Impfen oder nicht?

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Ampfing - Der Impfstoff gegen Schweinegrippe ist da. Trotzdem sind viele Menschen skeptisch. Soll man sich denn nun impfen lassen oder nicht? innsalzach24.de hat bei einem Facharzt nachgefragt.

„Jeder sollte sich in erster Linie die jährliche Grippeschutzimpfung geben lassen. Das sollte die Basis sein“, meint Stefan Feige, Facharzt für Innere Medizin aus Ampfing. Denn laut dem Arzt ist auch in der „normalen“ Grippeschutzimpfung schon ein Impfstoff gegen das H1N1-Virus mit drin. „Das bietet jetzt keinen 100-prozentigen Schutz, aber man hat zumindest eine gewisse Sicherheit.“

Bei Schwangeren sieht der Arzt das Hauptproblem, dass der Impfstoff nicht so verträglich sei. „Der Wirkstoff ist mit einem Verstärker gestreckt worden, darum vertragen ihn oft besonders Schwangere nicht so gut.“ Werdenden Müttern empfiehlt Feige darum, sich auch die jährliche Grippeschutzimpfung zu holen. „Für Risikoschwangere kann die Impfung gegen Schweinegrippe aber auch sinnvoll sein. Ich rate dann aber, sich in Österreich impfen zu lassen, weil dort ein besser verträglicher Impfstoff zur Verfügung steht.“

In seiner eigenen Praxis sei die Nachfrage nach der Schweinegrippe-Impfung verhaltend. „Der Impfstoff ist nicht in einzelne Ampullen gepackt, sondern eine Dosis reicht für zehn Impfungen und muss innerhalb von 24 Stunden verbraucht werden.“ Darum gibt es in der Ampfinger Praxis jede Woche einen Impftag, zu dem man sich anmelden kann. Leider würden meist Leute die Impfung wünschen, die gar nicht so gefährdet sind. „Es kommen überwiegend die über 60-Jährigen. Genau die jungen Leute aber, die in die Schule oder zur Uni gehen oder pendeln haben ein großes Risiko die Schweinegrippe zu bekommen.“ Diese würden aber meistens erst kommen, wenn sie bereits krank sind.

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Anette Mrugala

Rubriklistenbild: © Anette Mrugala

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