1066 Gramm brachten den Sieg

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Maxlrain - Hans Schönauer aus Irschenberg heißt der Sieger des "Prominenten-Zupfa" beim fünften Maxlrainer Hopfazupfa-Fest. Für seine Gemeinde "erzupfte" der Bürgermeister 500 Euro Preisgeld für einen wohltätigen Zweck.

Auf den zweiten Platz kam Lorenzo Sartori, Bürgermeister aus Cavaion/Veronese, der Partnerstadt von Bad Aibling. Doch nicht nur Prominenz zupfte fleißig, auch viele Gäste nutzten die Gelegenheit, einmal den Hopfen per Hand in die "Hopfa-Kirm" zu zupfen.

Hopfazupfa-Fest

Begonnen hatte das fünfte Maxlrainer Hopfazupfa mit einem Erntedank-Gottesdienst im Freien. Anschließend lud die Schlossbrauerei alle zum Weißwurst-Frühstück an Deutschlands südlichstem Hopfengarten ein. Dazu spielte eine kleine Besetzung der Harthauser Musi.

Ebenfalls ganztägig im Einsatz war Karl Hausinger, Gstanzl-Sänger aus der Hallertau, der mit Fachwissen und Humor durch das Programm führte. Dabei fehlte auch das "Derblecken" der örtlichen Prominenz nicht.

Erster Höhepunkt des Tages war dann der Einzug der "Promi-Zupfa" zusammen mit den Vertretern der Brauerei und aus dem Hopfenanbaugebiet Hallertau mit ihrer Hopfenprinzessin Eva Leppmaier, Maxlrains Repräsentantin Katharina II. sowie aller übrigen "Zupfer".

Unter Vorantritt der Musik und der Festkutsche bewegte sich der Zug vom Bräustüberl kommend auf das inzwischen gut gefüllte Festgelände und die Besucher sparten nicht mit Beifall. Inzwischen hatte auch das Ausstellungszelt geöffnet, in dem sich die Gäste anhand von Leihgaben aus dem Hopfenmuseum Wolnzach über die Geschichte des Hopfens und dessen Anbau informieren konnten.

Davor boten Bäuerinnen Hopfenkränze und Sträuße an und wer wollte konnte gleich eine ganze Hopfenranke mit nach Hause nehmen. Gestärkt aus der Festküche von Andreas Gigglinger sowie mit dem Maxlrainer Gerstensaft begab sich denn die Prominenz ans "Zupfa". Fein säuberlich standen die neuen "Hopfakirm" wie ein altes Hopfazupfa-Lied besagt, auf der Bühne und nun galt es innerhalb drei Minuten möglichst viele der weiblichen Hopfendolden (nur diese finden zum Bierbrauen Verwendung) hinein zu bringen.

Fleißig spekuliert wurde wer wohl der Gewinner sein würde. Peter Kloo aus Kolbermoor wurde ebenso zum Favoritenkreis gezählt wie Tuntenhausens Bürgermeister Otto Lederer. Beide hatten das "Zupfa" schon einmal gewonnen, gingen diesmal jedoch leer aus. Lorenzo Sartori, der das Zupfa ebenfalls schon gewonnen hatte, musste sich mit seinen 642 Gramm Hopfen diesmal nur Hans Schönauer geschlagen geben, der 1066 Gramm gezupft hatte. Die weiteren Bürgermeister, Felix Schwaller aus Bad Aibling, Bernd Feßler (Großkarolinenfeld), Vitus Gasteiger (Bad Feilnbach), Hubert Wildgruber (Oberaudorf), Michael Zistl (Feldkirchen-Westerham), Franz Heinritzi (Bruckmühl) und Josef Zistl (Baiern) zupften zwar fleißig, mussten sich aber geschlagen geben.

Außer Konkurrenz dann die "gekrönten Häupter": Maxlrains Bierkönigin und die Hallertauer Hopfenprinzessin zupften gemeinsam mit Prinzessin Anna von Lobkowicz.

Zwischen den einzelnen Durchgängen sorgten die Kolbermoorer Goaßlschnoizer für Unterhaltung und die jüngsten Festbesucher freuten sich über den Clown. Nachdem die Preise verteilt waren und auch alle übrigen "Zupfer" ihren Lohn sowie das traditionelle Hopfenmahl bekomme hatten, klang das Fest, das einmal mehr Günter Rott (nach eigenen Aussagen allerdings zum letzten Mal) organisiert hatte, aus.

uhe/Mangfall-Bote

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