Zollfahnder stoppen illegale Wein-Lieferung

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Irschenberg - Zwei Italiener wurden am Irschenberg vom Zoll gestoppt. Ein Blick in den Laderaum führte zu einer Menge Ärger für die beiden "Wein-Importeure".

Zöllner der Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Rosenheim, Standort München, kontrollierten in den vergangenen Tagen auf der A8 zwischen Irschenberg und Weyarn zwei italienische Staatsangehörige, die mit einem Kleintransporter in Richtung München unterwegs waren. Auf die Frage nach mitgebrachten Waren teilte der Fahrer den Beamten mit, dass sie Weine dabei hätten, die für private Kundschaft in Deutschland bestimmt sei und zunächst an einen Zwischenhändler nach Hessen geliefert würde.

Laut den Frachtpapieren handelte es sich um über 1.000 Flaschen Schaumwein und 60 Flaschen Rotwein aus Italien. Weil es sich in diesem Fall um einen gewerblichen Transport in das deutsche Steuergebiet handelte, wäre hierfür ein elektronisches Begleitdokument erforderlich gewesen.

Der Fahrer und gleichzeitiger Inhaber des italienischen Weinhandels gab vor, zum ersten Mal alkoholische Getränke von Italien nach Deutschland zu transportieren. Aus diesem Grund hätte er auch keine Kenntnis über die Notwendigkeit eines solchen Begleitdokuments gehabt. Wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung leiteten die Beamten daraufhin gegen den Firmeninhaber ein Steuerstrafverfahren ein.

Mangels Bargeld konnte der Beschuldigte statt der festgesetzten 5.000 Euro für zu erwartende Strafe und Kosten lediglich eine Sicherheit in Höhe von 1.000 Euro leisten. Weil er zudem keine Sicherheit in Höhe von 1.000 Euro für die festzusetzende Schaumweinsteuer bezahlen konnte, wurde die gesamte Weinladung sichergestellt.

Pressemitteilung Hauptzollamt Rosenheim

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