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Pläne vorgestellt

Feldkirchen-Westerham investiert acht Millionen Euro in Kinderkrippe

Die Pläne für die neue Kindertagesstätte am Mareisring wurden vom Gemeinderat einstimmig begrüßt. Jetzt beginnt die Genehmigungsplanung.
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Die Pläne für die neue Kindertagesstätte am Mareisring wurden vom Gemeinderat einstimmig begrüßt. Jetzt beginnt die Genehmigungsplanung.

Die neue viergruppige Kindertagesstätte am Mareisring ist auf einem guten Weg. Die Entwurfsplanung erntete in der jüngsten Gemeinderatssitzung Lob und Zustimmung. Wie geht es jetzt weiter?

Feldkirchen-Westerham – Jetzt kann die Genehmigungsplanung beim Landratsamt eingereicht werden. Die viergruppige Kinderkrippe mit Übergangsgruppe entsteht direkt gegenüber dem Kindergarten „Bucklberg“ in der Kurve von Mareisring und Grieblweg. Rüdiger Pöhlmann vom Architekturbüro PP aus München stellte die überarbeiteten Pläne jetzt dem Gremium vor.

Kostensteigerung vertilgt Einsparungen

Um die Kosten zu senken, wurden 300 Quadratmeter und damit 13 Prozent der Fläche eingespart. „Doch die Kostensteigerung am Bau lag im vergangenen Jahr bei 16,7 Prozent. So sind die Einsparungen wieder verpufft“, erläuterte Pöhlmann. Aktuell liegen die Kosten bei 8,036 Millionen Euro brutto, was noch immer einer Einsparung von drei Prozent gegenüber den ursprünglichen Kosten von 8,29 Millionen Euro entspricht.

Das Gebäude wird im unteren Bereich in Mauerwerk und in der oberen Etage als Holzbau errichtet. Die Dachneigung wurde im neuen Entwurf leicht abgesenkt.

Im Erdgeschoss sollen drei Gruppen ihr neues Domizil finden. Jede Gruppe hat ihren eigenen Bereich: einen Gruppenraum mit Zugang zum Garten, ein separates Schlafzimmer sowie einen Sanitärbereich mit Wickelkommode, Toiletten und sogar einer kleinen Dusche. Der Flur wird als geräumiger Spielflur gestaltet. Im Erdgeschoss befinden sich außerdem eine Küche, die Zimmer für die Kita-Leitung sowie zentrale Toilettenanlagen mit Behinderten-WC.

Die Pläne für die neue Kindertagesstätte am Mareisring wurden vom Gemeinderat einstimmig begrüßt. Jetzt beginnt die Genehmigungsplanung.

Der Zugang zur neuen Kita erfolgt von einem kleinen Vorplatz vom Mareisring aus über ein Foyer in die Garderobe mit Platz für Kinderwagen. Vom Foyer geht es über eine Treppe oder mit dem Aufzug für Besucher der Volkshochschule hinauf ins Obergeschoss. Dort entstehen neben einem Wartebereich und Sanitäranlagen zwei große Multifunktionsräume, die sich zu einem Raum vereinen lassen. Sie können von der Volkshochschule und von der Kinderkrippe als Bewegungsräume genutzt werden. Die bauseitige Vorbereitung erfolgt so, dass sie bei einem steigenden Bedarf an Kita-Plätzen zu Gruppenräumen umgestaltet werden können.

Im Obergeschoss sind auch der Bereich für eine vierte Gruppe sowie Personalraum, Umkleide und eine kleine Terrasse angesiedelt. Der umlaufende Balkon führt über eine Treppe in den Garten und ist zugleich der Rettungsweg. Über große Fensterflächen und Oberlichter wird das Obergeschoss natürlich belichtet.

Fantasievoll gestalteter Garten

Fantasievoll gestaltet ist auch der Garten. Der im Gelände vorhandene Höhenunterschied von etwa sieben Metern wird im hinteren Teil des sonst ebenerdigen Spielbereiches über terrassenförmig angelegte Spielflächen und eine Naturrutsche überwunden.

Die Kosten für den Neubau werden aktuell auf circa 8,036 Millionen Euro geschätzt. Davon entfallen etwa 3,86 Millionen Euro auf die Kita und 1,5 Millionen Euro auf die Volkshochschule. Für die Tiefgarage unter dem Gebäude mit 22 Stellplätzen fallen Kosten von etwa 883 000 Euro an. Weitere Parkflächen entstehen entlang des Mareisringes.

Pelletheizung und PV-Anlage

Im Keller befinden sich auch Lagerräume und Heizung. Geplant ist eine Pelletheizung, mit der auch der benachbarte „Bucklberg“ versorgt werden soll. Unterstützt wird die Pelletheizung in Spitzenbelastungszeiten durch eine Gasheizung. Die für die Lüftung vorgesehene Ab- und Zuluftanlage hat nach Darstellung des Architekten einen Wärmerückgewinnungskoeffizienten von 0,85.

Eine PV-Anlage auf 35 Quadratmetern soll die Stromversorgung der beiden Kindereinrichtung möglichst autark gestalten. Aus dem Gemeinderat kam die Anregung, die PV-Anlage größer zu dimensionieren und mit Speicherkapazitäten zu versehen. Projektleiter und stellvertretender Bauamtsleiter Andreas Hanrieder lässt dafür eine Wirtschaftlichkeitsprüfung erstellen.

Zudem prüfen Architekten und Fachplaner, welche zusätzlichen Kosten entstehen, um die Kita vom geplanten Energiestandard KfW 55 auf die Effizienzhaus-Stufe 40 zu bringen.

„Aktuell wird eine Förderung von 20 bis 30 Prozent in Aussicht gestellt“, hat Kämmerin Jennifer Ziegelmann bei der Regierung von Oberbayern in Erfahrung gebracht. Falls die Gemeinde Feldkirchen-Westerham aber ins Sonderinvestitionsprogramm aufgenommen würde, könnte die Förderung bis zu 80 Prozent aufgestockt werden. „Wir stehen auf der Warteliste. Ich weiß nicht, ob wir aufgenommen werden“, so Ziegelmann. Wer Träger der neuen Kindertagesstätte sein wird, steht noch nicht fest. Die Trägerschaft wird die Gemeinde Feldkirchen-Westerham jetzt ausschreiben.

Mit einem einstimmigen Beschluss wurde die Entwurfsplanung verabschiedet, auf deren Grundlage nun die Genehmigungsplanung erstellt und beim Landratsamt eingereicht werden kann.

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