Kein Verständnis für Schwarzbau

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Soll diese Mauer abgerissen oder nur begrünt werden? Darüber entscheiden der Bauausschuss und - zuletzt - das Landratsamt.

Feldkirchen-Westerham - Mit diesem Schwarzbau ist die Bauaufsicht des Landratsamts Rosenheim nicht einverstanden: eine 15 Meter lange, 2,20 Meter hohe Mauer, die als Schallschutzwand gedacht ist.

Sie ist jedoch schon errichtet, nicht genehmigt und steht hinsichtlich Höhe und Ausführung im Widerspruch zum Bebauungsplan.

Kein Wunder also, dass die Mitglieder des Bauausschusses von Feldkirchen-Westerhamer diesem Bauwerk am Fuß des Feldkirchener Bergs skeptisch gegenüberstehen und für eine jetzt beantragte nachträgliche Genehmigung wenig Begeisterung aufbrachten.

Einig waren sich die Ratsmitglieder nur darin, dass der Lärmpegel an der täglich von 12.000 Fahrzeugen befahrenen Staatsstraße ungewöhnlich hoch sei und Schallschutzwände grundsätzlich schon ein Mittel seien, diese ständigen Belästigungen zumindest abzuschwächen.

Als Kardinalfehler sahen es die Kommunalpolitiker an, dass der Bauwerber diese Mauer gebaut hat, ohne vorher mit der Bauverwaltung zu reden. Rückbau, also wieder abreißen, mit Holz verkleiden, mit Pflanzen begrünen, diese Möglichkeiten wurden von den Räten diskutiert.

Bürgermeister Bernhard Schweiger erinnerte an einen ähnlich gelagerten Fall in Westerham, der ebenfalls vom Landratsamt eingestellt worden war. Für diese Mauer in Feldkirchen sprach sich Georg Schnitzenbaumer (Freie Wähler) für einen Rettungsversuch aus.

Keinerlei Verständnis für ein Entgegenkommen dagegen zeigten Martin Faltlhauser (Pro Bürger) und Andreas Schnitzenbaumer (CSU). Letztendlich aber wurde die Bauverwaltung beauftragt, nach einem gangbaren und möglicherweise zustimmungsfähigen Weg zu suchen.

me/Mangfall-Bote

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