Hauptschule Feldkirchen: Neues Verbundangebot liegt vor

Feldkirchen-Westerham - Vor einem Jahr hat die bayerische Staatsregierung beschlossen, dass die Hauptschulen zu Mittelschulen weiterentwickelt werden. Dies soll bei kleineren Hauptschulen mittels Verbünden erfolgen.

Bisher steht nur fest, dass auf freiwilliger Basis wegen der rückläufigen Schülerzahlen mehrere der bisherigen Standorte zu einem Schulverbund zusammengeführt werden sollen.

Die Gemeinde will die seit der Einführung des M-Zuges mit der Hauptschule Bruckmühl bestehende Kooperation auch auf die Mittelschule übertragen.

Ein von der "Pro Bürger"- Fraktion eingereichter Antrag zur Weiterbehandlung hat die Diskussion wieder aufleben lassen.

Bis vor kurzem stand fest, dass der Schulverband Feldkirchen-Westerham, zu dem mit einem Anteil von unter zehn Prozent auch die Gemeinden Aying und Weyarn gehören, kein weiterer Kooperations-Partner hinzukommen sollte.

Jetzt ist im Rathaus von Feldkirchen-Westerham ein Schreiben der Gemeinde Brunnthal eingegangen. Inhalt: Beide Kommunen sollten sich im Zusammenhang mit der geplanten Mittelschule über einen gemeinsamen Schulverbund Gedanken machen.

Offenbar sind auch in diesen Gemeinden die Schülerzahlen stark rückläufig, sodass eine Mittelschule mit den Schwerpunkten Technik, Wirtschaft und Soziales nur mit Kooperationspartnern betrieben werden könne.

Bürgermeister Bernhard Schweiger und auch der Gemeinderat ließen keinen Zweifel aufkommen, dass an der bewährten Partnerschaft mit der Marktgemeinde Bruckmühl und ihrer Justus-von-Liebig-Schule in Heufeld festgehalten werden sollte.

Dennoch wurde "Pro-Bürger"-Sprecher Franz Bergmüller in seiner Meinung, das Schreiben aus Brunnthal ernst zu nehmen, von mehreren Ratsmitgliedern unterstützt. "Wir sollten uns zur Stärkung des Haupt- oder Mittelschul-Standortes alle Optionen offen lassen", ist die Ansicht von Christof Langer (Grüne) und Günter Rutz (CSU). Freilich wurde gleich eingangs der Diskussion die große Entfernung zu Brunnthal als logistisches Hindernis bezeichnet, das den Schülern kaum zugemutet werden könne.

Der Ayinger Bürgermeister Hans Eichler sagte wenige Tage später in der Schulverbandsversammlung, dass er dieses Schreiben aus Brunnthal selbstverständlich kenne, seine Gemeinde aber derzeit noch am Schulverband Feldkirchen-Westerham festhalten wolle.

"Alle Optionen noch offen lassen"

"Kein Geheimnis ist, dass ein Teil der Gemeinde Aying in Richtung Feldkirchen-Westerham, ein anderer in Richtung Höhenkirchen-Siegertsbrunn tendiere", sagte der Rathauschef der Nachbargemeinde und weiter: "Unser Gemeinderat hat sich mit diesem Thema noch nicht so intensiv beschäftigt, dass eine klare Richtung erkennbar wäre." Aber auch er riet dazu, zur Sicherung des Standortes Feldkirchen-Westerham alle Optionen offen zu halten.

me/Mangfall-Bote

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