Kabelabriss legte 300 Haushalte lahm

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Baustelle mit dem abgerissenen Kabel: Die Kunststoffabdeckplatten werden bei der Kabelverlegung zum Schutz darauf gelegt.

Bad Aibling - Ein zerissenes Versorgungskabel legte gestern für etwa 20 bis 30 Minuten im Westend der Kurstadt zirka 300 Haushalte und auch das Schulzentrum in der elektrischen Versorgung lahm.

Der Kabelabriss ereignete sich um 9.54 Uhr bei Kanal-Tiefbauarbeiten für den Neubau des Jugendzentrums an der Westendstraße.

Im südlichen Bereich des Grundstückes verläuft ein 20.000-Volt-Hauptkabel der Stadtwerke Bad Aibling. Durch den Kabelabriss gab es einen Kurzschluss auf dem Erdkabel und somit einen Ausfall der Trafostationen "Madaustraße", "Sonnenstraße" und "Gymnasium".

Die durch den gestrigen Kurzschluss teilweise geschmolzene Kabelabdeckplatte des Kabels an der Abrissstelle.

Die Stadtwerke hatten den Schaden schnell lokalisiert und durch Umschaltmaßnahmen im 20.000 Volt-Stromnetz die Versorgung der betroffenen Bereiche wieder hergestellt. Diese Maßnahme greift auch noch die nächsten Tage. Zur Reparatur des Kabels sind die notwendigen Materialien inzwischen bestellt, die Arbeiten können den Stadtwerken zufolge dann nächste Woche vorgenommen werden. Sie werden etwa zwei Tage andauern.

"Wir bedauern den Stromausfall, sind jedoch hierfür nicht verantwortlich", erklärte der stellvertretende Werkleiter Stefan Barber. Im Fall einer Kabelstörung sei es außerordentlich wichtig, dass der Netzbetreiber schnell und konsequent handle und somit den Ausfall in der Stromversorgung für die Kunden zeitlich begrenze.

Stromausfälle durch Tiefbauarbeiten sind dem Diplom-Ingenieur zufolge die häufigste Störungsursache bei Stromausfällen. Einen Fehler in dieser Größenordnung habe es aber schon seit über zehn Jahren nicht mehr im Gemeindebereich von Bad Aibling gegeben. Barber bezifferte den jetzt entstandenen Schaden auf rund 8000 Euro. Im Schulzentrum konnte der Stromausfall "gelassen" hingenommen werdem: Weder Lehrproben noch Arbeiten standen an, wie zum Beispiel Günter Rutz von der Wirtschaftsschule erklärte. Auch die telefonlose halbe Stunde habe man überbrücken können. Hingegen gab es in der betroffenen Bürgerschaft mitunter heftige Reaktionen.

ew/Mangfall-Bote

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