Ferienspaß mit langer Tradition

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Sommerspaß im Zeltlager Kohlstatt: Die Kolbermoorer Ferienkinder fahren jedes Jahr zwei Wochen in die Zeltstadt zwischen Söllhuben und Frasdorf und haben dort Riesenspaß, hier auf der Wasserrutsche.

Kolbermoor - Das Ferienlager in Kohlstatt weist eine lange Tradition auf: Bis 1963 reichen die Anfänge zurück. Der Spaß der Kinder daran ist jedoch ungebrochen.

Eine lieb gewonnene Tradition wird in Kolbermoor auch in diesem Sommer hochgehalten: das Ferienlager in Kohlstatt, dessen Anfänge bis ins Jahr 1963 zurückreichen. Damals rief der Kolbermoorer Pfarrer Eugen Klaas die Ferienfreizeit ins Leben - die seitdem mit ungebrochener Begeisterung besucht wird. Einziger Wermutstropfen: Die Spendenbereitschaft der Bürger lässt nach, bei steigenden Kosten.

Insgesamt 83 Kinder im Alter zwischen neun und 14 Jahren tummelten sich zwei Wochen lang auf dem Freizeitgelände in Kohlstatt, idyllisch gelegen zwischen Söllhuben und Frasdorf. Untergebracht in großräumigen Zelten, erlebten sie hier unterhaltsame Ferientage mit jeder Menge Abwechslung. Die maximal 90 Plätze - 45 für Buben und 45 für Mädchen - sind jedes Jahr schnell ausgebucht, einzig Krankheitsfälle und Heimweh dezimieren die Gesamtzahl regelmäßig, wie die Lagerleitung um Johannes Zahner, Ludwig Schirmer und Philipp Spiegelsberger zu berichten weiß.

Zu verdanken haben die Kolbermoorer Ferienkinder "ihr" Zeltlager, das sich inzwischen an die Aktion "Mini-Ro" (ebenso in Kohlstatt) anschließt, dem ehemaligen Pfarrer Klaas aus der Pfarrei Wiederkunft Christi: Dieser hatte 1963 ein Zeltlager für Kolbermoorer Ferienkinder am Wolfgangsee ins Leben gerufen und schließlich Ende der 80er-Jahre das Areal in Kohlstatt erworben, wo von nun an die Ferienfreizeit stattfand.

Wenig später, im Jahr 1991, überschrieb er das Gelände dem Kreisjugendring Rosenheim, um auch andere Organisationen in den Genuss der Freizeitmöglichkeit kommen zu lassen. In Kolbermoor wurde die Tradition weitergeführt, nach wie vor finden jeden Sommer die zweiwöchigen Aufenthalte in der Natur statt, organisiert von einem Team der Katholischen Landjugendbewegung Kolbermoor mit enger Verbindung zur Pfarrei Wiederkunft Christi.

Das Programm in Kohlstatt ist vielfältig: Basteln in allen Variationen von Batik über Armbänder knüpfen bis hin zu T-Shirts bedrucken und Tassen bemalen, aber auch Sport und Spiel sind geboten. "Wir versuchen, für jedes Wetter gerüstet zu sein", erklärte dazu Philipp Spiegelsberger im Gespräch mit unserer Zeitung. In diesem Jahr hatten die Kolbermoorer großes Wetterglück: Strahlender Sonnenschein und Badewetter bestimmten einen Großteil der zwei Wochen - und die Gelegenheit zum Baden wurde mit den nahen Seen auch mehr als einmal genutzt. "Wir haben dazu eine Vereinbarung mit einem örtlichen Busunternehmer, der uns dann auch kurzfristig abholt und an den Badeplatz fährt", so Spiegelsberger zur etwas aufwändigeren Logistik bei knapp 90 Kindern.

Auch das Betreuerteam und die Küchenmannschaft hinter den Kulissen des Zeltlagers können sich sehen lassen: 31 entsprechend ausgebildete und in Vorbereitungstreffen geschulte Betreuer sind die zwei Wochen über Tag und Nacht für die Kinder da, hinzu kommen insgesamt 15 Köchinnen, die sich in ihren Dienstzeiten abwechseln. "Sowohl die Vorbereitung als auch das Lager selbst sind zwar ein Riesenaufwand, aber es macht auch sehr viel Spaß, der Zusammenhalt im Team ist groß", so Spiegelsberger.

Nicht nur organisatorisch, auch finanziell ist mit der Ferienfreizeit ein großer Brocken zu stemmen: Die 190 Euro Beitrag von Elternseite decken Spiegelsberger zufolge nur zu einem geringen Teil die Unkosten, der Rest wird über Spenden und die Unterstützung der Pfarrei Wiederkunft Christi aufgefangen - und speziell in diesem Jahr habe die Spendenbereitschaft nachgelassen, bedauert die Lagerleitung, während die Kosten stetig stiegen. "Unsere Betreuer mussten deshalb auf die sonst übliche kleine Aufwandsentschädigung verzichten, was zum Glück niemanden daran gehindert hat, trotzdem mitzumachen", so Spiegelsberger.

Weitere Informationen zum Zeltlager sowie zum Spendenkonto erteilen das Pfarrbüro Wiederkunft Christi unter Telefon 08031 / 230940 oder Johannes Zahner, Telefon 0173 / 3869356.

Rosi Gantner (Mangfall-Bote)

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