Kunst mit großer Vielfältigkeit

Erstmals sind heuer auch Skulpturen in der Ausstellung zu sehen. Interessiert begutachteten Christine Aßbichler und Dr. Wolfgang Niessen, die auch die Eröffnungsrede hielten, das Werk von Dieter Krelle.
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Erstmals sind heuer auch Skulpturen in der Ausstellung zu sehen. Interessiert begutachteten Christine Aßbichler und Dr. Wolfgang Niessen, die auch die Eröffnungsrede hielten, das Werk von Dieter Krelle.

Kolbermoor - Jedes Jahr aufs Neue ist die Jahresausstellung der Kolbermoorer Maler ein Publikumsmagnet. Auch heuer kamen wieder Hunderte Gäste.

Jedes Jahr aufs Neue ist die Jahresausstellung der Kolbermoorer Maler ein Publikumsmagnet. Auch heuer kamen wieder Hunderte Gäste in die Pauline-Thoma-Schule, um Kunstwerke auf hohem Niveau zu bestaunen, Bilder zu kaufen und Gleichgesinnte zu treffen.

Seit über 30 Jahren veranstalten die Kolbermoorer Maler ihre Jahresausstellung, die Besucher von überallher anlockt. Längst hat sich die Vielfältigkeit der Werke herum gesprochen. "Man erkennt anhand dieser Vielfalt der Bilder, die zum Teil konträren Sichtweisen, die verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen und die unterschiedlichen Anliegen der Künstler", erläuterte Christine Aßbichler, die zusammen mit Dr. Wolfgang Niessen die Einführungsrede hielt. Die ausgestellten Bilder würden von der fotorealistischen Darstellung bis zur völlig gegenstandslosen Malerei alles an Bandbreite bieten.

"Trotz ihres teilweise fortgeschrittenen Alters befinden sich die Künstler in einem ständigen Lernprozess, bleiben offen und neugierig für Anregungen und bemühen sich um eine individuelle Aussageform", so Aßbichler.

Erstmals stellte die Rednerin im Wechsel mit Dr. Niessen jeden einzelnen Aussteller kurz vor und gab einen Einblick in deren Schaffenswelt. Diesmal sind Werke von Gert Brosch, Hanni Harzenetter, Meise Inninger, Sabine Koschier, Dieter Krelle, Brigitte Schindler, Penny Seitz-Würdemann, Josef Stempfl, Rudolf Strobel, Helene Troffer, Erich Wagner und Thomas Wagner zu sehen. Nicht vergessen wollten die Kolbermoorer Maler ihr Gründungsmitglied Ernst Schreiber. Er ist heuer im Alter von 98 Jahren verstorben und konnte auf ein erfülltes Künstlerleben zurück blicken, wie die beiden Redner erklärten. Noch vor einem Jahr sei Schreiber in Richtung Irschenberg unterwegs gewesen, um von seinem Auto aus Häuser zu zeichnen. Und kurz vor seinem Tod habe er Radierungen gedruckt, um die komplette Serie zu hinterlassen. Da Schreiber seinen Tod wohl geahnt habe, habe er noch kurz vor seinem Ableben seine Malutensilien unter den Kolbermoorer Malern aufgeteilt. "Wir haben in ihm einen ehrlichen und kompetenten Kritiker und Malerfreund verloren", betonten die Weggefährten. Wer Werke von Schreiber kaufen möchte, der hat in dieser Ausstellung nochmals die Gelegenheit dazu. Es liegen Radierungen und Kupferstiche des verstorbenen Künstlers auf.

Mit Neugier und Interesse begutachteten die Besucher die aufgestellten Skulpturen in der Schulaula. Es war das erste Mal, dass neben Malern auch ein Bildhauer seine Werke präsentierte. So zeigt Dieter Krelle, der mit verschiedenen Materialien arbeitet, diesmal drei Skulpturen zwischen den Bilderwänden.

Glücklich über die große Gästeschar, die gute Stimmung und die positive Resonanz waren bei der Vernissage die Hauptorganisatoren Hannelore Harzenetter und Erich Wagner. Sie dankten Bürgermeister Peter Kloo und der Stadt, dass sie die Schulaula kostenlos für ihre Jahresausstellung wieder nutzen dürfen. Der Rathaus-Chef war es auch, der die Ausstellung offiziell eröffnete. "Es ist für Kolbermoor eine tolle Sache, dass sich sowohl die Maler als auch das Publikum für eine derartige Ausstellung begeistern." Kloo brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die Künstler, die allesamt Amateure sind, auch viele Bilder verkaufen können.

Noch bis zum 4. November können die Werke in der Pauline-Thoma-Mittelschule bei freiem Eintritt besichtigt und erworben werden.

Daniela Lindl (Mangfall-Bote)

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