Neues aus dem Gemeinderat:

"Wie wir den Verkehrslärm erträglicher machen"

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Feldkirchen-Westerham - Rund 11.000 Fahrzeuge rollen täglich über die St 2078 mitten durch die Mangfall-Gemeinde. Wie die Belastung durch den Verkehr künftig verringert werden könnte:

"Messungen zur Belastung an der St 2078 haben ergeben, dass der Lärm dort erheblich aber nicht übermäßig ist", erklärt der 2. Bürgermeister der Gemeinde Feldkirchen-Westerham, Günther Rutz, im Gespräch mit mangfall24.de. Das Ingenieur-Büro Hentschel aus Freising sei nach jüngsten Untersuchungen des Verkehrs zu diesem Schluss gekommen. Nun gelte es die Ergebnisse aufzuarbeiten und darüber nachzudenken, wie man die Situation entlang der Staatsstraße "erträglicher" machen könne, so der Bürgermeister nach der Gemeinderatssitzung am Dienstag weiter.

11.000 Fahrzeuge pro Tag "nicht dramatisch"

In der aktuellen Sitzung des Gremiums hatte das zuständige Ingenieur-Büro bereits Vorschläge zur Verbesserung der Situation vorgetragen. "Verschiedene Anträge wurden bereits in der Vergangenheit gestellt. Hier kann sich die Gemeinde Verbesserungen jedoch lediglich wünschen, die Entscheidung liegt beim Straßenbauamt", erklärt Bürgermeister Rutz. So liege die Verantwortung am Ende schließlich bei der Oberste Baubehörde im bayerischen Verkehrsministerium; mögliche Verbesserungsvorschläge wie ein umstrittenes "Tempo 30", ein neuer Flüster-Belag oder gar eine Umfahrung oder Einhausung könnten nicht von der Gemeinde selbst umgesetzt werden.

 "Das Gutachten wird jetzt öffentlich ausgelegt", erklärt Günther Rutz weiter. Jeder sei dazu aufgerufen, sich seine Gedanken über mögliche Lösungen zu machen. Auch der Arbeitskreis "Verkehr" der Gemeinde will sich nun weiter mit dem Thema beschäftigen und nach Alternativen suchen.Mit im Schnitt rund 11.000 Fahrzeugen pro Tag auf der Strecke, werde die Verkehrssituation von der Behörde jedoch als "nicht dramatisch" angesehen. Vor dem Hintergrund dieser Aussage und der Verfügbarkeit finanzieller Mittel, rechnet Bürgermeister Günther Rutz frühestens in fünf bis zehn Jahren mit einer Verbesserung der Situation für die Gemeinde.

Feldkirchen-Westerham will SUR beitreten

Auch zum Thema Verkehr, aber darüber hinaus in vielen weiteren Bereichen des interkommunalen Zusammenlebens, will sich die Gemeinde künftig breiter aufstellen. Aus diesem Grund sprach sich das Gremium am Dienstag einstimmig für einen Beitritt zur Arbeitsgemeinschaft Stadt- und Umlandregion Rosenheim (kurz: SUR) aus. Obwohl derzeit keine konkreten Projekte für die Gemeinde auf Landkreis-Ebene anstünden, wolle man weiter verstärkt an einer gemeinsamen Perspektive arbeiten und sich weiter mit den anderen Gemeinden vernetzen.

Aktuell befinden sich neben Rosenheim, Bad Aibling und Kolbermoor bereits Großkarolinenfeld, Neubeuern, Raubling, Rohrdorf, Schechen und Stephanskirchen im Verbund. Die Gemeinden Brannenburg und Bruckmühl wollen künftig beitreten. Finanzielle Verpflichtungen entstünden dabei für die Gemeinden nicht, so Bürgermeister Günther Rutz abschließend.      

Rubriklistenbild: © pa/dpa

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