Gewinner selbst überrascht

Das sagen die Kandidaten zum Ergebnis der Bürgermeister-Wahl

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V.l.: Marcus Hermann (Aktiven Bürger / FDP), Klaus Meixner (CSU), Hans Nirschl (Freie Wähler)

Irschenberg - Nach dem überraschenden Tod von Bürgermeister Hans Schönauer im Januar dieses Jahres musste sein Nachfolger gewählt werden. Am Sonntag kam es zu einem überraschenden Ergebnis.

Überraschenderweise wurde am Sonntagabend CSU-Kandidat Klaus Meixner mit 52,37 Prozent der Stimmen zum neuen Bürgermeister gewählt. Auf Grund des eindeutigen Ergebnisses war keine Stichwahl nötig. Hans Nirschl von den Freien Wählern kam auf 37,61 Prozent. Marcus Hermann (Aktive Bürger (FDP) erhielt 10,02 Prozent.


Meixner: "Viel zu tun!"

"Der Erfolg im ersten Wahlgang bei drei Kandidaten war für mich so nicht abzusehen", berichtet Meixner gegenüber mangfall24.de. "Deswegen freue ich mich über diese deutliche Zustimmung umso mehr. Es gibt einem natürlich Rückenwind für die Ausübung des neuen Amts." Die Bürgermeisterwahl habe gezeigt, dass die Menschen die Arbeit der CSU für die Gemeinde honoriert hätten. "Kommunalpolitik ist ja immer eine Teamleistung. Das freut uns natürlich." Trotzdem gäbe es immer Möglichkeiten, besser zu werden, "und die wollen und müssen wir nutzen. Damit wir auch die Menschen überzeugen können, die sich bei dieser Wahl noch anders entschieden haben."

Nun gäbe es gibt viel zu tun. "Das Planungsverfahren zum ehemaligen Postwirt, bei dem Wohnungen gebaut werden, kommt demnächst auf die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung." Außerdem würde sich uns um die Modernisierung der Kläranlage gekümmert, bei der gerade die Kosten der verschiedenen Varianten ermittelt würden. "Eine große Aufgabe ist auch der teilweise Neubau des Gasthofs zum Moar, der mit der Wallfahrtskirche das Wahrzeichen unserer Gemeinde bildet. An Projekten mangelt es uns also nicht."S


Nirschl: "Nicht zufriedenstellend"

"Das Wahlergebnis ist für mich persönlich nicht zufriedenstellend, da ich das Bürgermeisteramt in Irschenberg gerne ausgeübt hätte", erklärt Hans Nirsch gegenüber unserer Redaktion. "Dennoch akzeptiere ich den Wählerwillen und bedanke mich bei allen, die meine Kandidatur unterstützt haben, Klaus Meixner wünsche alles Gute."

Für die FWG-Irschenberg/Reichersdorf sehe er sehr gute Chancen bei der Kommunalwahl 2020. "Wir haben kompetente und unabhängige Kandidaten." Um eine längerfristige Planung für die Gemeinde umsetzen zu können brauche es Zeit. "Dafür erscheint mir eine Wahlperiode ziemlich knapp. Da ich nach jetzigem Wahlrecht dann nur noch eine Periode machen könnte, werde ich bei der nächsten Bürgermeisterwahl nicht mehr antreten."

Herrmann: "Sehe Ergebnis sehr positiv"

"Ich sehe das Ergebnis sehr positiv", so Marcus Hermann gegenüber unserer Redaktion. "Ich bin in meinem Leben bislang nicht politisch in Erscheinung getreten. Das ist bei den anderen beiden Kandidaten anders gewesen." Insofern sei er mit dem Ergebnis absolut zufrieden. "Deswegen möchte ich mich auch noch einmal gebührend bei den Irschenbergern für ihre Stimmen und das entgegengebrachte Vertrauen bedanken."

"Ich denke schon, dass ich mir mit so einem Ergebnis Hoffnungen machen darf, in den Gemeinderat einzuziehen", so Hermann weiter. "Das ist jetzt jedenfalls mein Ziel und es würde mich sehr freuen, wenn ich es verwirklichen könnte. Es wäre mir eine Herzensangelegenheit." Er wolle sich aber noch nicht festlegen, ob er bei der übernächsten Kommunalwahl dann als Kandidat antreten wird. "Eine Legislaturperiode dauert sechs Jahre. Daher muss man das natürlich auch von der Lebenssituation abhängig machen." Zum jetzigen Zeitpunkt würde er es jedenfalls sicher nicht ausschließen. "Mal schaun, wie sich die Situation dann darstellen wird."

Neuwahl nach Tod von Hans Schönauer

Irschenbergs Bürgermeister Hans Schönauer (67) war am 31. Januar verstorben. Er hatte sich in München einer Hüftoperation unterzogen und bekam Probleme mit dem Herzen, die die Ärzte nicht mehr in den Griff bekamen. Am Mittwoch, den 6. Februar, wurde Schönauer mit Salutschüssen und einem bewegenden Trauergottesdienst in seinem Heimatort Niklasreuth zu Grabe getragen. Sein Nachfolger musste, gemäß den gesetzlichen Regelungen, innerhalb von drei Monaten neu gewählt werden, also bis Ende April. Aus Gründen der Effizienz fand die Wahl nun, auf Vorschlag von Landratsamt und Gemeinde und mit Genehmigung des Innenministeriums, am Termin der Europawahl am 26. Mai statt.

Meixner ist nun sehr viel länger im Amt, als das normalerweise der Fall sein würde. Denn die nächste Kommunalwahl findet bereits im Frühjahr 2020 statt. Da dadurch weniger als ein Jahr zwischen der regulären Kommunalwahl und der Bürgermeisterwahl liegen, wird der nächste Irschenberger Bürgermeister laut Absatz 2 von Artikel 43 des Gemeinde- und Landkreiswahlgesetzes bis zur übernächsten Kommunalwahl 2026 im Amtsein, wie die Gemeinde auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilte.

Quelle: mangfall24.de

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