrain, Westerham und die Elektrizitäts- und Wasserversorgung (EWG) Vagen versorgen das übrige Gemeindegebiet.

Dagegen ist für die Abwasserbeseitigung einschließlich der Klärschlammbearbeitung, bis auf den Ort Vagen, die Gemeinde mit den zwei Klärwerken in Feldolling und Höhenrain/Thal im gesamten Gemeindegebiet zuständig. Darüber hinaus hat das gemeindliche Klärwerk seit vielen Jahren umfangreiche Aufgaben in diesem Bereich von der Gemeinde Weyarn übernommen. Bereits im Vorfeld der Ausstellung hatte Alfred Trageser vom Senioren- und Heimatverein Feldkirchen-Westerham auf OVB-Anfrage mitgeteilt, dass est wichtigs sei, Hintergründe zu verstehen.

Denn Wasser sei ein kostbares und lebensnotwendiges Gut, worüber die Bevölkerung oftmals jedoch zu wenig wisse. „Es ist eben nicht selbstverständlich, dass das Wasser aus dem Wasserhahn kommt“, so Trageser. nbe/re

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