Fest fand trotz offizieller Absage statt

Bad Aibling - Nachdem das Weinfest sowie der Glonnlauf offiziell abgesagt worden waren, trotzten drei Vereine dennoch dem Regen. Sie feierten ein kleines Vereinsfest im "Pentenrieder-Hof.

So etwas dürfte es wohl noch nicht gegeben haben: Ein offiziell wegen des während des ganzen Tags andauernden Regens "abgesagtes" Weinfest nebst Glonnlauf, aber dann hunderte von Menschen, die, als der Regen völlig unerwartet gegen 17.30 Uhr aufhörte und der Himmel sich blau zeigte, auf das Festgelände strömten und sich an der "Notlösung" kleines Vereinsfest im "Pentenrieder-Hof erfreuten.

Der Wein schmeckte auch in Jacke und Hut.

Schon als die ersten Vereine am späten Vormittag ihre Stände aufbauen und beschicken wollten, herrschte Skepsis aufgrund der ergiebigen Regenfälle. Teils tropfnass standen sie unter den Standplanen und warteten zunächst einmal ab. Als die Regengüsse sich bis in den Nachmittag hinzogen, schließlich die Entscheidung von "Weinfest-Bürgermeister" Otto Steffl als Verantwortlicher für die Werbegemeinschaft als Veranstalter: "Das Weinfest wird offiziell abgesagt".

Um nun den Vereinen, die sich bereits für die Veranstaltung "eingedeckt" hatten, die Möglichkeit zu bieten, ihre Speisen und Getränke eventuell doch noch zu verkaufen, wurde eine Beteiligung auf "freiwilliger Basis" in den Raum gestellt. Diese Möglichkeit nutzten nun im "Pentenrieder-Hof" die Gebirgsschützen, der Trachtenverein "D'Oberlandler" sowie der Kunstverein, die vorsorglich bereits schützende Zelte aufgestellt hatten. "Also gibt es nun ein kleines Vereinsfest", so Steffl zum Stand der Dinge am Nachmittag.

Eng aber gemütlich wurde es im Pentenrieder-Hof beim "kleinen Weinfest".

Am Abend dann hörte der Regen auf und der Himmel zeigte sich strahlend blau. Obwohl die Temperaturen kühl blieben, strömten die Menschen - in warmen Jacken - in die Bahnhofstraße. Teils aus Neugier, teils in der Hoffnung, das Fest würde wie geplant stattfinden. Sie alle, darunter auch eine über 50 Mann starke Abordnung aus der Partnerstadt Cavaion sowie dem dortigen Faschingsverein, fanden zunächst in den aufgestellten Zelten Platz, doch schon bald mussten auch im Freien Tische und Bänke, aufgestellt werden, wobei einige Besucher zur "Selbsthilfe" griffen.

Alle Hände voll zu tun hatten dann die fleißigen Helfer der drei Vereine, die tatsächlich unter sich blieben. Lediglich die Damen vom Tennisclub verkauften noch ihre bereits vorbereiteten Braten-Semmeln per "Bauchladen". Es bildeten sich lange Schlangen an den Verkaufsständen.

Die Palette reichte hier von original italienischer "Pasta aglio et olio" über Scampi-Spieße, Oliven, Speck- und Käseplatten, Schupfnudeln mit Kraut, Bratwürste und "Pommes" bis hin zu deftigem Gulasch. Auch die Festweine aus der Kellerei "Canella" fanden guten Absatz, ebenso wie die Biere aus Maxlrain oder "Alkoholfreies".

Alle Hände voll zu tun hatten die Helfer an den Verkaufsständen, an denen sich lange Schlangen bildeten.

Zu den Klängen der Band "Klimbim", die Musik in allen Stilrichtungen bot, kam dann trotz der kühlen Temperaturen "heiße" Stimmung auf. Es wurde sogar auf den Tischen getanzt. Fazit eines Besuchers: "Es ist a bisserl eng, aber recht gmüatlich". Bis nach Mitternacht hielten die "Unentwegten" aus und trotzten der kalten Nacht in wärmender Kleidung.

Im Oktober soll laut Steffl nun eine Besprechung mit den am Weinfest beteiligten Vereinen stattfinden, wobei unter anderem die Möglichkeit eines "Ausweichtermins" für die Veranstaltung erörtert werden soll, wenn das Weinfest wetterbedingt abgesagt werden muss.

he/Mangfall-Bote

Rubriklistenbild: © Hecht

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