Fest von Schülern für Schüler

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Beim "Masskrug stemmen" im Rahmen der "bayerischen Wettkämpfe".

Bad Aibling - Die Luitpoldschule ist 110 Jahre alt. Bei der Feier dazu erinnerte Bürgermeister Felix Schwaller daran, dass fast jeder Aiblinger Schüler in dieses "wunderbare Gebäude" gegangen sei - und sah kurz in die Schulzukunft.

In seiner Gratulationsansprache zum 110-jährigen Jubiläum der Luitpoldschule war das Aiblinger Stadtoberhaupt zuversichtlich, dass auch in Zukunft dieses Haus "voll sein wird angesichts der Aiblinger Geburtenzahlen, die 2009 höher waren als die von Bruckmühl und Kolbermoor zusammen". Schwaller wünschte Schülern, Eltern und Lehrern eine schöne Feier und wird in Kürze als Jubiläumspräsent der Stadt allen Schülern und Lehrkräften eine Kugel Eis spendieren.

Schulleiter Walter Kuhnert erinnerte an die Errichtung des prachtvollen Schulgebäudes im Jahr 1900, das mit Elementen aus dem Neoklassizismus und Jugendstil versehen ist, vom Rosenheimer Baumeister Josef Brenninger erbaut und nach dem damaligen bayerischen Prinzregenten Luitpold (Nachfolger von Ludwig II.) benannt worden sei.

Auf der Schulbank im Nostalgie-Klassenzimmer (von links) Bürgermeister Felix Schwaller, WSA-Schulleiter Günter Rutz und Luitpold-Schulrektor Walter Kuhnert.

Nach dem kurzen offiziellen Teil, in dem abschließend die ausgebildeten Junior-Helfer von Christine Mayer ihre Urkunden erhielten, übernahmen dann die rund 440 Schüler die Programmgestaltung, die mit dem gemeinsam gesungenen "Luitpoldianer-Lied" begann ("Ja, die Luitpoldianer, die san a b'sondere Rass', von Ellmosen bis zur Rosenheimer Straß'") und von zwei von Christa Kuster mit der Gitarre begleiteten Liedern (Rap-Huhn-Song und Bärenlied) sowie dem von Herdis Ehler-Zeh einstudierten "musikalischen Allerlei" fortgesetzt wurde.

Christa Kuster begleitete mit der Gitarre den Chor beim "Rap-Huhn-Lied". Fotos 

Ein breit gefächertes Angebot mit kreativen und originellen Spielstationen in den Schulräumen und auf der Schulwiese bot vielfältige Aktivitäten wie zum Beispiel die "bayerischen Wettkämpfe" (Finger- und Fußhakeln, Maßkrug stemmen, Arm drücken), der Barfuß-Parcours ("Sehen mit den Füßen"), wo mit verbundenen Augen unter anderem über Steine, Moos, Walnüsse und Kiefernzapfen zu gehen war, das Grasski-Rennen, der "Hochzeitslauf" (mit zusammengebundenen Füßen) oder auch das Basteln von "Knautschi-Bällen" aus Luftballons und Mehl.

Außerdem gab's unter anderem eine "Geisterbahn", Indianer- und Waka-Waka-Tänze, einen Schnecken-Marathon, Zielwerfen auf die Gummibärenschleuder und ein heiteres Theaterstück der AG Schulspiel mit dem Titel "Ferien mit Tante Willi".

Im dritten Stock konnte das mit viel Liebe zum Detail (wie Tintenfass und Federkiel) eingerichtete "nostalgische Klassenzimmer" besucht werden, in dem sich Bürgermeister Schwaller sowie Günter Rutz (Leiter der Wirtschaftsschule Alpenland) sowie Rektor Kuhnert spontan in eine Schulbank setzten.

Unter den Gästen der Jubiläumsfeier, die von Konrektor Erich Schindler organisiert war, befand sich auch der frühere Luitpold-Schulrektor Konrad Baumann. Ebenfalls beteiligt an der Organisation der fröhlichen Feier, die unter dem Motto "von Schülern für Schüler" stand, war der Elternbeirat (Vorsitzender: Norbert Höbel), der die zahlreichen Besucher bewirtete.

bjn/Mangfall-Bote

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