Ganz elegant parken

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Der Farbverlauf am neuen Parkhaus soll die Wandlung vom Frühjahr zum Herbst symbolisieren.

Rosenheim - Elegant, schnittig und ungewöhnlich farbenfroh präsentiert sich das neue Parkhaus der Rosenheimer Wohnbaugesellschaft an der Schönfeldstraße. Ab Montag kann dort geparkt werden.

Manche stellen beim Blick auf die außergewöhnliche Fassade eine Parallele zum neuen Fußballstadion im südafrikanischen Johannesburg fest, in dem nächstes Jahr das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft stattfinden wird. Doch es ist nur eine ähnliche Optik. Die Fassade des Stadions in Südafrika besteht aus zementgebundenen Platten. Beim Parkhaus an der Schönfeldstraße handelt es sich um die sogenannte "HPL-Platte" einer niederländischen Firma.

Parkhaus Schönfeldstraße

"HPL" heißt ausgeschrieben "High Pressure Laminate". Im Prinzip werden viele Papierschichten mit einem speziellen Leim unter sehr hohem Druck zusammengepresst. Aus einem Papier-Leim-Paket von etwa 70 Zentimetern Höhe wird dann eine Trespa-Platte von zehn Millimetern Stärke.

Vorteile sind das geringe Gewicht und die sehr lange Haltbarkeit. Eine solche Fassade gibt es bereits am AOK-Gebäude in der Luitpoldstraße. Sie ist mittlerweile elf Jahre alt und optisch sowie technisch in bester Verfassung. Beide Gebäude wurden vom gleichen Architekten, von Fred Meier aus Freilassing, entworfen.

Das Material HPL ist auch in vielen Haushalten zu finden. Küchenarbeitsplatten mit einer sogenannten "Resopal"-Oberfläche bestehen aus dem gleichen Werkstoff. Auch in diesem Bereich hat sich die ausdauernde Haltbarkeit bewährt.

Zwölf Farben wurden beim Parkhaus zu einer Fläche kombiniert, weitestgehend Anregungen aus der Natur folgend. Der Farbverlauf soll die Wandlung vom Frühjahr zum Herbst symbolisieren. Derzeit werden die Fassadenplatten mit den acht Grundfarben montiert. Noch nicht angeliefert sind vier Sonderfarben, deren Produktion sich verzögert hat. An den bereits montierten Fassadenplatten wird es noch zu umfangreichen Änderungen kommen, weil die ausführende Firma nacharbeiten muss.

Deshalb dauern die Arbeiten nach der Eröffnung des Parkhauses am Montag noch an. Für die Inbetriebnahme spielt dies jedoch keine Rolle. Alle Eigenschaften hinsichtlich Schallschutz und Entlüftung werden durch die bereits montierte Fassade voll und ganz erfüllt. Die Trespa-Fassade ist lediglich eine dünne Verkleidungsschicht auf der bereits fertiggestellten Unterkonstruktion.

Heute und morgen steht das Parkhaus nur Mitarbeitern des Klinikums zur Verfügung. An diesen beiden Tagen wird die Ellmaierstraße asphaltiert, und die Mitarbeiter können somit Ihren Parkplatz von der Ellmaierstraße aus nicht anfahren.

Das neue Parkhaus mit 518 Stellplätzen auf vier beziehungsweise fünf halbgeschossig versetzten Parkebenen kostet 7,6 Millionen Euro. Damit wird nun die erforderliche Stellplatzkapazität für das Klinikum, seine Besucher und für das Quartier geschaffen.

bi/Oberbayerisches Volksblatt

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