"Hotel Meier" auf der Abbruchliste

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Dieser Anblick gehört bald der Vergangenheit an: Das ehemalige Hotel Meier soll abgerissen werden.

Bad Aibling - Abbruchstimmung an der Münchner Straße: Das ehemalige Hotel Meier wird dem Erdboden gleich gemacht, das Grundstück soll neu bebaut werden.

Der Bauausschuss befürwortete in seiner jüngsten Sitzung eine entsprechende Bauvoranfrage.

Seit rund sechs Jahren steht der große Gebäudekomplex an der Frühlingsstraße/Münchner Straße leer und verfällt zusehends. Und auch zuvor sei er nicht gerade eine Zierde gewesen, wie es Bürgermeister Felix Schwaller noch zurückhaltend ausdrückte. Nachdem der Hotelbetrieb Ende der 80er-Jahre eingestellt worden war, wurde das Gebäude zuletzt von der Regierung von Oberbayern als Asylbewerberheim genutzt.

Im Bauausschuss ist man froh, dass dieses von Bürgern mittlerweile als Schandfleck bezeichnete Gebäude nun endlich abgerissen werden soll. Wie das Gelände künftig genutzt wird und wie die Bebauung aussieht (Anfrage von Richard Lechner, SPD), steht Stadtbaumeister Andreas Krämer zufolge noch nicht fest.

Der Bauausschuss legte aber bereits fest, dass sich die nördliche Baugrenze (an der Münchner Straße) am jetzigen Bestand orientieren muss. Während in diesem Bereich eine maximale Wandhöhe von 10,50 Metern zulässig ist, wurde die südliche Bebauung auf eine Wandhöhe von maximal 8,50 Metern beschränkt.

Nach der Gesamthöhe erkundigte sich Dieter Bräunlich (ÜWG), dem es besonders wichtig erschien, dass dort nicht der Rahmen der umliegenden Bebauung gesprengt wird. Genaueres dazu kann man laut Krämer noch nicht sagen, da keine konkrete Planung vorliege.

Der Bebauungsplan "Südlich des Heckenweges" (vom Stadtrat gebilligt, aber ohne Rechtskraft) habe unterschiedliche Dachformen vorgesehen - und je nach Dachvariante könnten sich auch im vorliegenden Fall unterschiedliche Firsthöhen ergeben. Ein Gebäude mit der vorgegebenen Wandhöhe von 10,50 Metern könne durch ein Satteldach eine Firsthöhe von 14 Metern erlangen.

Auch ob die Tiefgarage für das Bauvorhaben ausreiche, hänge von der Nutzung ab, so Krämer auf die Frage von Richard Lechner.

Wie Bürgermeister Schwaller mitteilte, ist der Antragsteller bereit, eine zirka 120 Quadratmeter große Fläche im Bereich der Ecke Frühlingsstraße/Münchner Straße abzutreten. Dort ist die Errichtung eines kleinen Platzes geplant, der unter anderem die Aus- und Einfahrtsmöglichkeit des Verkehrs deutlich verbessern soll. Wie berichtet soll langfristig auch die Straße nach Süden verschwenkt werden, um so den Verkehr ein wenig zu bremsen.

Im Gegenzug zu der Grundabtretung soll der Eigentümer von der Stadt eine 105 Quadratmeter große Fläche entlang seiner nördlichen Grundstücksfläche erhalten. Dieser Tausch ist laut Schwaller jedoch erst dann möglich, wenn auch die Eigentümer nördlich der Münchner Straße bereit sind, bauliche Veränderungen ihrer Flächen durchzuführen. "Das ist allerdings im Moment nicht absehbar", so der Bürgermeister.

In seinen Beschluss nahm der Bauausschuss eine Grundstücksabtretung jedefalls mit auf. Zudem muss zum Bauantrag ein qualifizierter Freiflächengestaltungsplan eingereicht werden. Für den Einmündungsbereich Frühlingsstraße/Münchner Straße forderte das Gremium überdies eine verkehrstechnische Planung mit Nachweis der Fahrgeometrien in Abstimmung mit der Stadt.

Eva Langwieder (Mangfall-Bote)

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