Frühjahrsaufschwung lässt auf sich warten

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Arbeitsmarkt: Der Frühjahrsaufschwung lässt noch auf sich warten...

Rosenheim - "Die Lage auf dem regionalen Arbeitsmarkt hat sich zwar im März wieder etwas entspannt", so Harald Neubauer, Leiter der Agentur für Arbeit. Aber ein Früjahrsaufschwung sieht anders aus...

"Die Lage auf dem regionalen Arbeitsmarkt hat sich zwar im März wieder etwas entspannt", so Harald Neubauer, Leiter der Agentur für Arbeit Rosenheim, "aber wir haben die saisonale Winterarbeitslosigkeit noch nicht überwunden. Es sind noch viele Beschäftigte der Baubranche, sowie von Gartenbaubetrieben und der Forstwirtschaft arbeitslos gemeldet, gleichzeitig können wir aber auch eine Reihe von Arbeitsaufnahmen quer durch alle Berufsbereiche verbuchen."

Im statistischen Zeitraum vom 12. Februar bis 11. März wurden 3670 Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit erfasst, dass sind 600 mehr als im Vormonat. Von diesen Abmeldungen haben 1800 Personen eine Erwerbstätigkeit aufgenommen. Im gleichen Zeitraum haben sich 2930 Bürgerinnen und Bürger neu oder erneut arbeitslos gemeldet, das sind 290 weniger als im Februar. Positiv ist dabei festzustellen, dass sich von den gesamten Zugängen "lediglich" 1360 aus einer Beschäftigung heraus gemeldet haben. Neubauer dazu: "Wir können zwar noch nicht von einem Frühjahrsaufschwung sprechen, aber die einzelnen Faktoren stimmen mich doch optimistisch. Dadurch dass die Zugänge in die Arbeitslosigkeit niedriger ausgefallen sind, als die Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit, hat sich die Zahl der Erwerbslosen im März um 790 auf 12.390 verringert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind allerdings fast 1000 Arbeitslose mehr registriert, ich rechne aber mit einem weiteren Rückgang der Zahl der Arbeitslosen, wenn das Wetter die nächsten Wochen stabil bleibt und der Frühling endgültig Einzug hält."

Die Arbeitslosenquote, errechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, ist von Februar auf März ebenfalls gesunken (minus 0,3 Prozentpunkte) und liegt aktuell bei 4,7 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 4,4 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Betreuung der Arbeitslosen durch die Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 7620, das sind 740 weniger als im Vormonat und 430 mehr als im Vorjahr. Die anteilige SGB III-Arbeitslosenquote liegt bei 2,9 Prozent. Im Rechtskreis SGB II (Betreuung der Arbeitslosen durch die ARGEn beziehungsweise die optierende Kommune Miesbach) gab es 4770 Arbeitslose, das ist ein Minus von 50 gegenüber Februar; im Vergleich zum März 2009 sind es 520 Arbeitslose mehr. Die anteilige SGB II - Arbeitslosenquote beträgt 1,8 Prozent.

Neubauer zum Arbeitskräftebedarf: "Der positive Trend der Stellenmeldungen hält erfreulicherweise an. 1010 neue Stellenangebote, davon 860 "normale" Stellen wurden den Vermittlungsfachkräften im Berichtszeitraum neu gemeldet. Insbesondere das Gastgewerbe hat schon reichlich Stellen für die beginnende Sommersaison gemeldet. Gesucht sind vor allem Fachkräfte, die flexibel arbeiten können. Eine Reihe von offenen Arbeitsstellen gibt es auch im Gesundheits- und Sozialwesen. Hier passen Angebot und Nachfrage häufig nicht zusammen, da ein Teil der Bewerber nur Teilzeit arbeiten kann beziehungsweise manche haben selber gesundheitliche Einschränkungen, so dass sie nicht für jede freie Stelle geeignet sind. Auch das Bauhaupt- und Baunebengewerbe hat bereits freie Arbeitsstellen gemeldet, obwohl noch nicht alle "Wiedereinsteller" von ihren bisherigen Arbeitgebern "zurückgerufen" wurden. Stellenmeldungen kommen auch vom Einzelhandel und auch das verarbeitende Gewerbe zieht wieder an und stellt ein, allerdings fast nur auf Facharbeiterebene. Die Anzahl der insgesamt gemeldeten Stellen (Stand 11.03.2010) beläuft sich auf 2760, davon wiederum sind 1880 ganz normale Stellenangebote."

