Hochwasserschutz: Löwenanteil zahlt doch der Freistaat

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Der Hainerbach vom Vagenerau-Weg aus gesehen in Richtung Norden zur Mangfall

Bruckmühl - Hochwasserschutz entlang des Hainerbachs: Das Tauziehen zwischen der Markgemeinde und dem Freistaat Bayern hat ein Ende.

Gute Nachrichten für die Marktgemeinde Bruckmühl: Der Hochwasserschutz am Hainerbach geht nun doch zu einem Großteil zu Lasten des Freistaates. Die kommunale Beteiligung konnte auf Nachverhandeln der Gemeinde von 300.000 auf jetzt 90.000 Euro reduziert werden, was dem geschäftsführenden Beamten Rainer Weidner großes Lob quer durch die Fraktionen einbrachte.

Das zähe Ringen der Verwaltung mit dem Freistaat Bayern hat sich für die Gemeinde Bruckmühl gelohnt: Sie spart sich 210.000 Euro, die sie ansonsten für die Hochwasserschutzmaßnahme Hainerbach hätte berappen müssen. Diese positive Nachricht überbrachte Geschäftsführer Weidner dem Haupt- und Finanzausschuss in seiner jüngsten Sitzung.

Strittiger Punkt war: Was ist als Sanierung, was als Neubau (dann hat sich die Kommune mit 40 Prozent zu beteiligen) zu werten? Denn: Die Gemeinde vertritt die Ansicht, die Hochwassergefahr am Hainerbach ist durch den Rückstau der Mangfall begründet. Aus diesen Gründen hätte der Freistaat in den 50er-Jahren den Deich auch errichtet. Die Gemeinde wiederum sei bis dato lediglich für die Bachabkehr zuständig gewesen, weshalb eine vollständige Kostenbeteiligung an der Hochwasserschutzmaßnahme über 300.000 Euro als "nicht angemessen" abgelehnt wurde (Beschluss im Marktgemeinderat).

Das bayerische Umweltministerium ließ sich letztendlich doch überzeugen und zeigte sich nun mit der bereits von Seiten des Wasserwirtschaftsamtes Rosenheim angesetzten Summe von rund 90.000 Euro einverstanden. Wie Weidner weiter informierte, soll die Hochwasserschutzmaßnahme entlang des Hainerbaches bis zum Herbst fertig gestellt werden, die Genehmigung des Landratsanmtes ging gestern bei der Gemeinde ein.

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