Felix Loch - Polizeisportler des Jahres

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Königssee - Jüngster Weltmeister aller Zeiten, Olympiasieger, Deutscher Meister,... die Liste seiner Erfolge ist lang und auch Auszeichnungen sammelt Rodler Felix Loch fleißig.

Am 6. April kommt wieder eine dazu: deutscher Polizeisportler des Jahres. "Letztes Jahr bin ich zweiter geworden. Jetzt die Auszeichnung zu bekommen ist ein super Gefühl", freut sich der Rodler aus Schönau am Königssee im BGLand24-Interview. "Es hat letztes Jahr sehr sehr viel Spaß gemacht, die anderen Polizeisportler zu treffen. Ich freu mich drauf und es macht mich auch stolz."

Stolz sind auch die Verantwortlichen der Polizei auf 'ihren' Felix. "Olympiasieger und Weltmeister fallen nicht vom Himmel. Es ist eine nationale Angelegenheit, ob man hier erfolgreich sein möchte, dann muss man Spitzensportförderung betreiben, sonst gibt es keine Goldmedaillen", fasst Johann Peter Holzner, der Vorsitzende des Deutschen Polizeisportkuratoriums, die Fakten zusammen. "Die größte Tradition in der Spitzensportförderung hat die Bundespolizei. Aber auch die Polizeien der Länder steigen immer mehr in die Spitzensportförderung ein, um den Sportlern berufliche Perspektiven zu bieten."

Lesen sie auch:

Loch enttäuscht in Sigulda - Zöggeler Gesamtsieger

Loch wahrt Minimalchance auf Weltcup-Gesamtsieg

Loch verpasst Zöggeler einen Denkzettel

Südtiroler am Königssee 'daheim'

Auch für Rodel-Olympiasieger Loch ist diese Perspektive wichtig: "Ich bin sehr sehr froh bei der Polizei zu sein, weil ich die Gewissheit habe, dass ich später mal einen Beruf habe, wenn meine sportliche Karriere zu Ende ist." Wie jeder andere Polizist auch, durchläuft Loch die Ausbildung zum Polizeimeister. "In vier statt in zweieinhalb Jahren", gibt er zu. "Da wir im Winter ja die meiste Zeit unterwegs sind." Bevor Felix im kommenden Winter auf den Schlitten steigt, ist er Polizeimeister. "Dann haben wir Fortbildungen und können freiwillig im Sommer Praktika machen, in den Dienst hineinschnuppern."

Felix Joch - Bester Polizeisportler 2011

"Das nehmen die Sportler eher gegen Ende ihrer Karriere wahr", erklärt Wolfgang Sommerer, der Leiter der Polizeisportschule in Bad Endorf. Dann wird es nämlich auch für die Polizeisportler ernst. Wie geht es nach dem Sport weiter? Eine Frage, die sich Felix Loch noch nicht stellt. "Im dritten Jahr der Ausbildung haben wir Praktika am Flughafen und am Bahnhof gemacht. Die Arbeit am Flughafen hat Spaß gemacht, aber ich will mich da noch nicht festlegen. Da ist noch ein paar Jahr hin."

Sobald Felix seine Ausbildung absolviert hat, will er sich erstmal auf den Sport konzentrieren. Eine Möglichkeit, die ihm sein Arbeitgeber bietet. "Es geht darum, was leistet sich eine Nation wie Deutschland, wo möchte man international stehen", bringt Holzner die Spitzensportförderung auf den Punkt. In Österreich sei man mit einer gezielten Sportförderung sehr erfolgreich. Ein Modell, dass sich Holzner auch gut in Bayern vorstellen kann: "Innenminister Joachim Herrmann hat angekündigt, dass man sich dem Thema annimmt. Vor allem in Hinsicht auf die Bewerbung um die Olympischen Spiele 2018. Sollte München den Zuschlag bekommen, dann kann man nicht erst ein Jahr vorher anfangen, die nötigen Stellen zu schaffen."

Christine Zigon

Rubriklistenbild: © cz

Zurück zur Übersicht: Mangfalltal

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser