Auf A8 zwischen Weyarn und Irschenberg

Autofahrer (73) stirbt bei Horror-Crash - Beifahrerin (71) in Lebensgefahr

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Bei dem schweren Unfall auf der A8 am Irschenberg ist ein VW mit Wohnwagenanhänger zwischen zwei Lkw eingeklemmt worden.
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Irschenberg - Auf der A8 hat sich am Dienstagnachmittag ein schwerer Unfall ereignet. Dabei kam eine Person ums Leben. Eine weitere Person schwebt in Lebensgefahr.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Schwerer Unfall auf A8 zwischen Weyarn und Irschenberg
  • Zwei Sattelzüge, ein 7,5-Tonnen-Lkw und ein Wohnwagengespann beteiligt
  • Wohnwagen samt Auto völlig zerstört
  • Mindestens ein Toter und zwei Schwerverletzte
  • Eine Frau schwebt in Lebensgefahr und wird notoperiert
  • Autobahn bis in die Abendstunden gesperrt
  • SERVICE: Verkehrsmeldungen - bayerninfo.de

UPDATE, 21.25 Uhr - Pressemeldung der Polizei

Am 24. April gegen 15 Uhr ereignete sich auf der Autobahn A8 München in Richtung Salzburg wie berichtet in der Steigung des Irschenbergs etwa 1.500 Meter vor der Anschlussstelle Irschenberg ein schwerer Verkehrsunfall.

Nach einer ersten Auswertung der Unfallspuren und nach Angaben von Unfallzeugen bedarf die Feststellung des genauen Unfallhergangs weiteren Ermittlungen. Ein Gutachter wurde hinzugezogen. Fest steht bislang, dass aus noch ungeklärten Gründen ein 7,5-Tonnen-Lkw mit einem Wohnwagengespann kollidierte.

Der nachfolgende Fahrer eines Sattelzuges fuhr unmittelbar darauf auf die verunfallten Fahrzeuge auf und schob diese auf einen weiteren im stockenden Verkehr nahezu stehenden Sattelzug auf. Sowohl das Auto mit Wohnanhänger als auch der 7,5-Tonnen-Lkw wurden daraufhin zwischen den beiden Sattelzügen eingeklemmt und massiv deformiert.

Der 73-jährige Fahrer des Wohnanhängergespanns aus Baden-Württemberg wurde sofort getötet. Seine 71-jährige Frau auf dem Beifahrersitz wurde schwer verletzt. Beide waren zunächst im Fahrzeugwrack eingeklemmt.

Die verunfallten Fahrzeuge mussten von den eingesetzten Hilfskräften der Feuerwehr und eines nahen Bergungsspezialisten aufwendig und mit schwerem Gerät getrennt werden, bevor die Personen aus dem Auto geborgen werden konnten.

Die 71-Jährige wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Münchener Klinik geflogen, in der sie zur Stunde noch immer notoperiert wird. Sie schwebt weiterhin in Lebensgefahr.

Der 52-jährige, aus Oberbayern stammende Fahrer des 7,5-Tonnen-Lkw wurde ebenfalls eingeklemmt und schwer verletzt. Auch er konnte wegen der massiven Verformungen und des Verkeilens der Fahrzeuge erst nach rund zwei Stunden aus seinem Fahrzeugwrack befreit werden.

Auch er wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Münchener Klinik geflogen. Nach Einschätzung der Ärzte besteht für den Mann keine Lebensgefahr. Der Fahrer des auffahrenden Sattelzugs - ein 43-jähriger Tscheche - wurde leicht verletzt und mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Der Wagen mit Wohnanhänger sowie der 7,5-Tonnen-Lkw wurden völlig zerstört. Die Trümmerteile des voll beladenen Wohnwagens wurden über die gesamte Fahrbahn geschleudert. An den Sattelzügen entstand ebenfalls Sachschaden. Nach einer ersten Schätzung beläuft sich der Gesamtschaden auf über 100.000 Euro. 

Neben zahlreichen Einsatzkräften der Autobahnpolizei Holzkirchen, die von umliegenden Dienststellen unterstützt wurden, waren die Freiwilligen Feuerwehren Irschenberg, Weyarn und Au mit rund vierzig Kräften und neun Fahrzeugen im Einsatz. Die Rettungsleitstelle entsandte drei Rettungshubschrauber, vier Rettungswagen, zwei Notärzte sowie ein Einsatzleitungsteam zur Unfallstelle. Zur Betreuung der Einsatzkräfte vor Ort wurden außerdem zwei Seelsorger zur Unfallstelle beordert.

Da die Fahrbahn wegen schweren Bergungsgeräts und herumliegender Trümmerteile nicht befahrbar war, wurde der Streckenabschnitt zwischen den Anschlussstellen Weyarn und Irschenberg zunächst komplett gesperrt und der Verkehr durch die Autobahnmeisterei ausgeleitet. Die Umleitungsstrecken waren völlig überlastet.

Erst gegen 20.30 Uhr konnten die Aufräumarbeiten beendet werden. Die Fahrbahn ist inzwischen wieder freigegeben. Der Rückstau dauert allerdings an. Der Verkehr auf der A8 in Richtung Süden und auf den Umfahrungsstrecken wird sich erst in den späten Abendstunden normalisieren.

Gegen 17 Uhr übersah auf Höhe Holzkirchen ein Lkw-Fahrer, der offenbar durch sein Smartphone abgelenkt war, das Stauende und verursachte einen weiteren Unfall mit zwei Autos. Die Fahrerinnen der Wagens wurden verletzt - eine davon erlitt schwere Gesichtsverletzungen. Der Schaden wird auf rund 50.000 Euro geschätzt.

Pressemeldung der Autobahnpolizeistation Holzkirchen

UPDATE, 20.55 Uhr - Autobahn wieder frei

Nach stundenlanger Sperre ist die A8 zwischen Weyarn und Irschenberg von München in Richtung Salzburg nun wieder frei befahrbar. Die Unfallstelle mit zwei Lkw und einem Wohnwagengespann ist geräumt, heißt es in den Verkehrsmeldungen.

Derzeit werden laut den aktuellen Verkehrsmeldungen noch sechs Kilometer Stau zwischen Hofoldinger Forst und Weyarn vermeldet.

UPDATE, 19.30 Uhr - Autobahn bis 22 Uhr gesperrt

Die Autobahn bleibt zwischen Weyarn und Irschenberg in Richtung Salzburg voraussichtlich noch bis etwa 22 Uhr gesperrt. Empfohlen werden weiterhin die Umleitungen U67 und U69.

UPDATE, 19.10 Uhr - Unfallstelle am Hofoldinger Forst wieder frei

Nachdem es zwischenzeitlich zu einem weiteren Unfall auf der A8 München zwischen Hofoldinger Forst und Holzkirchen in Richtung Salzburg gekommen war, ist zumindest diese Unfallstelle nun wieder geräumt. An der Stelle sind der rechte und der mittlere Fahrstreifen gesperrt gewesen.

Zwischen Hofoldinger Forst und Weyarn herrschen laut aktuellen Verkehrsmeldungen derzeit noch neun Kilometer Stau. Die Autobahn ist nach dem schweren Unfall am Nachmittag weiterhin zwischen Weyarn und Irschenberg gesperrt. Es wird empfohlen, weiträumig auszuweichen.

Die Umleitungsstrecken - zum Beispiel über Bruckmühl und Bad Aibling - sind noch immer komplett überlastet. Dort geht es derzeit nur im Schritttempo voran.

UPDATE, 18.20 Uhr - Autobahn wohl bis in den späten Abend dicht

Die Autobahn bleibt am Irschenberg wohl noch bis in die späten Abendstunden gesperrt. Erst dann werden die umfangreichen Bergungsarbeiten abgeschlossen sein. An der Unfallstelle ist inzwischen auch ein Kran eingetroffen.

Der Stau hat inzwischen zwar leicht abgenommen, Verkehrsteilnehmern wird aber weiterhin empfohlen, großräumig zu umfahren, zumal sich zwischen Hofoldinger Forst und Holzkirchen im dichten Verkehr noch ein kleinerer Folgeunfall ereignet hat.

Tödlicher Unfall mit Wohnwagen-Gespann am Irschenberg

UPDATE, 17 Uhr - Toter war Fahrer des Wohnwagengespanns

Von vor Ort wird gemeldet, dass es sich bei dem Toten um den Fahrer des Wohnwagen-Gespanns handelt. Die Beifahrerin, mutmaßlich die Ehefrau des Toten, wurde soeben von den Rettungskräften aus dem total deformierten Fahrzeug gerettet. Sie wurde offenbar schwerst verletzt. Mindestens ein Lastwagen-Fahrer wurde ebenfalls schwer verletzt, ist aber nach Informationen von vor Ort ansprechbar gewesen.

Das Wohnwagen-Gespann hatte eine Zulassung aus Villingen-Schwenningen (VS). Die Insassen kommen damit mutmaßlich aus dem Schwarzwald.

Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd soeben mitteilte, bleibt die Autobahn in Richtung Salzburg wohl noch mehrere Stunden lang gesperrt. Weitere Infos zum Verkehr gibt es auch auf www.bayerninfo.de.

UPDATE, 16.40 Uhr - Mindestens ein Todesopfer

Ersten Informationen der Polizei zufolge stockte der Verkehr in der Steigung zum Irschenberg. Ein Lastwagen konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr auf einen vor ihm fahrenden Kleintransporter auf. Durch die Wucht schob dieser Lastwagen den Kleintransporter auf ein davor fahrendes Wohnwagen-Gespann und einen weiteren stehenden Lastwagen. Das Wohnwagen-Gespann wurde dabei komplett zerstört und die Trümmer über alle Fahrstreifen der Autobahn verteilt

Bei dem Unfall wurden mehrere Personen eingeklemmt und teilweise schwerst verletzt. Eine Person ist noch an der Unfallstelle verstorben, wie die Autobahnpolizei Holzkirchen soeben mitteilte. Bei einer anderen Person ist mit Ableben zu rechnen. 

