Kinderbetreuung erhält einmaligen Zuschuss

Bad Aibling - Nach Umbauten an der Einrichtung stellte die Kinderbetreuung "Nano" einen Zuschussantrag in Höhe von rund 4900 Euro für Spielgeräte. Dieser wurde nun bewilligt.

Hinter der Kinderbetreuung "Nano" (italienisch für Zwerg) verbirgt sich eine Einrichtung für zehn Buben und Mädchen von null bis drei Jahren. Sie werden im Haus an der Rennbahnstraße von Martina Hafner-Haase und ihrer Mutter umsorgt. Nach Umbauten an der Einrichtung stellte "Nano" einen Zuschussantrag in Höhe von rund 4900 Euro für Spielgeräte. Dieser wurde jetzt in jüngster Sitzung des städtischen Hauptverwaltungsausschusses mit einer Gegenstimme bewilligt.


Klärungsbedarf hatte das Gremium in seiner vorherigen Sitzung bezüglich des Nano-Zuschussantrages, weshalb sich die Einrichtung nun den Ausschussmitgliedern vorstellte und ihr Anliegen persönlich vortrug. Die Großtagespflegestelle Nano-Kinderbetreuung besteht seit 2005. Auf rund 100 Quadratmetern werden in einer Erdgeschosswohnung mit Garten die Jüngsten der Gesellschaft betreut.

Martina Hafner-Haase stellte das "kleine Familienunternehmen", wie sie es nannte, vor. Zehn Kinder werden von der staatlich anerkannten Erzieherin und qualifizierten Tagesmutter mit Pflegeerlaubnis sowie ihrer Mutter (ebenfalls qualifizierte Tagesmutter mit Pflegeerlaubnis) aufgenommen. Das Angebot richte sich besonders an Berufstätige, die bereits Kinder mit zwei Monaten in eine Tagesstätte abgeben wollen. "Eine Kinderkrippe darf erst ab drei Monaten die Kleinen aufnehmen", erläuterte Martina Hafner-Haase ebenso wie das Konzept ihrer Einrichtung. Der einmalige Zuschussantrag in Höhe von 4826,70 Euro soll für einen Krippenwagen, Etagenbetten, eine Spiegelwand mit Haltestange, ein Softbausteine-Set sowie eine Kuschelecke verwendet werden.


Bürgermeister Felix Schwaller (CSU) wies eingangs der Diskussion auf eine gewisse Überkapazität an Plätzen im Kindergartenbereich in Bad Aibling hin. "Bei den Kinderkrippen halten sich Nachfrage und Bedarf die Waage", so Schwaller. Gleichzeitig betonte er, dass es sich bei dem Nano-Antrag um einen Investitionszuschuss handle und nicht der laufende Betrieb mit dem gewünschten Geld finanziert werde. Darüber hinaus betonte er die Anerkennung Nanos von Seiten des Jugendamtes sowie des Landratsamtes Rosenheim. "Unser Standard, die Auflagen und die Hygienevorschriften sind die selben, wie in den städtischen oder kirchlichen Einrichtungen und richten sich nach dem bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz", fügte Martina Hafner-Haase hinzu.

Wie schon in der vorangegangenen Sitzung konnte sich Konrad Gartmeier (CSU) auch diesmal nicht mit dem Antrag anfreunden. Schließlich sei es eine private Einrichtung, die hier von der Stadt bezuschusst werden wolle.

Thomas Höllmüller (CSU) hingegen begrüßte die private Einrichtung. "Die Situation ist ähnlich wie bei der Seniorenbetreuung. Dort gibt es neben städtischen Einrichtungen auch private. Ich meine, dass wir im Hinblick auf steigende Einwohnerzahlen mit einer Unterstützung der privaten Einrichtung günstiger wegkommen, als wenn wir selbst eine städtische Krippe erweitern müssten."

Wie hoch die Betreuungskosten bei "Nano" sind, wollte Richard Lechner (SPD) von der Erzieherin wissen. Martina Hafner-Haase zufolge müssen die Mütter und Väter ihrer Schützlinge dafür mehr berappen als in städtischen Einrichtungen: "Zahlen Eltern woanders zirka 360 Euro, sind bei uns 400 Euro fällig." Das selbst gekochte Essen sei dafür inklusive. Zudem biete man im Falle von Fortbildungen oder Ähnlichem eine Übernachtungsmöglichkeit für die Kinder an.

Kritisch sah ein Teil des Gremiums den Gedanken, dass künftig weitere private Einrichtungen Anträge stellen könnten. "Wir unterstützen nicht deren laufenden Betrieb", verdeutlichte Schwaller dazu noch einmal.

Rückgabe im Falle einer Schließung

Schließlich bewilligten die Ausschussmitglieder bei einer Gegenstimme (Gartmeier) den Zuschuss in Höhe von 4826,70 Euro. Nachträglich wurde dabei in den Beschluss noch aufgenommen, dass im Falle einer Schließung der Einrichtung die finanzierten Geräte an die Stadt zurückgegeben werden müssten.

Silvia Mischi (Mangfall-Bote)

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