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Caritas Kinderdorf Irschenberg

Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderdörfer tagt in Irschenberg: Lobby für Kinder und deren Familien

Leiterinnen und Leiter von Kinderdörfern aus ganz Deutschland trafen sich zum fachlichen Austausch im 50. Jubiläumsjahr des Caritas Kinderdorfs in Irschenberg
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Gut gelaunt bei der Jahrestagung der BAG Kinderdörfer in Deutschland: Leiterinnen und Leiter von Kinderdörfern aus ganz Deutschland trafen sich zum fachlichen Austausch im 50. Jubiläumsjahr des Caritas Kinderdorfs in Irschenberg.

Irschenberg - Die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) der Kinderdörfer in Deutschland hat sich in Irschenberg zu einer Tagung getroffen.

Die Meldung im Wortlaut

Die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) der Kinderdörfer in Deutschland trifft sich einmal jährlich zu einer Tagung, um sich über aktuelle Entwicklungen und Tendenzen in der  Jugendhilfe auszutauschen und die Kooperation der Kinderdörfer untereinander zu  fördern. In diesem Jahr war das Caritas Kinderdorf, das 2022 sein 50-jähriges Bestehen  feiert, Gastgeber des Forums. 

Vom 27. bis 28. April tagten die Leitungen von rund 20 Einrichtungen unterschiedlicher Träger sowie Vertreterinnen und Vertreter der BAG-Geschäftsstellen in Irschenberg. Die Einrichtungsleitungen thematisierten in Gruppenarbeiten die aktuellen Herausforderungen und wichtigen Fragestellungen in den Kinderdörfern, um auch in Zukunft die Qualität der Erziehung in Lebensgemeinschaften im Bereich der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe zu sichern und weiterzuentwickeln.  

Die BAG Kinderdörfer wurde 1978 als Interessensvertretung der Kinderdorfarbeit in politischen und fachlichen Gremien sowie Wohlfahrtsverbänden gegründet. Derzeit werden dort mehr als 3.300 Kinder und Jugendliche von ihnen betreut. Deshalb ist es ihr  auch wichtig, zu Veränderung im Gesetzgebungsverfahren der Jugendhilfe und anderer relevanter Gesetze Stellung zu nehmen und gemeinsam auf diese zu reagieren. So hat der Bundesrat im Mai 2021 einem neuen Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG)  zugestimmt.

Prof. Dr. Jan Kepert von der Hochschule Kehl beleuchtet für die Gäste die Konsequenzen des neuen Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes (KJSG) und andere rechtlich relevante Aspekte für die Jugendhilfeeinrichtungen.

Die Reform des SGB VIII sieht u. a. vor, dass Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung in Zukunft unter die Kinder- und Jugendhilfe fallen. Bisher waren Kinder- und Jugendhilfe und Eingliederungshilfe getrennte Systeme. Was die Reform des SGB VIII bedeutet, welche Auswirkungen und Entwicklungsmöglichkeiten sie für die Kinderdörfer bedeutet, wurde in einem Impulsvortrag mit anschließender Diskussion behandelt. Als Experte wurde dazu der externe Referent Prof. Dr. Jan Kepert hinzugezogen, der seit 2011 Professor der Hochschule Kehl an der Fakultät Rechts- und Kommunalwissenschaften ist. Im Anschluss an den Vortrag verständigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über neue Angebotsformen und pädagogischen Standards in diesem Bereich.

Dr. Klaus Esser ist Mitglied im ständigen Ausschuss der BAG Kinderdörfer in Deutschland, Vorsitzender des Bundesverbandes Caritas Kinder- und Jugendhilfe e.V. (BvkE) und Geschäftsführer der Bethanien Kinderdörfer. Er äußerte sich wie folgt: „Wir haben uns als Kinderdorfleiter und -träger mit den Fragestellungen befasst, die die rechtliche Veränderung der Kinder- und Jugendhilfe betreffen. Was bedeutet das neue Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) für uns als Kinderdörfer? Wir sind schon immer unterwegs im Interesse des  Kinderschutzes und wir wollen jetzt dem neuen Gesetz und dem eigenen Beratungsanspruch  der Kinder und Jugendlichen Rechnung tragen zu deren Stärkung. Der Austausch der Kinderdörfer untereinander ist ein ganz wichtiges Merkmal der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderdörfer (BAG) und Irschenberg ist ein Standort, an dem wir schon mehrfach waren, ein tolles Kinderdorf und für uns auch immer auch ein Ort, an dem wir uns super gerne treffen und austauschen mit den anderen Kinderdörfern.“ 

Gastgeber Dorfleiter Wolfgang Hodbod zog nach Abschluss der zweitägigen Tagung im Caritas Kinderdorf Irschenberg ein positives Fazit: „Der Dialog mit anderen Kinderdörfern ist für uns in Irschenberg sehr wichtig, um zu sehen, wohin die Entwicklungen in den einzelnen  Bundesländern gehen. Gemeinsam mit den anderen Kinderdorfträgern entwickeln wir  Strategien, wie wir auch in Zukunft ein guter Lebensort für Kinder und Jugendliche sein können.  Ein Ergebnis der Beratungen hier war die Erkenntnis, dass wir Kinderdörfer schon jetzt gut auf  die neuen Herausforderungen des KJSG vorbereitet sind. Es geht nun darum, diese Wege  konsequent weiterzuverfolgen. Die ersten Ideen wurden in diesen Tagen in Irschenberg  entwickelt.“ Die nächste Jahrestagung findet 2023 im Bethanien Kinderdorf Eltville im Rheingau statt.

Pressemitteilung Caritas Kinderdorf Irschenberg

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