Vor Ort sind zahlreiche Einsatzkräfte des Rettungsdienstes sowie der Freiwilligen Feuerwehren Irschenberg und Weyarn. Ebenso sind zwei Rettungshubschrauber im Einsatz. Die Autobahn wurde komplett gesperrt. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft München wurde ein Gutachter zur Unfallstelle beordert.

UPDATE, 16.30 Uhr - Pendlern droht Verkehrschaos

Pendlern droht im Feierabendverkehr wohl ein Verkehrschaos. Wie B5 aktuell soeben meldet, beträgt die Staulänge inzwischen satte 15 Kilometer. Der Verkehr wird deswegen in Fahrtrichtung Salzburg schon an der Anschlussstelle Holzkirchen ausgeleitet.

Auch von dem Umleitungsstrecken wird bereits hohes Verkehrsaufkommen bzw. Stau gemeldet. So ist die Staatsstraße 2078 zwischen München und Rosenheim bereits an vielen Stellen dicht. Und auch über Miesbach scheint es für die Autofahrer nur langsam voranzugehen.

UPDATE, 16.05 Uhr - Auto und Wohnwagen total zerstört

Von vor Ort wird gemeldet, dass der Wohnwagen und das Auto auf den vorausfahrenden Lastwagen offenbar heftig aufgeschoben und dabei völlig zerstört worden sind. Auf der Autobahn liegen zahlreiche Trümmer herum.

UPDATE, 15.55 Uhr - Lkw schiebt Gespann auf Lkw

Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd soeben in einer Vorausmeldung bestätigte, hat bei dem Unfall, der sich gegen 15 Uhr ereignete, ein Lastwagen ein vorausfahrendes Wohnwagengespann auf einen weiteren Lastwagen aufgeschoben.

Im Auto des Gespannes wurden mindestens zwei Personen eingeklemmt und schwer verletzt. Der Fahrer des auffahrenden Lastwagens wurde ebenfalls eingeklemmt, ist laut Polizei aber ansprechbar.

Die Rettungs- und Bergungsarbeiten laufen derzeit auf Hochtouren und werden wohl auch noch längere Zeit andauern. Weitere Angaben über die beteiligten Personen und Fahrzeug sind derzeit noch nicht möglich.

UPDATE, 15.45 Uhr - Auto offenbar zwischen Lkw eingeklemmt

Jetzt haben sich User bei rosenheim24.de gemeldet und erste Details zum Unfallhergang geschildert. Demnach soll ein Auto zwischen zwei Lastwagen eingequetscht und stark deformiert worden sein. Offiziell bestätigt ist dies jedoch noch nicht. Über Verletzte gibt es derzeit noch keine Angaben.

Die Rettungskräfte sind nun an der Unfallstelle eingetroffen. Es wird dringend darum gebeten, eine Rettungsgasse freizuhalten. In der Gegenrichtung kommt es offenbar auch zu Behinderungen, da einige Gaffer offenbar sehr langsam an der Unfallstelle vorbeifahren.

Die Unfallstelle liegt übrigens ganz in der Nähe der Stelle, wo sich bereits Ende Oktober 2017 ein schrecklicher Unfall ereignet hatte. Damals war ein mit vier Personen besetzter BMW von der Autobahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Drei Menschen starben, die vierte Person wurde schwer verletzt.

Fotos aus dem Archiv:

Drei Personen tödlich auf der A8 verunglückt

UPDATE, 15.30 Uhr - Autobahn voll gesperrt

Die Autobahn musste nach dem schweren Unfall in Fahrtrichtung Salzburg komplett gesperrt werden. Das bestätigte ein Sprecher der Autobahnpolizei in Holzkirchen auf Anfrage von rosenheim24.de. Der Verkehr Richtung Salzburg wird an der Anschlussstelle Weyarn ausgeleitet (Umleitung über U67 und U69).

Die Erstmeldung, 15.15 Uhr

Ersten Erkenntnissen zufolge passierte der Unfall gegen 15 Uhr auf der Autobahn München - Salzburg zwischen den Anschlussstellen Weyarn und Irschenberg. Es kommt in diesem Bereich derzeit zu massiven Verkehrsbehinderungen.

Autofahrer werden aufgefordert, eine Rettungsgasse zu bilden. Die Rettungskräfte sind im Einsatz. Offenbar ist auch ein Hubschrauber im Anflug.

*Nähere Informationen liegen derzeit nicht vor!*

Quelle: mangfall24.de

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