Neuigkeiten aus dem Gemeinderat im Mai

Nach Lidl-Aus: Wann kommt der neue Supermarkt?

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Feldkirchen-Westerham - Nach der Schließung der Lidl-Filiale 2014 ist die Nahversorgung des Ortsteils Westerham nicht mehr gegeben. Mit Nachdruck arbeitet der Gemeinderat an einer Lösung:

Bereits in seiner Aprilsitzung hatte sich der Gemeinderat in Feldkirchen-Westerham für die Ansiedlung eines Nahversorgungszentrums im Gewerbegebiet an der Aiblinger Straße in Vagen ausgesprochen. Seit der Schließung der Lidl-Filiale aus betrieblichen Gründen im Frühjahr 2014 sieht Bürgermeister Bernhard Schweiger die Versorgung des Ortsteils Westerham in Gefahr. In der Sitzung des Gremiums im Mai wurde nun das weitere Vorgehen besprochen.

Abfließen der Kaufkraft in die Nachbargemeinden?

"Der Bedarf für einen Vollsortimenter und eine Drogerie ist sehr groß", so Bürgermeister Schweiger im Gespräch mit mangfall24.de. Die Situation in Feldkirchen stelle sich für Schweiger als ausreichend dar, in Westerham hingegen sei ein Defizit klar erkennbar. In seiner Sitzung im Mai beschloss der Gemeinderat nun eine Fläche an der Aiblinger Straße in Vagen vom Nutzungstyp Gewerbegebiet zu einem Sondergebiet Einzelhandel umzuwidmen. Zeitgleich wird nun der Flächennutzungsplan geändert, das Aufstellungsverfahren zum Bebauungsplan eingeleitet und die Planungsleistung an ein Brannenburger Büro vergeben. Zusätzlich sollen auch weitere Absprachen mit dem Investor erfolgen.

Welche Firma sich dann künftig auf der Fläche niederlassen wird, wollte der Bürgermeister noch nicht bekannt geben. Zuerst müssten im Rahmen der öffentlichen Beteiligung noch zahlreiche Abwägungen erfolgen. Angefangen bei der Sicherstellung der fußläufigen Erreichbarkeit bis hin zum Schutz kleinerer Läden im Einflussgebiet müssten zahlreiche Aspekte der Innen- und Außenentwicklung bedacht werden, so Schweiger. Grundsätzlich sei sich der Gemeinderat jedoch sicher, dass ein Abfließen der Kaufkraft vor Ort schnellstmöglich verhindert werden müsse. "Wenn alles gut geht, rechnen wir mit der Fertigstellung in einem dreiviertel Jahr", so Bürgermeister Schweiger abschließend.

Immissionsgutachten zum Mobil- und Tetrafunk

Ebenfalls im Rahmen der Mai-Sitzung des Gemeinderats in Feldkirchen-Westerham stellte Dr. Uwe Münzenberg eine Prognose über die Belastung durch Mobil- und Tetrafunk-Immissionen für das Gemeindegebiet vor. Berücksichtigt wurde neben den Sendemasten für den Handy-Empfang auch eine Anlage für den digitalen Einsatzfunk an der Gemeindegrenze zu Weyarn. "Die Untersuchung wies eine sehr niedrige Belastung im Vergleich zu anderen Gebieten auf", berichtete Bürgermeister Schweiger nach der Sitzung.

Eine Aussage über die Belastung aus medizinischer Sicht tätigte der Experte aus Fürth jedoch nicht. Im Grundlagenbericht für das geplante Mobilfunkvorsorgekonzept der Gemeinde im Rahmen des Flächennutzungsplans seien lediglich die gesetzlichen Grenzwerte überprüft worden.

Rubriklistenbild: © dpa/pa

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