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Umgehung der viel befahrenen Staatsstraße 2078?

Wird Staatsstraße durch Feldkirchen verlegt? Ortschef Schaberl warnt vor „gigantischem Bauwerk“

Bürgermeister Hans Schaberl. re
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Bürgermeister Hans Schaberl. re

Soll die Staatsstraße nicht mehr durch Feldkirchen führen und soll sie nur teilweise oder gleich ganz verlegt werden? Weitreichende Fragen mit hoher Brisanz, zu der der Bürgermeister Hans Schaberl und die 24 Gemeinderäte Stellung nehmen müssen. Was dahinter steckt.

Feldkirchen-Westerham – Soll die viel befahrene Staatsstraße 2078 Bad Aibling-München nicht mehr durch Feldkirchen führen? Soll sie in diesem Bereich nur teilweise oder gleich ganz verlegt werden? Und wenn ja, wohin? Weitreichende Fragen mit hoher Brisanz, zu der der Bürgermeister Hans Schaberl und die 24 Gemeinderäte Stellung nehmen müssen.

„..., dann ist der Fall für uns erledigt“

Nicht nur zur weiteren Meinungsbildung, sondern auch mit weitreichenden Folgen: „Wenn der Gemeinderat mehrheitlich die Umgehung von Feldkirchen ablehnt, dann ist der Fall für uns erledigt“, sagte Bauoberrat Matthias Kreuz, Leiter der Planung beim Staatlichen Bauamt Rosenheim, den kommunalen Mandatsträgern im Rahmen einer Gemeinderatssitzung.

Angedachter Trassenverlauf der Umgehung von Feldkirchen: Zwischen diesem Stadel unterhalb von Kugelloh und einem dazwischenliegenden Schwenker nach links –- Richtung Feldolling – und weiter zur Grünfläche (Bildmitte oben) und dann durch den Eichberg nach Unterreit.

„Eine klare Position des Gemeinderats ist für uns verbindlich“, sagte Kreuz. Wenn Bauoberrat Kreuz von „der“ Umgehung redete, dann heißt das, dass die Südumgehung die einzige noch verbliebene Variante sei. Eine hin und wieder schon angedachte Tunnellösung mitten durch Feldkirchen ist Kreuz zufolge aus dem Rennen. Gleiches gilt für die aus mehreren Gründen nicht machbare Nordumgehung.

Die rund 3,75 Kilometer lange Südumgehung würde am „Aster Berg“ aus der Staatstraße ausscheren, dann über Feldolling und zwischen Feldkirchen und Westerham weiter in Richtung Oberreit verlaufen. Größtes Hindernis und zugleich extremer Eingriff in die Natur samt Wald und Felder der Bereich rund um den Eichberg.

Die roten Linien zeigen drei verschiedenen Varianten.Staatliches Bauamt Rosenheim

Warum eine Überbrückung statt einer Unterführung?

Wegen der zeitlichen Enge konnte der Planer nur wenige Fragen beantworten. Franz Bergmüller (Pro Bürger) wollte wissen, warum für die Querung der Kreisstraße zwischen Feldkirchen und Westerham in Richtung Oberreit statt einer Unterführung eine Überbrückung vorgesehen sei. „Die schwierigen Höhenverhältnisse in diesem Bereich lassen keine andere Variante zu“, sagte dazu Planer Matthias Kreuz. Bergmüller sehe mit der Südumgehung auch eine Chance, die Aiblinger Straße in Westerham mit einem Bahndurchstich zu entlasten. „Kein Auftrag an die Planer“, so die kurze Antwort von Kreuz.

Georg Schnitzenbaumer (Freie Wähler) sieht die Gefahr neben dem großen Grundstücksverbrauch auch in einer optisch totalen Trennung von Feldkirchen und Westerham. „Dieses hochbrisante Thema soll der Gemeinderat in einer eigenen Sondersitzung beraten“, sagte Bürgermeister Hans Schaberl auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen. Auf die Frage, inwieweit die Bürger im Vorfeld in die Meinungsbildung eingebunden werden könnten, hatte Schaberl noch keine Antwort parat.

Er ließ aber erkennen, dass die Bürger ausführlich und detailliert informiert werden müssen, „bevor der Gemeinderat seine endgültige Entscheidung trifft“, sagte Schaberl. Eine entsprechende Sondersitzung sei noch nicht anberaumt.

Wie soll es mit der Südumgehung weitergehen? „Ich kann die Entscheidung des Gemeinderats nicht annähernd vorhersagen oder gar beeinflussen, würde aber in der Zusage für eine Südumgehung einen großen Fehler sehen, der nicht wieder gut gemacht werden könnte“, so Schaberl.

Zerstörung des ganzen Eichbergs

Seine persönliche Begründung: „Mit diesem gigantischen Bauwerk, das Feldkirchen und Westerham nicht nur optisch trennen würde, samt der Zerstörung des ganzen Eichbergs und der problematischen Anbindung der anderen Straßen wäre die Landschaft des Eingangs ins Mangfalltal völlig zerstört.“ Ein weiteres Problem: Der enorme Flächenverbrauch. Der noch bis März des kommenden Jahres amtierende Bürgermeister befürchtet auch, dass dann eine weitere Zersiedelung zwischen Feldkirchen und Westerham nicht mehr verhindert werden könne.

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