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Bürgermeister Richard Richter im Gespräch

Bruckmühl: Höglinger Riviera soll schöner werden – weitere Pläne der Gemeinde fürs neue Jahr

Bild von Liegewiese, Bürgermeister Richard Richter
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„Wir wollen die Höglinger Weiher endlich zu einem attraktiven Naherholungsgebiet entwickeln.“

Noch hängen an den Wänden nicht alle Bilder, sind die Flure verwaist. Doch das neue Jahr hat für die Bruckmühler Verwaltung im Übergangsdomizil „Alte Wolldecke“ begonnen. Was das Jahr für die Marktgemeinde bringt, erklärt Bürgermeister Richard Richter im Interview.

Herr Richter, ist der Umzug geglückt?

Richard Richter: Ja, und das war wirklich eine unglaubliche Leistung meines Teams, des Umzugsunternehmens und der EDV. Unsere Verwaltung war wie geplant nach nur drei Umzugstagen am 12. Januar arbeitsfähig. Noch werden zwar Möbel gerückt, um die Büros nach eigenem Gusto zu gestalten. Noch stehen auch ein paar Kartons in den Fluren. Ein einziger Karton hat etwas länger gebraucht, um an sein Ziel zu kommen. Ich kann nur sagen: Respekt!

Die Corona-Pandemie zwingt Sie trotzdem dazu, die Türen für die Öffentlichkeit weiter verschlossen zu halten.

Richard Richter: Die Bürger dürfen weiterhin leider nur mit einem Termin ins „neue Rathaus“ kommen. Wir versuchen, so viel wie möglich telefonisch zu klären. Viel schlimmer ist doch aber, was unsere Bürger im Lockdown in ihrem Alltag aushalten und stemmen müssen. Das zehrt an den Nerven. Allen ist klar, dass wir die Infektionswelle durchbrechen müssen, aber die Menschen brauchen eine Perspektive. Viele Eltern sind mit ihrer Kondition beinahe am Ende. Jeder sehnt sich nach einem Hauch von Normalität und sei es nur, dass Oma und Opa wieder gemeinsam zu Besuch kommen dürften.

Glauben Sie, dass in diesem Jahr Feste gefeiert werden?

Richard Richter:Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir schon wieder Großveranstaltungen durchführen dürfen. Man muss die Impffortschritte abwarten. Doch ein Erfolg wäre es schon, wenn wir ein paar Erleichterungen im Alltag erreichen könnten, wenn die Gaststätten wieder öffnen, und wir eine normale Biergartensaison erleben dürften.

Die Pandemie hat in der Marktgemeinde eine große Welle an Solidarität ausgelöst.

Richard Richter: Es hat mich unglaublich gefreut, dass in allen Ortsteilen Feuerwehren, First Responder, Vereine, Organisationen und Kirchen sofort geholfen haben. Das war vor allem im ersten Lockdown wichtig, denn keiner war darauf vorbereitet. Das ist für mich ein Zeichen dafür, dass das soziale Gewissen in unserer Marktgemeinde ausgeprägt ist, und wir hier miteinander und nicht nebeneinander leben.

Trotz der Pandemie ist in Bruckmühl viel erreicht worden. Was sind Ihre 2020er Highlights?

Richard Richter: Allein die Entwicklung an der Kirchdorfer Straße ist ein gewaltiger Meilenstein mit überregionaler Ausstrahlung für uns. Das neue Biomasseheizkraftwerk ist von unschätzbarem Wert für die Energiewende in unserer Marktgemeinde.

Das BRK-Gebäude als neues Domizil für die First Responder ist nicht nur eine Wertschätzung der ehrenamtlichen Helfer, sondern auch eine Wertschöpfung für die gesamte Gemeinde. Ich freue mich, dass wir für die Jugend einen neuen Treff eröffnen konnten. Nebenan entstehen für unsere muslimischen Mitbürger Gebetsräume.

Der Spatenstich für die Fachklinik für Geriatrische Rehabilitation ist erfolgt. Gleich nebenan wurden zwei Mehrfamilienhäuser mit 24 geförderten Wohnungen bezogen.

Das Altenheim ist aus seinem bisherigen Quartier in einen modernen Neubau umgezogen. Dass das mitten in der Corona-Pandemie ohne Komplikationen möglich war, kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Wir haben unser Pflegeheim in wirklich gute Hände übergeben. Das freut mich ganz besonders.

Den Gebäudekomplex aus ehemaligem Krankenhaus, Altenheim und Volksmusikarchiv wird die Regierung Oberbayern nun in ein modernes Zentrum für Volksmusik, Literatur und Popularmusik umwandeln. Im Quartier der Kirchdorfer Straße ist wirklich unheimlich viel passiert.

Ein Blick über die Kirchdorfer Straße hinaus.

Richard Richter: Mit der Inbetriebnahme des Trinkwasserbrunnens in Götting und der Wasseraufbereitungsanlage am Hochbehälter in Mittenkirchen haben wir die Trinkwasserversorgung unserer Marktgemeinde langfristig gesichert. Die Wohnanlage in Weihenlinden ist fertig, am Rübezahlweg und in der Justus-von-Liebig-Straße wurde der Grundstein für die Schaffung von weiteren bezahlbaren Wohnräumen gelegt.

Welches sind die Schwerpunkte dieses Jahres?

Richard Richter: Das Bürger- und Kulturhaus wird Gestalt annehmen. Mit dem Regenrückhaltebecken an den Berghamer Bächen verbessern wir den Hochwasserschutz. Wir werden die Weichen für ein neues Verkehrskonzept für Bruckmühl stellen. Der Investorenwettbewerb für die Rösnerwiese beginnt, vielleicht sogar schon der Bau der dortigen Kindereinrichtung.

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Ich möchte, dass wir unser Radwegenetz ausbauen. Wir wollen die Höglinger Weiher endlich zu einem attraktiven Naherholungsgebiet entwickeln, und entscheiden, was dort möglich sein wird. Für alle Wünsche ist leider zu wenig Platz. Der Bebauungsplan für das Quartier „Alte Wolldeckenfabrik“ wird uns beschäftigen. Außerdem müssen wir hinsichtlich der Aussegungshalle in Hinrichssegen eine Entscheidung treffen.

Unser „altes Rathaus“ wird saniert und erweitert. Auch in diesem Jahr stehen wieder viele Weichenstellungen für die Zukunft unserer Gemeinde und die Lebensqualität unserer Bürger an. Es wird nicht langweilig in Bruckmühl.

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