Info-Blatt kam Tage nach Baustart

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Bagger, Tunnel und Probleme: Die neue Baustelle der Bahn bereitet vielen Ostermünchnern Kopfzerbrechen.

Ostermünchen - Dass sich die Züge der Deutschen Bahn (DB) teilweise verspäten, ist in Ostermünchen bekannt. Auch in Sachen Bürgerinformation ticken die Uhren der Bahn anders. Denn:

Das Info-Blatt bezüglich der Lärmbelästigung wegen des Baustarts kam erst sechs Tage nach Beginn der Bauarbeiten. Doch das ist nicht das einzige DB-Problem der Ostermünchner.

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"Es ist eine Unverschämtheit, dass die Information erst am 17. Februar in unserem Briefkasten lag, obwohl die Bauarbeiten bereits am 13. Februar starteten", ärgert sich ein Anwohner, der in unmittelbarer Gleisnähe wohnt. Dieses Handeln sei besonders dreist, da das Blatt bereits am 23. Januar gedruckt worden sei. Er fände es mehr als angebracht, die Information einige Wochen vor Baustart an die Anwohner zu bringen. Insbesondere da der Bau bis Ende Dezember andauere.

Die Bewohner des Pfarrer-Wahner-Wegs wären indes froh gewesen, überhaupt eine "Vorwarnung" bezüglich der nächtlichen Baustelle in ihre Briefkästen zu bekommen. Zwar wohnen sie nicht in direkter Gleisnähe, aber durch die Schallverbreitung hören sie laut einer Anwohnerin besonders am Wochenende das nächtliche Hämmern quasi wie direkt im Schlafzimmer.

Neben der unzureichenden Informationspolitik ist auch die Umleitungssituation durch den Ortsteil Berg für dessen Bewohner nicht vorteilhaft. "Jeder Ostermünchner, der Richtung Bad Aibling will, fährt über Berg", erzählt eine zweifache Mutter. Dies sei besonders schlimm, weil sich die Autofahrer nicht an die vorgegebenen Geschwindigkeitsvorschriften halten würden und ein Kind schnell mal auf die Straße laufe.

Problematisch könnte sich auch das Miteinander zwischen Autofahrern und Kindern, die auf dem Weg zum SVO-Trainingsgelände sind, gestalten. Erfahrungsgemäß pilgern viele der Nachwuchssportler mit dem Rad zum Sportplatz in Berg. Hier könnte es leicht zu Staus und Behinderungen kommen.

Ein ganz anderes Problem hatte gestern ein Lkw-Fahrer mit der Umleitung über Berg: Sein Lastwagen war zu hoch für den neu gebauten Tunnel. Somit touchierte er mit seiner Ladefläche leicht die Tunnelkante. Gravierende Schäden waren jedoch vor Ort nicht zu sehen.

bok/Mangfall-Bote

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