Altes und Neues miteinander verwoben

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Kunst und Nutzen sollen durch die neue Netzkonstruktion, die mit dem Thema des „Verwebens“ auf die Geschichte der Spinnerei und Kolbermoors anspielt, zusammengeführt werden. Unter der Membran und den Pagoden sind Veranstaltungen der unterschiedlichsten Art geplant. Vorgestellt wird dieser neugestaltete Bereich bei einem Sommerfest am morgigen Samstag.

Kolbermoor - Der Vorplatz des Kesselhauses und der Rosengarten an der Alten Spinnerei präsentieren sich in neuem Gewand. Eine moderne Netzkonstruktion überspannt den Freiraum, der nicht nur zu einem Parkspaziergang einladen soll.

Der Freiraum soll darüber hinaus auch Raum für Open-Air-Konzerte, Ausstellungen oder Märkte bieten. Mehrere Pagoden ergänzen das Ensemble.

In diesen Tagen enden die Bautätigkeiten auf dem Areal westlich des Kesselhauses. Nach den Plänen des Büros Behnisch Architekten wurde die dortige Freifläche mit einer netzartigen Gurtstruktur überspannt, deren Edelstahltrossen über den Kanal bis zur Alten Spinnerei reichen. Die Überdachung mit einer speziellen Membran sorgt dafür, dass das Areal bei jeder Witterung genutzt werden kann und reicht bis an das Kesselhaus hin, dessen Veranstaltungsflächen bei Festen, Konzerten oder Märkten mitgenutzt werden können.

Im Rosengarten sind insgesamt vier klassische Pagoden verteilt, die als zusätzliche überdachte Bereiche für Ver- anstaltungen dienen und nachts mit unterschiedlichen Farben beleuchtet werden können. Sie werden vom Seilnetz umspielt und bilden Inseln in der Gartenanlage.

„Für das kommende Jahr planen wir dort im Sommer Festwochen zu verschiedenen Themen, beispielsweise ein Rosen- und ein Dance-Festival, einen ,Weibamarkt‘ und eine kubanische Nacht“, beschreibt Investor Klaus Werndl die Pläne, an denen die Quest-Familie Werndl derzeit arbeitet und die in den Veranstaltungskalender der Stadt Kolbermoor integriert werden sollen. Langfristig könne man sich vorstellen, die Idee des Rosengartens durch den gesamten Spinnereipark fortzusetzen, um auch dort für noch mehr Aufenthaltsqualität zu sorgen.

Bei dem Sommerfest am morgigen Samstag um 18 Uhr gibt Klaus Werndl der Öffentlichkeit einen Zwischenbericht zur Entwick- lung auf dem Gelände und erklärt die weiteren Vorhaben. So wird beispielsweise das Pförtnerhaus, das derzeit saniert wird, Anfang Novem- ber seiner Nutzung (Bäckerei und Büros) übergeben. Zwischen dem Rosengarten und den derzeit im Bau befindlichen Stadthäusern am Kanal ist ein Bürogebäude mit Penthousewohnungen geplant.

Das so genannte Verwaltergebäude soll ab 2012 saniert werden.

Auch für die freie Fläche hinter dem Rewe-Markt gibt es bereits Ideen. „Dort können wir uns ein so genanntes Zero-Star-Hotel vorstellen, das nicht in die übliche Sterne-Kategorisierung fällt, sondern durch seine besondere Architektur, Material, Licht et cetera eine eigene, besondere Sprache spricht. Wir denken da an ein klassisches Businesshotel“, so Werndl.

Für die Bebauung des Spinnereigeländes West – Bereich Spinnereiwald – deren Entwicklung von den Hoch- wasserschutzmaßnahmen abhängig ist, möchte Quest bis Herbst 2011 schon einmal einen „Masterplan“ ausarbeiten. Noch in diesem Jahr, voraussichtlich im Herbst, ist ein Tag der offenen Tür geplant, bei dem auch Rundgänge durch die Loftbüros in der Alten Spinnerei sowie in den Stadthäusern am Kanal möglich sein sollen.

Sommerfest am Samstag

Ein Sommerfest für alle Bürger findet am morgigen Samstag ab 18 Uhr auf dem Vorplatz des Kesselhauses und im neu gestalteten Rosengarten an der Alten Spinnerei statt. Vor allem auch die ehemaligen Spinnereimitarbeiter sind dazu willkom- men. Um 19 Uhr stellt Klaus Werndl die bisherigen und neuen Projekte auf dem Gelände vor und gibt einen Ausblick auf das, was noch geplant ist..

el/Mangfall-Bote

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