Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

„Das ist der Schlüssel zum Erfolg“

Gewinner beim „Speaker Slam“ - Wie ein Feldkirchen-Westerhamer zum besonderen Redner wurde

In seinem Element: Chris Dümmler aus Feldkirchen-Westerham bei seinem Vortrag.
+
In seinem Element: Chris Dümmler aus Feldkirchen-Westerham bei seinem Vortrag.

Chris Dümmler aus Feldkirchen-Westerham hat „einfach mal aus Interesse“ beim internationalen „Speaker-Slam“ mitgemacht und gewonnen. Was dabei die größte Herausforderung war und wo er generell Nachholbedarf in Sachen Kommunikation sieht.

Feldkirchen-Westerham – Tanzen lernt man auf dem Parkett, Schwimmen im Wasser und Reden auf der Bühne. So bezeichnet der Veranstalter des „Speaker Slams“ die Motivation, warum man beim Redner-Wettbewerb mitmachen sollte. Ende Juni fand diese internationale Veranstaltung in Mastershausen (Rheinland-Pfalz) statt. Dabei konnten die teilnehmenden „Speaker“ Publikum und Jury von sich überzeugen.

Vier Minuten Zeit,um zu überzeugen

Der Speaker Slam ist ein Rednerwettstreit. So wie bei den beliebten Poetry Slams um die Wette gereimt oder gerappt wird, messen sich beim Speaker Slam Redner mit ihren persönlichen Themen. Die besondere Herausforderung: Der Sprecher hat nur vier Minuten Zeit, sein Publikum mitzureißen und zu begeistern.

Genau das hat Chris Dümmler geschafft. Der 50-Jährige kommt aus Feldkirchen-Westerham und hat „einfach mal aus Interesse“ teilgenommen, wie er im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen berichtet. Dass es dann gleich für den großen Erfolg reichte, hätte er selbst nicht erwartet. Und das, obwohl das Sprechen vor Publikum dem Feldkirchen-Westerhamer absolut nicht fremd ist.

„Ich bin selbstständig im Bereich Coaching, Training, Speaking“, erklärt Dümmler. Dabei beschäftigt er sich seit über 24 Jahren mit dem Thema Ausbildung und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft. Als Experte für Führungskräfteentwicklung zur Minimierung des Fachkräftemangels hält er reihenweise Vorträge, etwa in Betrieben oder Verwaltungen. Und selbsterklärend ist für Dümmler das Thema Kommunikation dabei natürlich ein besonders wichtiges.

„Dann wird einem das Mikrofon abgestellt“

Doch der „Speaker-Slam“ stellte nun auch den 50-Jährigen vor besondere Herausforderungen. Zwar weiß er, wie er etwas auf den Punkt bringen muss. „Das Wichtigste aber in nur vier Minuten zu sagen, das ist schon etwas anderes“, so Dümmler. So habe er sich auf ganz wenige Kernpunkte konzentriert und ansonsten ganz viel aus der Rede „rausgelöscht“. Denn länger als vier Minuten hatte er tatsächlich nicht. „Nach dieser Zeit wird einem das Mikrofon abgestellt.“

Einen Vortrag derart zu kürzen und trotzdem alles zu sagen, was wichtig ist, und sich darüber hinaus noch mit seinem Publikum zu verbinden, das sei die Königsklasse „im professionellen Speaking“, so Dümmler. Sein Thema „Führungskräfte fit für eine wertvolle Ausbildung“ hat dabei offensichtlich inhaltlich und sprachlich genau den Geschmack der Zuhörer getroffen.

Da er die Jury damit überzeugen konnte, erhielt er nämlich den „Exzellent Award“. Und ganz nebenbei hat Dümmler zusammen mit einer beachtlichen Teilnehmerzahl beim internationalen „Speaker-Slam“ einen neuen Weltrekord aufgestellt. Es nahmen über 150 Menschen teil.

Den zweiten Weltrekord stellte Dümmler bereits einige Tage zuvor gemeinsam mit vier anderen „Speakern“ bei einem weiteren Wettbewerb auf. Beim sogenannten „Silent Speakerbattle“ standen fünf Sprecher gleichzeitig auf der Bühne, um sich gegenseitig um die Aufmerksamkeit des Publikums zu bemühen. Diese 120 Anwesenden hatten alle Kopfhörer auf, mit denen sie sich jeweils die Speaker einzeln anhören konnten und je nach Interesse und Bedarf hin und her schalten konnten. „Das ist schon herausfordernd und man muss sich extrem konzentrieren, da ja alle Speaker gleichzeitig sprechen“, erzählt Dümmler.

Chris Dümmler aus Feldkirchen-Westerham will die Erfahrungen mitnehmen

Die Erfahrungen bei den Wettbewerben helfen nun bei der eigentlichen beruflichen Aufgabe, so Dümmler. „Dinge noch besser zu komprimieren, um ein Thema verständlicher zu machen, ist natürlich auch für meinen Beruf dienlich.“ Ob er noch einmal bei entsprechenden Wettbewerben mitmacht, weiß er noch nicht. Dümmler will eine weitere Teilnahme jedoch nicht ausschließen.

Generell hält er eine professionelle Kommunikation in der Gesellschaft für immens wichtig. Doch genau daran mangele es in vielen Lebensbereichen, so der 50-Jährige. „In Sachen Kommunikation herrscht ein massiver Nachholbedarf“, weiß Dümmler. Generell erlebe er eine Kultur des übereinander Redens und nicht des miteinander Redens. „Doch Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg.“ Laut dem Coaching-Experten könnten geschätzte 75 Prozent der Konflikte durch eine professionellere Kommunikation vermieden werden.

Professionelle Kommunikation

Gerade im Arbeitsbereich sei die professionelle Kommunikation bei Führungskräften entscheidend. Denn auch dadurch erlange eine Ausbildung wieder den Wert, den sie haben sollte. „Warum sonst sollten junge Menschen eine Ausbildung antreten?“, fragt Dümmler.

Kommentare