Belohnung für Schinderei: Highlight gegen Unterhaching

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Der Rosenheimer Timo Heinze debütiert bei Haching.

Rosenheim - Für Bayernliga-Aufsteiger 1860 Rosenheim gibt es in der anstrengenden Vorbereitung einige Highlights: So am Samstag das Spiel gegen die SpVgg Unterhaching .

Am Samstag geht es um 15.30 Uhr im Jahnstadion gegen die Profis von Unterhaching, die nur knapp an der Rückkehr in die 2. Fußball-Bundesliga gescheitert ist, am 7. Juli wartet in Oberhaching der Zweitligist FC Augsburg . Eine Woche später geht es gegen den SV Wacker Burghausen , der nach dem sportlichen Abstieg dank der finanzschwachen Emdener Kickers doch wieder mitspielen darf in der 3. Liga. Dazu kommen noch Wolfratshausen (4. Juli) und Anif (18. Juli) sowie der OVB-Cup am 11. Juli.

Ein strammes Programm, für Spielertrainer Manfred Burghartswieser, der auf seine Neuzugänge Daniel Wimmer und Bernd Sylla, aber noch nicht auf Markus Einsiedler zurückgreifen kann, auch eine gute Möglichkeit zu beobachten, wie sich das Kathrein-Team schlägt gegen hochkarätige Gegner. Schließlich hat man es künftig auch in der Bayernliga mit deutlich stärkeren Mannschaften zu tun als zuletzt in der Landesliga, wobei das Niveau einer SpVgg Unterhaching natürlich noch deutlich höher anzusiedeln ist.

Gerade haben sich die Hachinger mit dem Argentinier Grech Leandro weiter verstärkt, zuvor waren bereits Sebastian Mitterhuber aus Burghausen, Andreas Brysch aus Regensburg und mit Timo Heinze ein echtes Rosenheimer Gewächs geholt worden. Heinze ist bei den Sechzigern im Jahnstadion groß geworden, so groß, dass er schon mit zwölf Jahren vom FC Bayern an die Säbener Straße gelockt wurde.

Heinze wurde zum Jugend-Nationalspieler, an der Seite von Andreas Ottl zum Deutschen Meister mit den A-Junioren, schien auf dem Weg in den Profikader zu sein, als ihn langwierige Leistenprobleme und Operationen zurückwarfen. Zuletzt war Timo Heinze Kapitän der Bayern-Amateure in der 3. Liga und versucht nun, über die SpVgg Unterhaching zumindest in die 2. Liga aufzusteigen.

„Ich will mich hier weiter entwickeln“, sagt der 23-Jährige, der nebenbei im Fernstudium zum Journalisten werden will, „hoffe auf neue Impulse.“ Nun also feiert er sein Debüt im neuen Dress ausgerechnet in seiner Heimatstadt, will sich an alter Wirkungsstätte gleich mal empfehlen für einen Stammplatz im Team von Ralph Hasenhüttl. „Ich bin in der Abwehr flexibel einsetzbar“, sagt Heinze, der bei den Bayern zuletzt auf der rechten defensiven Außenbahn gespielt hat, in der Jugend aber auch ein herausragender „Sechser“ gewesen ist.

„Das ist eigentlich meine Lieblingsposition“, sagt er, weiß aber, dass er hier bei den Hachingern dem Routinier Roman Tyce den Vortritt wird lassen müssen. „Tyce ist ein absoluter Führungsspieler“, hat Heinze schon nach den ersten Trainingseinheiten erkannt und stuft insgesamt die Qualität in der Truppe „sehr hoch“ ein: „Das stimmt mich optimistisch“, sagt er und erzählt von der „klaren Spielphilosophie, die sich hoffentlich durchsetzen wird.“

Persönliches Ziel ist natürlich ein Stammplatz, möglichst viele Spiele in der 3. Liga will Heinze bestreiten und vor allem eines: „Fit bleiben.“ Denn er hat am eigenen Körper leidvoll erfahren, wie entscheidend das ist, will man sich im Profifußball durchsetzen. Timo Heinze will es wissen, noch ist er jung.

In Rosenheim, seiner Heimat, beginnt für ihn nun ein neues Kapitel, ein neuer Anlauf, Heinze startet einen neuen Versuch, im Fußball möglichst weit nach oben zu kommen. Und wenn es doch nichts werden sollte, hat er sich abgesichert. Mit Abitur und Fernstudium. „Mir war nicht nur der Ball, sondern auch der Kopf immer sehr wichtig.“

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