Erste Daten vom Ausbildungsmarkt:

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober letzten Jahres meldeten sich bei der Agentur für Arbeit Rosenheim 2265 Bewerber (1240 Jungen und 1025 Mädchen) für Berufsausbildungsstellen, das sind 10,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Zugleich gab es 2380 Meldungen von Arbeitgebern für Berufsausbildungsstellen, das entspricht einem Plus von 8,7 Prozent. Insbesondere Betriebe, die zur Industrie- und Handelskammer gehören bieten wieder deutlich mehr Ausbildungsstellen an (plus 143). Am 11. März waren 1370 Bewerber noch unversorgt und 1410 Berufsausbildungsstellen noch unbesetzt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gibt es mehr unversorgte Bewerber für Berufsausbildungsstellen (plus 1,9 Prozent), aber auch die Zahl der unbesetzten Berufsausbildungsstellen ist größer als im März letzen Jahres (plus 27,5 Prozent).

Der Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:

In der Stadt Rosenheim ist die Zahl der Arbeitslosen mit 2170 Betroffenen gegenüber dem Vormonat, um 140 Personen zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote ist auf 7,0 Prozent herabgesunken. Von den betroffenen Personen werden derzeit 990 im SGB III – Bereich von der Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut. Die Zahl der durch die ARGE Rosenheim Stadt betreuten Kunden im SGB II – Bereich ist mit 1190 nahezu gleich geblieben.

Der Landkreis Rosenheim weist eine Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent auf. Hier sind mit 5 080 erwerbslosen Personen, 370 weniger gemeldet als im Februar. Von den Beschäftigungslosen werden 3210 Personen durch die Hauptagentur in Rosenheim und die Geschäftsstelle in Bad Aibling (SGB III) betreut, 320 weniger als im Februar. Die ARGE Landkreis Rosenheim (SGB II) ist für 1870 Frauen und Männer zuständig, 50 weniger als im Vormonat.

Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen verzeichnet mit 2880 gemeldeten Arbeitslosen eine Abnahme (minus 180) bei der Arbeitslosigkeit. Die Quote hat sich hier auf 4,7 Prozent verringert. Die Arbeitsagentur Bad Tölz und Wolfratshausen betreuen insgesamt 1870 Erwerbslose, 170 weniger als im Vormonat. Die ARGE Bad Tölz-Wolfratshausen kümmert sich um 1010 SGB II - Kunden.

Im Landkreis Miesbach beträgt die Arbeitslosenquote 4,8 Prozent (minus 0,2 Prozentpunkte). Hier sind derzeit 2265 Personen erwerbslos gemeldet, 108 weniger als im Vormonat. 1554 Männer und Frauen werden von der Agentur für Arbeit in Holzkirchen betreut, 130 weniger als im Februar. Die optierende Kommune verzeichnet gegenüber dem Vormonat ein Plus von 22 Betroffenen und betreut derzeit aktuell 711 gemeldete SGB II – Kunden.

Allgemeine Hinweise:

  • Ab Berichtsmonat Mai 2008 wurden die Bezugsgrößen zur Berechnung der Arbeitslosenquote aktualisiert.
  • Ab dem Berichtsmonat Januar 2009 erfolgt die statistische Berichterstattung und Veröffentlichung der Arbeitslosenquoten durchgängig auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen. Damit können einheitliche Arbeitslosenquoten für alle Untergliederungen nach Strukturmerkmalen (in allen Regionen) ausgewiesen werden. Zusätzlich werden nun auch Arbeitslosenquoten für die Altersgruppen "50 bis unter 65" und "55 bis unter 65" veröffentlicht.
  • Betrifft die Arbeitslosenzahlen der Geschäftsstelle Holzkirchen / des Landkreises Miesbach und damit auch die Zahlen für den Agenturbezirk insgesamt: Die Daten zur Arbeitslosigkeit speisen sich ab September 2005 aus den IT-Fachverfahren der Bundesagentur für Arbeit (BA), aus plausibel bewerteten Datenlieferungen des zugelassenen kommunalen Trägers und - sofern keine plausible Daten geliefert wurden - aus ergänzenden Schätzungen der BA. Merkmale wie Zu- und Abgänge können noch nicht ausgewiesen werden.

Hinweise zu den Daten vom Ausbildungsmarkt:

  • Sowohl die Agenturen für Arbeit als auch die Träger der Grundsicherung haben Ausbildungsvermittlung nach § 35 SGB III durchzuführen. Träger der Grundsicherung können diese Aufgabe durch die Agentur wahrnehmen lassen. Bisher konnten nur Daten aus dem BA-eigenen Fachverfahren veröffentlicht werden. Von den zugelassenen kommunalen Trägern liegen jetzt erstmals auswertbare Ergebnisse zu Bewerbern für Berufsausbildungsstellen ab Oktober 2008 vor.

Übersicht für den Landkreis

Eckwerte für März 2010

Pressemitteilung Agentur für Arbeit Rosenheim

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