Hans Hofer als Bürgermeister bestätigt

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Sorgfältig wurden die Stimmzettel ausgezählt

Bad Feilnbach - Keine Überraschung ist der Wahlsieg von Hans Hofer (Freie Wähler), er war als einziger Kandidat angetreten. Bemerkenswert aber: Er erhielt 93,6 Prozent der Stimmen.

Hans Hofer im Interview bei Radio Charivari:

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Kurioses am Rande: Bei den Alternativ-Vorschlägen für den Chefsessel im Feilnbacher Rathaus schlug ein Bürger Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern München vor.

Bürgermeister Hofer: "Ich freue mich über die starke Bestätigung"

Hoeneß war dabei nur einer von insgesamt 129 Alternativ-Vorschlägen, die Bürger ins Rennen um das Bürgermeisteramt schickten. "Alles reibungslos gelaufen", so lautete das Fazit von Wahlleiter Josef Mayr gegenüber unserer Zeitung. Ihm oblag es auch, kurz vor 20 Uhr, den Wartenden im Rathaus, darunter Hofer mit Familie, das Wahlergebnis zu verkünden.

So groß die Freude über die breite Resonanz zu seiner Wiederwahl bei Hofer auch war, ein "Haar in der Suppe" ist dabei die geringe Wahlbeteiligung. Sie lag - gemäß dem vorläufigen Ergebnis - bei lediglich 34,2 Prozent. Dies könnte aber nach Angaben von Mayr zwei Gründe haben: "Bei nur einem Kandidaten ist die Wahlbeteiligung prinzipiell geringer und zum anderen gab es gestern den ganzen Tag über Glatteis in der Kommune." Dies könnte einige potenzielle Wähler abgehalten haben, den Gang an die Wahlurne anzutreten.

So entschieden von den 6049 Stimmberechtigten 2008 Bürger über die Zukunft der Gemeinde. 1879 Stimmen entfielen dabei auf Hofer. Ungültige Stimmzettel gab es dabei 61. Wie berichtet, hatten bis Freitag rund 300 Bürger per Brief gewählt.

Das beste Ergebnis mit 97,21 Prozent fuhr Hofer dabei im Wahllokal 5 in Au - "seinem" Heimatort ein. Am wenigsten Stimmen - 88,03 Prozent - erhielt er aus Dettendorf. "Doch auch hier freue ich mich über die starke Unterstützung", so Hofer noch am gestrigen Wahlabend gegenüber unserer Zeitung. In den vergangenen Jahren seien in Dettendorf zahlreiche Entscheidungen wie Dorferneuerung und Feuerwehrauto zu treffen gewesen, welche den Bürgern unter den Nägeln brennen und dementsprechend emotionsgeladen seien.

Das für ihn überwältigende Ergebnis von 93,6 Prozent sieht er als Bestätigung für seine geleistete Arbeit als Bürgermeister in den vergangenen sechs Jahren und gleichzeitig als zusätzliche Motivation für die kommende Amtsperiode. "Es ist einiges zu tun. Wir müssen die Ärmel hoch krempeln. Volle Kraft auch weiterhin für Bad Feilnbach", gab er noch am Wahlabend als Losung aus.

Am wenigsten Wähler konnten im Wahllokal 3 in der schule Bad Feilnbach mobilisiert werden. Gerade einmal 20,56 Prozent der Stimmberechtigten beteiligten sich. Die höchste wiederum mit 43,88 Prozent gab es in Kematen.

Dem eigentlichen Amtsantritt am 15. März sieht er gelassen entgegen. Es werde ganz normal weitergearbeitet. Bis 2018 hat Hofer nun den Chefsessel im Rathaus inne. Als nächstes stehen dann 2014 - wie in allen Bayern-Gemeinden - die Kommunalwahlen für den Gemeinderat an.

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