Buntes Fest im Förderzentrum

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Der DFK-Chor mit Andreas Düsel (rechts) lobte die Schule mit dem Lied "Der allergrößte Hit" zur Melodie von den blauen Bergen kommen wir".

Bad Aibling - "Wir wollen, dass jeder die individuelle Lernförderung bekommt, die er braucht", das waren die Worte von Schirmherrin MdB Daniela Raab beim Festakt zum 40. Geburtstag der Rupert-Egenberger-Schule.

Dass dieses Ansinnen in Bad Aibling absolut in die Tat umgesetzt wird, davon zeugten nicht nur die allseits lobenden Worte der Redner bei diesem Festakt, sondern vor allem auch die Schüler des Förderzentrums an der Kellerstraße.

Mit einem bunten Programm aus Theater, Tanz- und Gesangseinlagen unterhielten die Schüler die Anwesenden, darunter neben Bürgermeister Felix Schwaller, der zugleich Vorsitzender des Fördervereins der Schule ist, und dessen Stellvertreterin Heidi Benda sowie Landtagsabgeordnete und Landesbäuerin Annemarie Biechl, Landrat Sepp Neiderhell und Regierungsschuldirektor Wolfgang Zitzelsberger, und zeigten, dass neben dem "Lernen für das Leben" auch der kulturelle Aspekt in der Rupert-Egenberger-Schule auf hohem Niveau steht. Schulleiter Erhard Peter Widl, der die vielen Gäste, vor allem Eltern und Verwandte der Förderkinder sowie den Elternbeirat und Mitglieder des Fördervereins zusammen mit Konrektorin Anna Schuhmann-Paula begrüßt hatte, gab in seinem Grußwort einen kurzen Rückblick auf die Entwicklung der Schule: vom Beginn im Schuljahr 1970/71 mit 90 Kindern in der BRK-Villa an der Kolbermoorer Straße bis zum heutigen "Schule für individuelle Lernförderung" mit insgesamt 190 Schülerinnen und Schülern, die schulvorbereitende Einrichtung (SVE) und Diagnose-und Förderklassen (DFK) eingeschlossen .

"Das Sonderschulwesen hat sich in dieser Zeit für Kinder mit massiven Lernschwierigkeiten von der defizitorientierten Sonderschule bis zu einer Schule zur individuellen Lernförderung entwickelt", so Widl, der abschließend allen Lehrkräften, seinem Vorgänger Ewald Langer sowie allen Konrektoren und Konrektorinnen für ihr Wirken dankte. Mit einer Schweigeminute wurde auch der bereits verstorbenen Lehrkräfte gedacht. Schirmherrin Daniela Raab verdeutlichte in ihrem Grußwort, wie verschieden die Schulkinder sind und dass eben deshalb die sonderpädagogischen Förderzentren in der heutigen Zeit ungemein wichtig sind.Humorvoll stellte dann Andreas Düsel die Frage: "Wer bezahlt denn das alles, was zur Schule gehört?" "Der Herr Neiderhell!", so die passende Antwort. Folgerichtig gratulierte der Landrat dann auch mit einem Geldgeschenk zum 40-jährigen Jubiläum. Bürgermeister Schwaller überreichte ein Gemälde des Aiblinger Künstlers Peter Tomschiczeck und Regierungsschuldirektor Zitzelsberger gratulierte für die Regierung von Oberbayern mit den Worten: "Heute ist nicht der Tag, über schulpolitische Dinge zu reden, heute ist ein Tag der Freude." Zitzelsberger nannte die individuelle Förderung als "das Kennzeichen der Rupert-Egenberger-Schule" und und entließ anschließend die langjährige Lehrerin Ingeborg Woywood mit einer Dankes-Urkunde aus dem aktiven Schuldienst.

Als letzter Redner mahnte dann Elternbeiratsvorsitzender Thomas Fuchs die politische Verantwortung für die Bildungsarbeit auch und gerade bei Schülern mit Lernschwierigkeiten an und ermunterte die Anwesenden, dem Förderverein der Schule beizutreten. Einen Blumengruß als "Dankeschön" gab es dann von einigen Schülerinnen an ihre "Lesepatinnen" für deren ehrenamtliches Engagement.

Mit der Verabschiedung der Entlassschüler, dem Segen durch die Geistlichkeit und dem sicher an die Schule gerichteten Lied "I mog Di" endete dann die offizielle Feierstunde im Paulusheim. Auf dem Gelände der Schule war dann alles für ein fröhliches Fest im Freien vorbereitet, doch der anhaltende Regen zwang zur Improvisation. Alles, was in das Schulgebäude verlegt werden konnte, fand in den verschiedenen Klassenräumen statt. Doch gleich ob Sackhüpfen im Korridor, Bogenschießen im Klassenzimmer oder das beliebte Schminken - alles wurde nach einer Stärkung aus der "Elternbeirats-Küche" mit guter Laune bestens angenommen. Lediglich die geplante Eröffnung des "Hand-in-Hand-Pavillons" auf dem Schulhof musste den Regengüssen zum Opfer fallen. Gerne ließen sich die Besucher aber durch die historischen Kellergewölbe führen oder sahen sich die Kunstausstellung an.

uhe/Mangfall-Bote

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