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Teresa Stadler sorgt für Furore

Von Vagen nach Los Angeles - Feldkirchen-Westerhamerin räumt bei Künstler-Weltmeisterschaft ab

Teresa Stadler aus Feldkirchen-Westerham bei ihrem Auftritt im Finale der Weltmeisterschaft der darstellenden Künste in Los Angeles. Michael Finn Videoproduktion und Fotografie
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Teresa Stadler aus Feldkirchen-Westerham bei ihrem Auftritt im Finale der Weltmeisterschaft der darstellenden Künste in Los Angeles.

Teresa Stadler aus Vagen hat bei der Weltmeisterschaft der darstellenden Künste in Amerika für Furore gesorgt. Warum sie sich eine Kariere als Musicaldarstellerin vorstellen kann und wieso sie ihre Heimat dennoch nicht verlassen möchte.

Feldkirchen-Westerham – Aus Feldkirchen-Westerham auf die große Bühne in Los Angeles. Genau das trifft auf die Vagenerin Teresa Stadler zu, die sich auf dem internationalen Parkett bereits zum wiederholten Male beweisen konnte. Bei der Weltmeisterschaft der darstellenden Künste (World Championships of Performing Arts) nahm sie Ende Juli teil und kam mit mehreren Auszeichnungen und einer Menge an Erfahrungen aus Amerika zurück.

„Mein Herz schlägt für beide Jobs“

Hauptberuflich ist die 27-Jährige Projektleiterin für Versorgungstechnik. Zudem kann sie eine abgeschlossene Ausbildung zur Musicaldarstellerin vorweisen. „Glücklicherweise schlägt mein Herz für beide Jobs“, sagt Stadler im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen. Eine Karriere als Sängerin oder Musicaldarstellerin könne sie sich ebenso vorstellen. „Das wollte ich eigentlich, aber dann kam Corona“, sagt die junge Frau aus Feldkirchen-Westerham.

In Zeiten der Pandemie hätten viele kleine Theater schließen müssen, das Job-Angebot in dieser Branche sei automatisch geschrumpft. Doch Stadler ist ehrgeizig genug, um sich in dem Business dennoch zu etablieren. Dazu trägt sicher auch ihre zweite Teilnahme am internationalen Wettbewerb in Los Angeles bei. Ob Sänger, Tänzer oder Jongleure – dort treten jedes Jahr Talente aus aller Welt in unterschiedlichen Altersgruppen vor einer Jury auf und kämpfen um Medaillen.

„Talentolympiade“ für Künstler aus über 70 Ländern

Laut Veranstalter wird das internationale Treffen auch als „Talentolympiade“ für aufstrebende Künstler und Entertainer bezeichnet. Hierzu finden Auswahlverfahren in den USA, Kanada, der Karibik, Mittel- und Südamerika, Europa, Asien und Südafrika statt. Teilnehmer aus über 70 Ländern nehmen an der zehntätigen Veranstaltung teil, wird Griff O’Neil, CEO des Wettbewerbs, auf der Website des Veranstalters zitiert.

Über einen Vorausscheid kommen die Teilnehmer in die Teams der einzelnen Länder. Dem Team Deutschland, das elf Teilnehmer zählte, gehörte nun erneut Teresa Stadler an. „In Deutschland spielt der Wettbewerb noch nicht so eine große Rolle, wie etwa in Südafrika, wo er eine viel größere Bedeutung hat“, sagt Stadler. Deshalb sei die Wahrscheinlichkeit, ins deutsche Team zu kommen, etwas größer. Dennoch gehört sie zweifelsohne zu einem erlesenen Kreis an Künstlern.

Kontakt zu internationalen Songwritern und Schauspielern

Bei der Weltmeisterschaft, bei der über 500 Teilnehmer ihr Können in verschiedenen Kategorien unter Beweis stellten, gelang es der Vagenerin, gleich mehrere Medaillen zu gewinnen. Die 27-Jährige trat in den Kategorien Gesang (Country) und Schauspiel (Fernsehen) an und gewann für ihre Darbietungen jeweils eine Silbermedaille. Hinzu kam eine Goldmedaille für ihre Teilnahme am Finale, bei dem verschiedene Künstler, etwa Tänzer gegen Schauspieler, antreten und wobei es überwiegend um die Fähigkeit geht, das Publikum zu unterhalten.

Für Stadler war der Trip nach Amerika ein ganz besonderes Erlebnis. „Auch wenn der Wettbewerb nicht alles für die Kariere bedeutet, macht man tolle Erfahrungen und lernt unglaublich viele Künstler kennen“, sagt die Vagenerin, die etwa mit internationalen Songwritern und Schauspielern ins Gespräch kam.

Lieber Vagen als dauerhaft Amerika

Und wie geht es jetzt weiter? Zieht es die junge Frau in die weite Welt oder will sie in ihrer beschaulichen Heimat bleiben? „Also ich würde auf jeden Fall gerne etwas in der Musicalbranche machen, aber ich denke nicht, dass ich für den Versuch einer Kariere nach Amerika ziehen würde.“

Dafür sei die Vagenerin viel zu heimatverbunden. „Meine komplette Familie wohnt im Umkreis von fünf Kilometern um mich herum“, sagt Stadler. Das wolle sie auf Dauer nicht eintauschen. Vielmehr könne sie sich zeitlich begrenzte Engagements vorstellen, etwa als Sängerin für einige Monate auf einem Kreuzfahrtschiff.

Doch auch wenn es mit der ganz großen Kariere nicht klappen sollte, muss Stadler nicht auf ihre Leidenschaft verzichten. Schließlich tritt sie als Sängerin der Band „Backdraft“ regelmäßig auf und sammelte beispielsweise schon Erfahrungen als Komparsin bei den Rosenheim-Cops.

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