"Gewürze sind keine Dinosaurier"

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Rosenheim  - „Gewürze – Sinnlicher Genuss. Lebendige Geschichte.“ Das Ausstellungszentrum Lokschuppen präsentiert ab heute die würzigste Ausstellung der Welt und bietet eine spannende Entdeckungsreise für Jung und Alt. **Neu: Interview mit Sternekoch Alfons Schuhbeck**

Für die spanischen Eroberer waren sie „das grüne Gold“, die Araber nannten sie den „Duft des Paradieses“. Gewürze haben die Weltgeschichte verändert, Menschen reich und unsere Küche vielseitiger gemacht. Passend zur Landesgartenschau 2010 widmet ihnen das Ausstellungszentrum Lokschuppen in Rosenheim eine einzigartige Ausstellung. Unter dem Titel „Gewürze – Sinnlicher Genuss. Lebendige Geschichte.“ entführt der Lokschuppen auf eine spannende Reise in die Zeit und Welt der Gewürzhändler, Eroberer und Naturforscher. Der Besucher wird selbst zum Entdecker und sieht, riecht, schmeckt, hört und fühlt die Geschichte und Vielfalt der Gewürze wie nie zuvor. Kurator der Ausstellung ist der Münchner Historiker Dr. Frank Holl, verantwortlich für den sinnlichen Genuss ist Sternekoch Alfons Schuhbeck. Die Ausstellung läuft vom 25. März bis zum 10. Oktober 2010.

Es ist die würzigste Ausstellung, die die Welt je gesehen, geschmeckt und erschnuppert hat. In ihr reisen die Besucher in die Zeit und Welt der Gewürzhändler, Eroberer, Naturforscher und der lukullischen Köstlichkeiten des Erdballs. Sie erleben die Geschichte und Entdeckungen rund um das Thema erstmals in einer Ausstellung mit all ihren Sinnen. Sie können die Gewürze riechen, anfassen, probieren und sogar als lebende Pflanze bestaunen. Es waren Gewürze, die von 1519 bis 1522 zur ersten Weltumsegelung führten: Ziel von Ferdinand Magellan und Juan Sebastián Elcano war es damals, die Westroute über den Pazifik zu den Gewürzinseln in Südostasien zu finden. Händler und Seefahrer, die das Glück hatten, lebendig in ihre Heimat zurückzukehren wurden durch Pfeffer, Zimt, Muskat, Nelken, Chili und Vanille zu steinreichen Leuten.

Reise durch die Welt der Gewürze

Einzigartige Original-Exponate machen die Gewürz-Ausstellung zu einem unvergesslichen Erlebnis. Glanzstücke sind unter anderem zwei altägyptische Pharao-Skulpturen aus dem 15. Jahrhundert vor Christus: die der Königin Hatschepsut und von Thutmosis III., die die ersten Gewürzexpeditionen unternahmen. Die Bedeutung der Gewürze für das alte Griechenland zeigt die Nachbildung der Fresken von Akrotiri (Santorin) mit Szenen der Safranernte. Zu bestaunen sind auch mittelalterliche Pestmasken, die das einst mit Gold aufgewogene Muskat enthielten. Die Besucher lernen Nürnberger Gewürzhändler, die sogenannten „Pfeffersäcke“, kennen, aber auch portugiesische Entdecker, englische Piraten und holländische Seefahrer. Historische Gemälde künden vom Krieg um die Gewürze, von Seeschlachten, Händlern und exotischen Häfen. Ein besonderes Highlight ist der originalgetreue Nachbau des Schiffsinneren des portugiesischen Gewürzseglers "Bom Jesus" von 1533, dessen Wrack erst kürzlich vor der namibischen Küste entdeckt wurde.

Eindrücke aus der neuen Ausstellung im Lokschuppen

Rundgang über die Gewürze-Austellung

Sowohl in der Konzeption, als auch in der Gestaltung geht diese Ausstellung neue Wege. Die einzigartige Ausstellungsgestaltung entwerfen die Bozener Architekten der „Gruppe Gut Gestaltung“ mit Uli Prugger und Alfons Demetz. Für den sinnlichen Genuss in der Ausstellung sorgen interaktive Gewürzstationen. Hier können Gewürze mit allen Sinnen erlebt werden: Die Besucher können sie nicht nur riechen und probieren, sondern sogar akustisch genießen. Erstmalig gelang es dem Saxophonisten Mulo Francel von der Gruppe Quadro Nuevo und der Harfenistin Evelyn Huber, Gewürze in Musik zu verwandeln.

Spektakulär sind auch die exklusiven Genussführungen, die nicht nur für Gewürzliebhaber außerhalb der regulären Öffnungszeiten buchbar sind. Zu ausgewählten Gewürzen gibt es von Alfons Schuhbeck kreierte kulinarische Köstlichkeiten. Der Gewürzexperte unter den Sterneköchen organisiert zudem unvergessliche, auf das Gewürzthema ausgerichtete Firmenevents. Sonderveran-staltungen wie Showcooking und Kochkurse runden das Angebot ab. Der Starkoch ist zudem für den großen Gewürzbasar, die eigens für die Ausstellung entwickelten Kochrezepte und das gastronomische Angebot verantwortlich. Sowohl Schuhbecks würzige Gerichte, als auch seine Eis- und Schokoladespezialitäten können auch ohne Eintritt in die Ausstellung erlebt werden, zumal der Rundweg der Landes-gartenschau direkt zur Erlebnisausstellung führt.

Mit einem umfangreichen museumspädagogischen Programm ist die „würzigste Ausstellung der Welt“ ein attraktiver und spannender außerschulischer Lernort für Kindergärten und Schulklassen. Wissenschaftlich begleitet wird sie vom Staatlichen Museum für Völkerkunde München. Dank international renommierter Museen, staatlicher Sammlungen und angesehener Wissenschaftler entstand eine noch nie dagewesene Wissensausstellung rund um die Gewürze mit dem Prädikat „absolut sehenswert“.

„Gewürze – Sinnlicher Genuss. Lebendige Geschichte.“

25. März bis 10. Oktober 2010,

geöffnet Mo - Fr 09 – 18 Uhr,

Sa., So. Feiertage 10 – 18 Uhr Ausstellungszentrum Lokschuppen,

Rathausstraße 24, 83022 Rosenheim Tel. 0049- (0) 08031 / 3659036, Fax 0049-(0)8031 / 365 90 30,

Email: lokschuppen@rosenheim.de,

Internet: www.lokschuppen.de

Pressemeldung Ausstellungszentrum Lokschuppen

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