Kinderdorf: Ilse Aigner übernimmt Vorsitz

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Bundesministerin Ilse Aigner (Zweite von rechts) und Karin Seehofer , Frau des Bayerischen Ministerpräsidenten (rechts), bei einem Rundgang durch das Caritas-Kinderdorf Irschenberg.

Irschenberg - Auf Wiedersehen, Alois Glück: Der Vorsitzende des Fördervereins für das Caritas-Kinderdorf in Irschenberg gab sein Amt an Ilse Aigner ab.

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Ilse Aigner übernimmt Vorsitz

Die Träne sei schnell getrocknet, gab Prälat Hans Lindenberger zu. Die "Träne" galt dem Abschied von Alois Glück (Landtagspräsident a.D.), der nach 22 Jahren sein Amt als Vorsitzender des Fördervereins für das Caritas-Kinderdorf in Irschenberg weitergab. Schnell getrocknet sei die Träne deshalb, weil Glück als Nachfolgerin die Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner gewinnen konnte, betonte Caritas-Direktor Lindenberger.

Seine Anerkennung fasste Lindenberger in deutliche Worte: "Es gehört schon ein besonderer Ruck dazu, so ein Amt anzunehmen, denn der Terminkalender einer Ministerin ist wirklich eng." Zur Amtsübergabe am gestrigen Montag empfing das Kinderdorf außer Alois Glück und Ilse Aigner auch Karin Seehofer , Frau des Bayerischen Ministerpräsidenten. Kinderdorfleiter Wolfgang Hodbod freute sich sehr über ihren Besuch und erklärte, sie setze damit eine lange Tradition fort. "Beinahe alle Ehefrauen der bayerischen Ministerpräsidenten waren schon bei uns zu Gast", so der Leiter. Bei der Feierstunde herrschte eine fröhliche Atmosphäre. Deutlich spürbar war, dass Alois Glück dem Caritas-Kinderdorf auf besondere Weise verbunden war. Lindenberger bestätigte ihm nicht nur großes Interesse an der pädagogischen Arbeit. Mit einem Lächeln erzählte er kleine Anekdoten aus den vergangenen zwei Jahrzehnten, etwa wie Glück dem Kinderdorf den ersten PC vorbeigebracht habe und dafür sorgte, dass bei Bußgeldern auf der nahe gelegenen Autobahn das Kinderdorf bedacht wurde.

Mit welchem Einsatz Glück die Aufgabe erfüllt habe, das Kinderdorf finanziell zu unterstützen, unterstrich Lindenberger mit einer beeindruckenden Zahl: 1,8 Millionen Euro habe der Förderverein unter dessen Vorsitz erwirtschaftet. Glück selbst gab zu, dass ihm der Einblick in das Leben im Kinderdorf eine "große persönliche Bereicherung" gewesen sei. Mit höchstem Respekt sehe er die Qualität der pädagogischen Arbeit und das Engagement, mit dem die Mitarbeiter des Kinderdorfes ihre Aufgaben erfüllten. Seiner Nachfolgerin Ilse Aigner wünschte er viel Freude mit ihrem Amt. Ilse Aigner und Karin Seehofer besuchten im Anschluss an den offiziellen Teil eine Familie des Kinderdorfes, wo sie im kleineren Kreis zu Kaffee und Kuchen eingeladen waren.

Im Rahmen des Rundgangs machten sie sich zudem ein Bild vom Gelände des Kinderdorfs und informierten sich über das Angebot an heilpädagogischen Förderstunden. Das Caritas-Kinderdorf Irschenberg unterstützt seit über 30 Jahren Kinder und Jugendliche in Notsituationen und bietet ihnen eine neue Heimat mit Fördermöglichkeiten. Derzeit leben rund 115 Kinder und Jugendliche in den Dorffamilien und damit oft zum ersten Mal in ihrem Leben in einem stabilen und zuverlässigen sozialen Umfeld.

cm/Mangfall-Bote

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