Zwischen Bernau/Chiemsee und Rastplatz Seehamer See

Tanklastzug verliert Eisentrichlorid: A8 wieder frei - Parkplatz bleibt gesperrt

Gefahrgut-Austritt aus Tanklastzug sorgt für Großeinsatz auf A8
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Nächtlicher Großeinsatz auf A8 (Salzburg - München) nach Gefahrgut-Unfall.

Rosenheim - Am Abend des 7. September verlor ein Tanklastwagen auf der A8 (Salzburg - München) ätzende Säure. Dies sorgte bis weit in die Morgenstunden für massive Behinderungen zwischen Bernau und dem Rastplatz Seehamer See.

Update, 11.15 Uhr - Hauptfahrbahn wieder frei, Fotos von Aufräumarbeiten

Wie die Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim soeben auf Nachfrage von rosenheim24.de bestätigte, wurde die Hauptfahrbahn der A8 in Richtung München wohl wieder für den Verkehr freigegeben. Derzeit müsse jedoch noch abgeklärt werden, ob auch der Standstreifen noch gereinigt werden muss, hier stünden die Reinigungsfirma und die Autobahnmeisterei derzeit in engem Austausch.

Weiterhin gesperrt bleibt wohl der Parkplatz Seehamer See, da dort das Wasserwirtschaftsamt weiter vor Ort ist. Die Dauer der Sperrung des Parkplatzes könne derzeit nicht abgeschätzt werden, so die Polizei.

Tanklastzug verliert Eisentrichlorid auf A8

Aufräumarbeiten Gefahrgut Parkplatz Seehamer See A8
Aufräumarbeiten am Parkplatz Seehamer See in Richtung München © jre
Aufräumarbeiten Gefahrgut Parkplatz Seehamer See A8
Aufräumarbeiten am Parkplatz Seehamer See in Richtung München © jre
Aufräumarbeiten Gefahrgut Parkplatz Seehamer See A8
Aufräumarbeiten am Parkplatz Seehamer See in Richtung München © jre
Aufräumarbeiten Gefahrgut Parkplatz Seehamer See A8
Aufräumarbeiten am Parkplatz Seehamer See in Richtung München © jre
Aufräumarbeiten Gefahrgut Parkplatz Seehamer See A8
Aufräumarbeiten am Parkplatz Seehamer See in Richtung München © jre
Aufräumarbeiten Gefahrgut Parkplatz Seehamer See A8
Aufräumarbeiten am Parkplatz Seehamer See in Richtung München © jre

Update, 8.55 Uhr - Pressemitteilung der Polizei

Die Pressemitteilung der Polizei im Wortlaut:

Am Montag, 7. September, gegen 19.25 Uhr wurde der Verkehrspolizei Rosenheim ein Tanksattelzug mitgeteilt, der größere Mengen an unbekannter Flüssigkeit aus seinem Tank verlor. Dieses Tankfahrzeug konnte durch eine Polizeistreife angehalten werden. Der 58-jährige Kraftfahrer aus Österreich slowenischer Abstammung bemerkte bei der Fahrt selbst nichts. Im weiteren Klärungsverlauf stellte sich heraus, dass die Autobahn auf insgesamt circa 42 Kilometern verschmutzt wurde.

Der Tankzug war mit etwa 25.500 kg Eisen(III)chlorid beladen. Dieser Stoff kann die Haut, Augen und Atemwege schädigen. Zudem kann es Metalle angreifen. Wieviel Flüssigkeit genau ausgetreten war, kann bislang abschließend nicht gesagt werden. Eine Überprüfung durch den angeforderten Gefahrguttrupp der Verkehrspolizei Rosenheim und der Feuerwehren ergab, dass eine nicht unerhebliche Menge aus einem Ventil der Druckleitung ausgetreten ist. Die Ermittlung der Ursache dauert an.

Das Gefahrgut sickerte unter anderem auf dem Parkplatz Seehamer See in verschiedene Kanäle sowie in ein Auffangbecken. Das Wasserwirtschaftsamt wurde aus diesem Grund verständigt. Zudem waren zahlreiche Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren sowie als Fachberater die Werksfeuerwehr Gendorf vor Ort. Der Parkplatz musste zudem komplett geräumt werden.

Der rechte Fahrstreifen der A8 wurde auf einer Länge von etwa 42 Kilometern bis in die Morgenstunden gesperrt. Die Autobahnmeistereien Holzkirchen sowie Rosenheim mussten eine Firma für die Reinigungsmaßnahmen beauftragen. Bislang meldete sich ein Geschädigter aus Schleife in Sachsen, der sich mit seinem Sattelzug, parkend auf dem Parkplatz befand. Verletzt wurde aber bislang niemand. Gegen den Fahrer des Tankzuges wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Pressemitteilung Verkehrspolizei Rosenheim

Update, 8.29 Uhr - Video zeigt aufwendigen Einsatz

Dass die Reinigungsarbeiten aufwendig sind und viel Personal erfordern, zeigt das Video eines Lesers, der dieses am frühen Morgen an rosenheim24.de übermittelt hat. Es zeigt den Einsatz mit sehr vielen Fahrzeugen am späten Montagabend auf der A8 im Bereich von Bad Aibling.

Update, 7.53 Uhr - Reinigungsarbeiten schreiten voran

Die Reinigungsarbeiten auf der A8 (Salzburg - München) schreiten weiter voran. Gegen 7.40 Uhr konnte die Sperrung des rechten Fahrstreifens laut Verkehrsmeldungen nun auf den Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Bad Aibling und Rastplatz Seehamer See beschränkt werden.

Update, 6.39 Uhr - Ladungsverlust vom Fahrer unbemerkt

Zunächst war unklar, um welchen Stoff es sich genau handelte, den der Tanklastwagen am Abend auf der Autobahn verlor. Später war dann von Eisen-III-Chlorid die Rede. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd sprach in seiner Vorausmeldung am späten Abend lediglich von einem vom Fahrer unbemerkten Verlust der Ladung, die zu einer Verunreinigung der rechten Fahrspur führte.

In der Nacht waren zunächst sogar alle Anschlussstellen zwischen Bernau und Irschenberg blockiert. Auch war der rechte Fahrstreifen über die gesamte Länge komplett gesperrt. Inzwischen sind die Reinigungsarbeiten so weit fortgeschritten, dass derzeit nur noch der Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Rosenheim-West und dem Parkplatz Seehamer See betroffen ist. "Bitte umfahren Sie dieses Gebiet großräumig! Sobald die Autobahn wieder frei befahrbar ist, wird nachberichtet", hieß es seitens des Polizeipräsidiums.

Die Erstmeldung:

Wegen der laufenden Reinigungsarbeiten war gegen 6 Uhr immer noch der rechte Fahrstreifen zwischen der Anschlussstelle Rosenheim-West und dem Parkplatz Seehamer See in Fahrtrichtung München gesperrt. Zudem sind laut dem Verkehrsportal bayerninfo.de auch die dazwischen liegenden Ein- und Ausfahrten - abgesehen von der Anschlussstelle Bad Aibling - immer noch blockiert.

Wie lange die Sperre noch anhalten wird, ist derzeit unklar. Die Verkehrsmeldungen von rosenheim24.de halten Euch auf dem Laufenden. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd hatte am späten Montagabend bereits in der Vorausmeldung auf den Fall aufmerksam gemacht.

mda

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