Tempolimit an der Aiblinger Straße

Zwist um Tempo 30: "Wir bauen die Schilder nicht ab"

+
Auf der Aiblinger Straße zwischen Spinner und Miesbacher Straße gilt Tempo 30.
  • schließen

Feldkirchen-Westerham - Die Gemeinde hätte gerne Tempo 30 an der Aiblinger Straße. Das Landratsamt in Rosenheim sagt Nein. Nun gibt es einen Kompromissvorschlag. Sonst muss die Regierung von Oberbayern entscheiden.

Die Fronten bleiben verhärtet. Die Gemeinde Feldkirchen-Westerham will Tempo 30 an der Aiblinger Straße. Die Schilder stehen seit einiger Zeit und regeln den Verkehr. Doch das Landratsamt Rosenheim hat etwas dagegen und den Antrag der Gemeinde abgelehnt. Nichtsdestotrotz stehen die Schilder nach wie vor - und daran wird sich auch erst mal nichts ändern.

"Wir bauen die Schilder nicht ab", erklärt die stellvertretende Geschäftsleiterin der Gemeinde, Karoline Peidli, gegenüber dem Mangfall-Boten und bekräftigt, dass die Reaktionen durchweg positiv seien, wie sich bei einem Ortstermin mit Vertretern von Landratsamt und Polizei gezeigt habe, zu dem auch rund fünfzig Anwohner gekommen seien. Auch Unterschriften sind gesammelt worden.

Das Problem: Laut Gemeinde handelt es sich bei der Aiblinger Straße um einen Unfallschwerpunkt. Die Polizeiinspektion Bad Aibling sieht das jedoch anders. Dennoch darf dort vorerst nur Tempo 30 gefahren werden - egal, ob dies rechtmäßig ist oder nicht.

Unterdessen soll die Regierung von Oberbayern den Zwist zwischen Gemeinde und Landratsamt entscheiden. Die Gemeinde versuche, den Streit einvernehmlich zu klären, erklärt Karoline Peidli gegenüber dem Mangfall-Boten, und habe das Angebot gemacht, den Tempo-30-Bereich auf die Strecke zwischen Westerhamer- und Lerchenstraße zu verkürzen, weil das "die supergefährliche Stelle" sei.

Wie es zu Tempo 30 an der Aiblinger Straße kam

Im Februar 2018 hat der Bauausschuss der Gemeinde die Tempo-30-Regelung beschlossen, um die viel befahrene Straße für Kinder, Radfahrer und Fußgänger sicherer zu machen und wegen des schlechten Zustandes der Straße.

Das Landratsamt hat diesen Beschluss abgelehnt, was den Ausschuss jedoch nicht davon abgehalten hat, die Entscheidung im Juli nochmals zu bekräftigen. Laut Landratsamt sei das Verkehrsaufkommen für eine Ortsverbindungsstraße normal. Auch der Zustand der Trasse sei nicht besorgniserregend.

Da beide Parteien an ihrem Standpunkt festhalten, müsste nun die Regierung von Oberbayern entscheiden und die Gemeinde zum Abbau der Schilder auffordern.  

Auch andere Fälle negativ ausgegangen

Ob die Gemeinde diesen Streit gewinnt, ist derzeit ungewiss. Ähnliche Fälle wie in Feldkirchen-Westerham hat es in den vergangenen Jahren bereits in anderen Gemeinden der Region gegeben, zum Beispiel in der Gemeinde Halfing, die sogar bis vor das Verwaltungsgericht in München gezogen ist, und in Aschau im Chiemgau. In beiden Fällen hat die Regierung von Oberbayern sich gegen das Tempolimit ausgesprochen.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie unter ovb-heimatzeitungen.de und in Ihrer gedruckten Heimatzeitung,

ksl

Quelle: mangfall24.de

Zurück zur Übersicht: Feldkirchen-Westerham

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT