Das Familienunternehmen betreibt fünf Baumstriezelwägen in der Region

Die Corona-Krise hat auch Martin Bretz und seine Familie hart getroffen

Martin Bretz betreibt zusammen mit seiner Familie fünf Baumstriezel- und Lángoswägen in der Region Rosenheim
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Martin Bretz betreibt zusammen mit seiner Familie fünf Baumstriezel- und Lángoswägen. Aktuell steht er wegen der Corona-Krise nicht auf Festen und Märkten sondern vor dem Rosenheimer Karstadt.

Rosenheim/Feldkirchen-Westerham - Die Corona-Krise verlangt auch der heimischen Wirtschaft einiges ab. Besonders die Gastronomie- und Eventbranche leidet sehr. Martin Bretz aus Feldkirchen-Westerham betreibt zusammen mit seiner Familie einige mobile Imbisswägen und gibt rosenheim24.de einen Einblick in sein Geschäft während der Coronazeit.

„Normalerweise würden wir jetzt auf Märkten, Veranstaltungen, Ritterfesten oder Stadtfesten stehen“, sagt Martin Bretz (36) aus der Gemeinde Feldkirchen-Westerham. Zusammen mit seinem Vater Andreas Bretz und der Familie betreibt der 36-Jährige seit neun Jahren fünf Wägen, in denen er Baumstriezel, Lángos und Bosna anbietet. Doch Corona hat auch ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht. 80 Prozent Umsatzeinbußen musste die Familie bisher wegstecken.

Corona-Krise trifft vor allem Eventbranche und Gastronomie - große Umsatzeinbußen auch bei Foodtrucks

„Im Januar und Februar ist es immer ruhig und im März kam dann der Lockdown. Der bedeutete zwei Monate fast Komplettausfall für uns.“ Die Familie konnte zwar an einigen Standorten weiter verkaufen, wie beispielsweise beim Dinzler in Irschenberg, wo sie zwei Tage einen Wagen aufstellen konnten. „Wir durften uns dann auch beim Auto Knappkötter in Pullach bei Kolbermoor, der Eder GmbH in Tuntenhausen, der Spedition Aichinger oder dem AVG Autohaus in Raubling hinstellen. Die waren auch alle so nett und haben keine Standgebühr verlangt, aber das hat das Geschäft trotzdem nur minimal aufgefangen. Kein Vergleich zu den Märkten oder Veranstaltungen, wo wir sonst stehen würden. Aber wir sind unheimlich dankbar, dass wir überhaupt dort stehen konnten.“

Die Wägen ernähren drei Familien. Mit Rücklagen konnten sie die Coronazeit bisher überbrücken, doch das Geschäft läuft aktuell leider immer noch nicht so richtig an. „Uns fehlen einfach die Einnahmen von den Märkten. Die sind ja immer noch nicht erlaubt“, erzählt Martin. Aktuell hat er noch bis 5. September einen festen Standort vor dem Karstadt in Rosenheim, gekoppelt an die Öffnungszeiten des Warenhauses.

Er zieht auch Positives aus Corona

Corona hat für den Unternehmer aber nicht nur Negatives mit sich gebracht. „Für mich war Corona in dem Sinn positiv, als dass wir uns jetzt mehr darauf konzentrieren unter der Woche feste Standorte zu finden. Es wäre auch gut, wenn sich hier noch mehr Standorte finden würden. Wir sind für alles offen.“ Sollte jemand einen passenden Standort haben, kann er sich gerne bei Martin melden unter bretz.baumstriezel@gmail.com.

An der Kaufkraft der Kunden habe sich nichts geändert. Die Leute geben trotz Corona nicht weniger Geld aus. „Die Kunden sind alle sehr nett und eher froh, dass sie überhaupt was kaufen können. Aber es sind halt einfach weniger Leute da.“, sagt der 36-Jährige. Die Bewerbungen für die Märkte nächstes Jahr laufen bereits, man könne da aber auch noch nichts Konkretes sagen, weil alles noch in der Luft hänge. Auch was die Weihnachtsmärkte betreffe.

jb

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