"Wir haben viele loyale Spender"

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Dorfleiter Wolfgang Hodbod Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, Adolf Dinglreiter, Verwaltungsleiter Hannes Klapos

Irschenberg - Ilse Aigner, Vorstandsvorsitzende des Fördervereins Caritas Kinderdorf, zog bei der Mitgliederversammlung eine positive Bilanz:

Die Mitgliederversammlung des Fördervereins Caritas Kinderdorf Irschenberg e.V. konnte bei seiner Sitzung im Münchner Stammhaus der Caritas eine überaus positive Bilanz ziehen. 2012 konnte der Verein erstmals über 100.000 Euro an Spenden einnehmen. „Wenngleich wir in diesem Jahr diese Zahl aller Voraussicht nach nicht erreichen werden, freuen wir uns, dass wir so viele loyale Spender haben, so Dorfleiter Wolfgang Hodbod.

"Während andere Einrichtungen einen Rückgang der Spenden verzeichnen, wenn Katastrophen wie das Hochwasser in Deutschland oder jetzt der Taifun auf den Philippinen die Schlagzeilen dominieren, denken unsere Gönner auch in diesen Zeiten an das Kinderdorf."

Der 1972 gegründete Förderverein mit seinen 150 Mitgliedern und rund 700 regelmäßigen Spendern erwartet in diesem Jahr eine besondere Grenze zu knacken: Insgesamt zwei Millionen Spendeneinnahmen innerhalb von 41 Jahren (davon 50 Prozent in den letzten zehn Jahren) sollen es bis zum Jahresende werden. Seit 1997 ist es möglich, mit einem Beitrag ab zwei Euro pro Monat Mitglied im Förderverein zu werden. Seit dieser Zeit stieg die Zahl der Mitglieder und entsprechend der Einnahmen in jedem Jahr kontinuierlich an.

Die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, Vorstandsvorsitzende des Fördervereins, führte durch die Mitgliederversammlung. Nach der Entlastung des Vorstandes standen dessen Neuwahlen an. Den Vorsitz übernimmt wieder die Ministerin, Geschäftsführer bleibt Dorfleiter Wolfgang Hodbod.

Auch die drei Beisitzer wurden einstimmig wiedergewählt: Schwester Henriette, Hanna Stützle und Prälat Hans Lindenberger. Ilse Aigner dankte dem scheidenden Schatzmeister, dem ehemaligen Landtagsabgeordneten Adolf Dinglreiter, für seine Arbeit. Er hatte das Amt seit 1997 inne und vermittelte dem Förderverein die Spendenaktion Leser helfen Leser des Miesbacher Merkurs und Oberbayerischen Volksblatt, die dem Kinderdorf im vorletzten Jahr 55.000 Euro einbrachte.

Dieses Geld wurde 2012 in die energetische Sanierung der 40 Jahre alten Kinderdorfhäuser verwendet, die der Förderverein mit 203.000 Euro unterstützte, die höchste Einzelausgabe in der Geschichte des Vereins. Die Funktion des Schatzmeisters übernimmt in Zukunft Felix Stahl, ein ehemaliges Kinderdorfkind. Neu aufgenommen wurde Florian Lintz, der sich ehrenamtlich insbesondere um die Öffentlichkeitsarbeit und das Marketing kümmern wird.

Die Mitgliederversammlung dankte Ilse Aigner für ihre Spende in diesem Jahr. Die Spenden an den Förderverein finden beispielsweise Verwendung zur Anschaffung neuer Haushaltsgeräte für die zwölf Kinderdorffamilien (7.500 Euro), für Telefon und Internet (2800 Euro) sowie Zeitungsabonnements (850 Euro), für Freizeit, Beruf und Bildung der Jugendwohngruppe (600 Euro) und das betreute Wohnen in Rosenheim (1000 Euro). In diesem Jahr wurden mit den Spenden einmalig das Pony Projekt des sonderpädagogischen Förderzentrums Irschenberg mit 6000 Euro unterstützt und die Sanierung des Theatron auf dem Spielplatzgelände des Cartias Kinderdorfs mit 15.000 Euro bezuschusst.

Derzeit beherbergt das Kinderdorf Irschenberg über 100 Kinder und Jugendliche in zwölf Kinderdorffamilien. Die Mädchen und Buben wurden dem Kinderdorf von den Jugendämtern anvertraut, da sich ihre Eltern nicht ausreichend um deren Wohl und Erziehung kümmern können. Das 1972 gegründete Kinderdorf mit seinem sozialpädagogischen Förderzentrum und seiner heilpädagogischen Tagesstätte stellt alle notwendigen Hilfen zur Förderung und Erziehung der betroffenen Kinder zur Verfügung.

Pressemitteilung Caritas Kinderdorf Irschenberg

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