Weinfest mit Rückendeckung

Bad Aibling - Das Weinfest in der Bahnhofstraße am Samstag erhält weiterhin die Rückendeckung der Stadt: Der Hauptausschuss sprach sich jüngst für eine Ausfallbürgschaft aus.

Die Werbegemeinschaft Bad Aibling hatte über CSU-Stadtrat Otto Steffl einen Antrag auf Übernahme einer Bürgschaft durch die Stadt gestellt (1500 Euro). Einen Pauschalbetrag von 1000 Euro will die Werbegemeinschaft erstmals selbst beisteuern.

Wie Kämmerer Andreas Mennel vor dem Ausschuss erläuterte, gewinne das Weinfest immer mehr an Bedeutung, entwickle sich zu einem "zweiten Bürgerfest". Schon im vergangenen Jahr war eine Bürgschaft über 1500 Euro bewilligt worden - in Anspruch genommen hatten sie die Ausrichter jedoch nicht, wie Mennel auf Anfrage von SPD-Stadträtin Dr. Birgitt Matthias erklärte.

Das Defizit des Vorjahres in Höhe von rund 3700 Euro, konnte Stadtrat Steffl Licht ins Dunkel bringen, habe die Werbegemeinschaft übernommen. Für 2010 rechne man nun inklusive der Pauschale der Werbegemeinschaft mit einer leichten Überdeckung von 180 Euro bei geschätzten Einnahmen von 6450 Euro. "Weil zum ersten Mal jeder Beteiligte 200 Euro beziehungsweise 170 Euro für Werbegemeinschaftsmitglieder bezahlt", so Steffl.

Von Seiten des Ausschusses kam letztlich "grünes Licht" für die Bürgschaft mit der Begründung: öffentliches Interesse ähnlich des Bürgerfestes.

Bereits im Bauausschuss war der Zustand der Bäume entlang des Radweges nach Berbling Thema: Allen voran Richard Lechner (SPD), kritisierte eine ganze Reihe von Stadträten den nun erfolgten halbseitigen Zuschnitt der Allee - Anwohner hatten einen Beschnitt aufgrund der Lichtverhältnisse gefordert (wir berichteten). "Katastrophal, grauenhaft", drückte sich auch Dieter Bräunlich (ÜWG) angesichts des Ergebnisses aus und forderte, dass die Bäume wieder in Form gebracht werden. Mit "fürchterlich" kommentierte CSU-Fraktionssprecher Erwin Kühnel die Situation vor Ort.

Bürgermeister Felix Schwaller will nun Fachleute mit der Aufgabe betrauen und verwies zugleich aber auf die Kosten eines regelmäßigen Zuschnitts.

Eine problematische Situation sprach SPD-Stadtrat Lechner hinsichtlich des Kinderhauses Camino am Kellerberg an: Dort würden Jugendliche auf das Dach klettern, auf dem sich auch die Solarmodule befinden, weshalb er um Abhilfe bat und entsprechende bauliche Maßnahmen vorschlug.

Eine Anregung für den Bau des Mietrachinger Kreisels hatte ÜWG-Stadtrat Bräunlich, der wiederum von Fritz Gerlmaier (Vorsitzender der Bezirksgruppe Rosenheim im Bayerischen Blindenbund) angesprochen worden war: Dort sollten Rippenplatten sowie kontrastreiche Beläge für Sehbehinderte an den Übergängen angebracht werden, um diesen die Querung zu erleichtern.

In nicht öffentlicher Sitzung des Bauausschusses war zudem der Neubau des Rathauses Thema: mit der Vergabe von Planungsleistungen. Die Bereiche Heizung, Sanitär und Lüftung sowie Bauphysik, Akustik und energetische Beratung gehen an ein Münchner Büro, die Transplan Technik Bauplanung GmbH. Auch die Tragwerksplanung wurde nach München vergeben: an das Büro Dittrich. Die Elektroplanung bleibt indes in der Region: Hier setzte sich das Büro Elo Plan Engineering GmbH aus Rosenheim durch.

Rosi Gantner/Mangfall-Bote

Rubriklistenbild: © dpa

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