Freie Fahrt auch für große Traktoren

OVB
+
Abwechselnd dienen die beiden Überführungen in Berg (Grafik) und an der Fritz-Schäffer-Straße als Umleitung für den jeweils gesperrten Tunnel. Die provisorische Durchfahrt ist während der Bauzeit auch für Busse gewährleistet.

Tuntenhausen - Erneute Sperrungen der Bahnüberführungen in Berg und an der Fritz-Schäffer-Straße rollen auf die Bürger von Ostermünchen zu. Die Gemeinde beschloss deshalb eine Sonderregelung für Landwirte.

Besonders betroffen sind Landwirte. Denn ausgerechnet in der Erntezeit stehen Vollsperrungen im Bauzeitenplan. Damit währenddessen auch große Traktoren, Mähdrescher etc. freie Fahrt haben, hat der Gemeinderat von Tuntenhausen jetzt eine Sonderregelung bezüglich der zulässigen Durchfahrtshöhe beschlossen.

Mit den ursprünglich angedachten 3,50 Meter maximale Durchfahrtshöhe bei der Eisenbahnüberführung in Ostermünchen hätten einige Maschinen und Fahrzeuge wohl ihre Probleme, so Bürgermeister Otto Lederer.

Um diesen lange Umwege zu ersparen, soll die provisorische Durchfahrt des Tunnels während der Bauzeit so hoch wie möglich sein - mindestens jedoch zwischen 3,80 Meter und vier Meter. Einstimmig hat sich jetzt der Gemeinderat dafür ausgesprochen.

Ausdrücklich hingewiesen wurde erneut darauf, dass eine Anbindung der Bahnhofstraße von der Staatsstraße nicht möglich ist, da die provisorische Zufahrt in der Fritz-Schäffer-Straße während der Bauzeit deutlich tiefer als derzeit liegt. Deshalb sei der Anstieg in die Bahnhofstraße zu steil.

Stattdessen erfolge die Umleitung von der Fritz-Schäffer-Straße über den Tulpen- und Hagerweg. Von dort aus führe die Strecke auf die Bahnhofstraße und zu deren Einmündung in die Staatsstraße 2080 zur Ecke Fritz-Schäffer-Straße und Bahnhofstraße. In den Wohngebieten werde ein Halteverbot installiert, um unter anderem dem Gelenk-Schulbus eine problemlose Durchfahrt zu ermöglichen.

Des Weiteren hatte der Rathauschef gute Nachrichten im Gepäck: Die Bahn habe sich bereit erklärt - wie von der Kommune gewünscht - sämtliche Zusatzkosten zu übernehmen, die aufgrund des veränderten Bauzeitenplans (wir berichteten) entstehen. Auch Reparaturkosten der Umleitungsstrecken, die auf Gemeindeverbindungsstraßen verlaufen, trägt die Bahn.

Per elektronisch unterschriebener PDF-Datei lag diese Erklärung seitens der Bahn in der Sitzung bereits vor. "Wir gehen davon aus, dass das Original per Post in den kommenden Tagen eintrifft", so Lederer. Ebenfalls ohne Gegenstimme nahm der Gemeinderat das Vorliegen dieser Kostenübernahmeerklärung zur Kenntnis.

Bis dato sind die unterzeichneten Dokumente jedoch noch nicht im Postkasten des Rathauses gelandet. "Wir warten jeden Tag darauf", sagte Geschäftsführer Erik Thomas auf Nachfrage.

Martin Aerzbäck (Mangfall-Bote)

Kommentare