Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Vorstellung der Messungsergebnisse

Mobilfunk - wie viel Strahlung herrscht in der Gemeinde?

Mobilfunkmast
+
Mobilfunkmast

Feldkirchen-Westerham - In der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend standen die Ergebnisse der Mobilfunkmessungen im Gemeindegebiet auf der Tagesordnung.

Ingenieur Uwe Münzenberg von der anbus analytik GmbH stellte dem Gemeinderat in der Sitzung vom 27. Juni das Gutachten mit den Werten zu den durchgeführten Mobilfunkmessungen vor. Anschließend wurde das Für und Wider eines Mobilfunk-Vorsorgekonzeptes und das weitere Vorgehen diskutiert.

34 Prozent beim Pflegeheim in der Münchner Straße

Maßgebend beim Mobilfunk sei die Grenzwertausschöpfung. Am Pflegeheim in der Münchner Straße in Feldkirchen-Westerham liege die Grenzwertausschöpfung bei 34 Prozent, wie Münzenberg mitteilte. Zum Vergleich: Die Stadt München hat sich selbst eine Grenze von 10 Prozent gesetzt. 

Bei den Kindergärten am Bucklberg, Westerham und Großhöhenrain liegen die Ausschöpfungen bei 0,1 bis 0,4 Prozent, beim Sendemasten in Kleinhöhenrain bei 12 Prozent. Der Masten dort wird aufgegeben und ein neuer Standort außerhalb gesucht. Gemeindemitarbeiterin Helena Boger erläuterte hierzu, dass die Strahlung relativ bald wieder abnehme, je weiter man sich vom Sendemasten entferne. 

Grenzwerte unterschritten

Die Strahlung kann den Körper im Extremfall, wie bei Fieber, um ein Grad Celsius erwärmen. Das offizielle Statement der Gutachters lautete aber, dass die Grenzwerte unterschritten sind. Ob man trotzdem ein Vorsorgekonzept mit niedrigeren Grenzwerten bestimmt, ist laut Gutachter eine Entscheidung des Gemeinderates und er wolle dazu auch keine Empfehlung geben. 

Ein großer Unterschied sei hinter einer Mauer gegeben, denn da sinkt der Wert gleich um 90 Prozent. Das Handy am Ohr könne auch eine Grenzwertausschöpfung verursachen, so dass eigentlich jeder Bürger selbst maßgeblich seine Belastung reduzieren könne. Eine dauerhafte Reduzierung kann nur bei neuen Mobilfunkanlagen erreicht werden, denn die bestehenden haben Bestandsschutz. 

Die sogenannten "Salzburger Werte", ein in Salzburg festgelegter Vorsorgewert von 1 mW/m² für die Summe der von Mobilfunksendeanlagen ausgehenden Emissionen, werden nicht einmal in Salzburg eingehalten, so dass der Gutachter bezweifelt, dass diese auch in Weyarn eingehalten werden. 

Neue Masten werden künftig mit den Bürgern entschieden

Mit 16 zu 4 Stimmen stimmte der Gemeinderat ab, jeden Einzelfall beim Neuaufstellen eines Mastens mit den Bürgern zu entscheiden. Das Münchner Konzept wurde mit 13 zu 7 Stimmen abgelehnt.

Kommentare