Abwasserkonzept vor dem Abschluss

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Letzter Lückenschluss Austraße: Im Mai soll in diesem Bereich mit dem Kanalbau begonnen werden, dann ist das Abwasserkonzept der Stadt abgeschlossen.

Kolbermoor - In den letzten Zügen liegt das Abwasserkonzept der Stadt: Im Sommer soll mit dem Anschluss der Austraße an die zentrale Abwasserentsorgung die letzte Lücke geschlossen werden.

Dann sind rund 97 Prozent des Stadtgebietes kanalisiert und das im Jahr 2007 beschlossene Konzept umgesetzt.

Kolbermoor - Von 2007 an wurde im Stadtgebiet von Kolbermoor Jahr für Jahr am Kanalbau gearbeitet: Erst in den Randbereichen rund um die Stadt, in den letzten Jahren dann der Lückenschluss zwischen dem Kolbermoorer Westen über die Aiblinger Au bis nach Pullach.

Nun steht der finale Abschnitt bevor: der Anschluss der Austraße in der Aiblinger Au. Dieser Bereich war bislang aufgrund schwieriger Grundstücksverhandlungen ausgespart worden, nach Abschluss der Arbeiten entlang der Staatsstraße bis Pullach im vergangenen Herbst soll nun dieser letzte, noch ausstehende Schritt erfolgen. Bauamtsleiter Andreas Meixner zufolge wird derzeit die Ausschreibung vorbereitet. Möglichst im Mai will die Stadt mit den Arbeiten beginnen. Rund vier Monate Bauzeit setzt Meixner an - und die könnten sich aufgrund der Gegebenheiten vor Ort schwierig gestalten, so seine Einschätzung. Denn: Die rund 500 Meter lange Stichstraße enthält keinerlei Ausweichmöglichkeiten - "und das wird nicht einfach", ist Meixner überzeugt.

Austraße: Schwierige Bauausführung

Die Arbeiten könnten nur in kleinen Schritten erfolgen, abends und zumindest zu den Wochenenden müssten die Löcher wieder verschlossen werden, um die Straße provisorisch befahrbar zu machen. Die Anlieger müssten in diesem Zeitraum ihre Autos vor der Baustelle abstellen, kündigt der Bauamtsleiter an. "Der Bau wird massive Einschränkungen mit sich bringen, aber wir können auch nicht zaubern", meinte Meixner. Gleichzeitig versuche man aber, die Planung weiter zu optimieren und zu entschärfen, wo technisch möglich und sinnvoll - "damit wir zumindest weniger tief graben müssen", erläuterte er im Gespräch mit unserer Zeitung.

Trotz des schwierigen Unterfangens: Es ist Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Denn ist die Austraße erst einmal an die zentrale Abwasserentsorgung angeschlossen, bedeutet dies gleichzeitig den letzten Lückenschluss im Abwasserkonzept der Stadt und damit dessen Abschluss. "Dann sind rund 97 Prozent des Stadtgebietes kanalisiert", ist Meixner erleichtert. "Alle Anwesen, bei denen es wirtschaftlich sinnvoll ist, sind dann angeschlossen." Als "gallische Dörfer" verbleiben einzig noch Schlarbhofen und einige einzelne Gehöfte, die ihr Abwasser auch in Zukunft über Dreikammersysteme reinigen werden - doch auch diese Hauskläranlagen sind in der Zwischenzeit auf den neuesten Stand gebracht. "Auch dort musste nachgerüstet werden", weiß Meixner.

Neben dem Anschluss an die Kanalisierung wird im Zuge der Maßnahme auch die Straßenentwässerung in der Austraße auf Vordermann gebracht und ein Regenwasserkanal eingerichtet.

Mangfallbote

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