"Ortsdurchfahrt schon jetzt überlastet"

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Um den als Folge der zweiten Mangfallbrücke voraussichtlich zunehmenden Schwerlastverkehr in Richtung Autobahn einzudämmen, sähe es die Gemeinde Irschenberg gerne, wenn das Landratsamt Rosenheim für diese Straße ab Götting eine Längenbeschränkung für Lkw auf elf Meter erlassen würde.

Irschenberg - Ein willkommener Brückenschlag zwischen Irschenberg und Bruckmühl wird die neue Mangfallbrücke kaum werden. Irschenbergs Bürgermeister ist nicht einverstanden.

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Die gute Nachbarschaft soll zwar durch den Neubau der zweiten Flussüberquerung nicht belastetet werden - einverstanden mit diesem Projekt aber sind der Irschenberger Bürgermeister und seine Gemeinderäte nicht.

Bürgermeister Hans Schönauer zeigte sich in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats verwundert, dass die Kommune Irschenberg von Bruckmühler Seite als einer der größten Gegner der geplanten Mangfallbrücke hingestellt werde.

Bürgermeister befürchtet Zunahme des Verkehrs

"Wir haben vor einem Jahr unsere Stellungnahme abgegeben und darin deutlich gemacht, dass wir als Folge der geplanten neuen Mangfallbrücke eine Zunahme des Verkehrs in Richtung Autobahn befürchten", sagte Schönauer. "Wir haben der Nachbargemeinde Bruckmühl damals geschrieben, dass schon jetzt die teils zu enge Irschenberger Ortsdurchfahrt mit täglich 10.000 Fahrzeugen völlig überbelastet ist", erinnerte der Bürgermeister.

Irschenberg nimmt Bruckmühl in Pflicht

Nach Angaben von Schönauer weisen drei Viertel der Fahrzeuge, die durch Irschenberg fahren, ein Rosenheimer Kennzeichen auf. Insbesondere sei zu befürchten, dass der jetzt schon stark vorhandene Schwerlastverkehr in Richtung Autobahnanschlussstelle Irschenberg weiterhin zunehmen werde. Gerade hier sieht Schönauer den Nachbarn in der Pflicht: "Die Marktgemeinde Bruckmühl sollte den Widerstand gegen die beantragte Längenbeschränkung für Lkw auf elf Meter an der MB I ab Götting in Richtung Irschenberg aufgeben und dem Aufstellen der entsprechenden Hinweisschilder endlich zustimmen", sagte Schönauer gegenüber seinen Gemeinderäten.

Dem Vorwurf seines Bruckmühler Amtskollegens Franz Heinritzi ("Gewerbe ja, Straßen nein"), hält Schönauer entgegen, dass die Irschenberger Gewerbegebiete Salzhub und Buchbichl bereits aufgrund ihrer Lage - in der Nähe der Autobahn - an der richtigen Stelle geplant worden seien.

me/Mangfall-Bote

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