Kinderhaus besucht Frau Eule und Herrn Dachs

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Bad Aibling - Die Kinder der beiden Gruppen „Schmetterlinge“ und „Marienkäfer“ des Monessori Kinderhauses Bad Aibling verbrachten die Zeit vom 25.10. bis 29.10. die Tage nämlich gemeinsam im Wald.

Das Sprichwort sagt „Wenn Engel reisen lacht der Himmel“! So war es auch während der diesjährigen Waldwoche des Montessori Kinderhauses im Herbst. Zweimal im Jahr, im Frühjahr und im Herbst, organisieren die Erzieherinnen die Erlebnistage im Wald. Die Kinder treffen sich während der Waldwoche um 8:30 Uhr am Startpunkt in Maxlrain. Der Weg zu ihrem „Brotzeitplatz“ dauert etwa 30 Minuten und führt vorbei an einem Pferdehof auf welchem in der nächsten Waldwoche vielleicht sogar erste Reitversuche unternommen werden. Nach der Brotzeit geht es weiter zum „Lagerplatz“ mitten im Wald. Dabei führt der Weg an einem Bauernhof mit vielen Nutztieren und einem Hund vorbei. Dort lernten die Kinder viel über die Gefahren und den vorsichtigen Umgang mit Hunden.

Im Wald angekommen wurden Blätter und Baumfrüchte gesammelt, der Waldboden untersucht, mit den vorhandenen Dingen viel gebastelt und sogar eine Hütte wurde gebaut. Am vorletzten Tag gestaltete Herr Wolfgang Aniser, der zuständige Förster, einen Waldlehrpfad. Dabei platzierte er diverse professionell präparierte Waldbewohner, welche die Kinder entdecken mussten. Dabei begegneten Sie eine großen Eule die auf einem Ast saß, einem Dachs der aus seinem Bau hervor lugte, einem Waldmarder der in einem Baum auf Beutezug saß und viele andere Bodenbewohner und Vögel. Das besondere dabei war, dass die Kinder alle Tiere auch anfassen und erleben durften. Jedes Kind konnte so die Unterschiede von Fellen und Federn erspüren und im wahrsten Sinne des Wortes die Größe der Tiere begreifen.

Eine Woche ohne Spielzeug

Die Kinder erleben während der Waldwoche eine ganze Woche „spielen ohne Spielzeug“! Neben der Tatsache, dass die Kinder die Zeit im Wald sichtlich genießen, steckt dahinter auch ein wichtiger pädagogischer Gedanke. In unserer stark konsumgeprägten Welt mit zunehmend vorstrukturierter und vorgeplanter Freizeit schafft „spielen ohne Spielzeug“ gezielt Freiräume und Spielräume. Die Kinder werden dabei ermutigt ihrer Phantasie freien Lauf lassen und lernen dabei sich auf ein selbstgesetztes Ziel zu konzentrieren, Aufgaben zu bewältigen aber auch daran zu scheitern. Dadurch können schon die kleinsten spielerisch wichtige Problemlösungskompetenzen ausbilden und erlernen. Zusätzlich ist „spielen ohne Spielzeug“ eine anerkannte Maßnahme in der Suchtprävention.

Pressemitteilung Montessori Kinderhaus Bad Aibling e.V.

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