Fünf Millionen Euro gehen in die Erde

Gestern erfolgten die Vermessungsarbeiten für den geplanten Ausbau der Angerstraße. Foto mischi

Bruckmühl - Rund fünf Millionen Euro will die Marktgemeinde Bruckmühl 2012 in den Straßenausbau investieren. Bis es losgeht, dauert es aber noch ein wenig.

Baustart für die verschiedenen Maßnahmen soll aber - bedingt durch Ausschreibungen und Vergaben - nicht vor Ostern erfolgen. Zunächst muss außerdem noch der Gemeinderat dem Finanzhaushalt einschließlich der Straßenbauarbeiten zustimmen.

An erster Stelle des Maßnahmenkatalogs steht dabei die Angerstraße. Nachdem die Planungen für den Ausbau bereits seit 2002 abgeschlossen sind und 2003 eine Anliegerversammlung erfolgte, "kann nun das Projekt in Angriff genommen werden", so Ernst Bauer vom gemeindlichen Tiefbauamt. Der nördliche, wie berichtet, von zahlreichen Schlaglöchern geprägte Bereich bis zur Albert-Mayer-Straße soll auf 5,50 Meter verbreitert werden. Dabei werde die Kiesschicht im Unterbau ausgetauscht und eine neue Trag- und Deckschicht aufgezogen. Zudem werde ein Gehweg von 1,50 Breite errichtet. "Wir sind hier dank Grundstücksverhandlungen in der glücklichen Lage, die Planung endlich umsetzen zu können", so Bürgermeister Franz Heinritzi gegenüber unserer Zeitung. Die Gesamtkosten belaufen sich nach Angaben des Bauamts hierfür auf rund 290000 Euro. Parallel zu diesen Arbeiten soll zudem der Kanal um 15 Meter verlängert werden. Gestern erfolgten bereits die ersten Vermessungen für den Ausbau.

Seit 1996 liegen ebenfalls die Planungen für den Ausbau der Straße "Am Bruckfeld" in der Schublade der Bauabteilung. Eine Umsetzung war aber bis dato am Grunderwerb gescheitert. "Hierzu waren und sind auch noch Grundstücksverhandlungen notwendig. Ich bin aber zuversichtlich", erklärte Wirtschaftsförderer Markus Zehetmaier. Der Abschnitt zwischen Lisztstraße und Bachwiesenweg soll als erstes in Angriff genommen werden. Hier wird die Straße auf sechs Meter samt einen Gehweg von 1,50 Meter verbreitert. Um Ostern herum soll hierfür, wie Heinritzi ankündigte, eine Anliegerversammlung erfolgen. Die Gesamtmaßnahme wird mit 345000 Euro beziffert.

Parallel dazu ist für zirka 45000 Euro die Sanierung der Haydnstraße angedacht. "Hier fliegt der Asphalt bereits weg", schildert Bauer die dortigen Zustände. Die Deckschicht werde nun unter anderem abgefräst, der Graswuchs entfernt.

Darüber hinaus ist beabsichtigt, den Annabergweg für insgesamt 140000 Euro an den Heimatweg anzuschließen. Zudem soll - nachdem Kritik in der Bürgerversammlung laut geworden war - eine Lösung für den begrünten Randbereich gefunden werden. "Die derzeitige Spritzdecke hat keine Entwässerung", so Bauer. Diese Maßnahme wird im Laufe des Jahres, vermutlich im Spätherbst, umgesetzt.

Neben weiterer kleinerer Baustellen werden in der Franz-von-Kobell-Straße in Heufeld auch die Asphaltfeinarbeiten von der beauftragten Firma ausgeführt. "Dazu waren die Arbeiter 2011 nicht mehr gekommen. Dies ist der Abschluss der Maßnahme", betonte Bauer. Für 80000 Euro vollendet die Marktgemeinde im Baugebiet "Fliederweg Ost" nach der Erschließung 2005 auch die Asphaltarbeiten in der Straße "Am Weiher".

Ebenfalls auf der Liste 2012 stehen die Parkplätze für den Bahnhaltepunkt Hinrichssegen sowie für zirka 240000 Euro Brückensanierungen über Feldwege und für eine Million Euro die vorbereitenden Arbeiten für den Bau der zweiten Mangfallbrücke (Bericht folgt). Letzteres ist von dem laufenden Bauleitplanverfahren abhängig.

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