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Umwelt-Projekt

Aufgeforstet is’! So stärken Schüler den Wald in der Aiblinger Au

Anna Hunklinger von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald erklärt den jungen Leuten, wie ein Baum so gepflanzt wird, dass er auch tatsächlich anwächst. Foto: Thomae
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Anna Hunklinger von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald erklärt den jungen Leuten, wie ein Baum so gepflanzt wird, dass er auch tatsächlich anwächst.

Auf rund 1500 Quadratmetern haben Gymnasiasten jetzt neue Bäume und Sträucher gepflanzt. Wie viele es insgesamt sind und was das Ziel der Aktion ist, lesen Sie hier.

Kolbermoor – Um rund 900 Bäume und Sträucher reicher ist jetzt die Aiblinger Au in Kolbermoor. Die Gewächse wurden von der Firma Hamberger aus Stephanskirchen gestiftet, das „Pflanzteam“ eine achte Klasse des Rosenheimer Finsterwalder Gymnasiums, das Bindeglied zwischen ihnen ist die Schutzgemeinschaft des deutschen Waldes.

Firma stiftet Bäume und Sträucher

Seit 2019 unterstützt die Firma Hamberger Aufforstungsprojekte in der Region. Die Idee war damals geboren aus der Suche nach einem nachhaltigen und sinnvollen Weihnachtsgeschenk für Kunden und Partner. Für einen holzverarbeitenden Betrieb lag die Idee, Bäume zu pflanzen und damit die Co2-Bilanz verbessern zu helfen, nicht fern.

Vor Ort aktiv und nicht in Übersee

Neu aber die Überlegung, einmal nicht Pflanzungen in Übersee zu unterstützen, sondern unmittelbar in der Region. Denn auch hier benötigt der Wald Hilfe: Es gilt, von der einstigen Nutzwaldmonokultur, bei der man vor allem auf Fichten und Kiefern setzte, abzurücken: Der Wald soll wieder bunter und vielfältiger werden, damit auch widerstandsfähiger, nicht zuletzt gegenüber den Herausforderungen des Klimawandels: trockene Phasen aber auch Stürme werden häufiger auftreten.

Um diese Ziele bemüht sich auch die Schutzgemeinschaft des deutschen Waldes. Sie fragte bei der Stadt Kolbermoor nach, ob man nicht eine geeignete Fläche zur Aufforstung habe. Man hatte, denn dort wo die Birkenallee, die kurz vor Pullach von der Staatsstraße abzweigt, endgültig in den Wald übergeht, fand sich ein Areal, das bis zum letzten Jahr noch von Pappeln bestanden war. Die aber hatten ihr produktives Alter von rund 70 Jahren bereits überschritten. Sie wurden in Abstimmung mit dem Forstamt entfernt, die gut 1500 Quadratmeter große Fläche damit das ideale Areal für die Aufforstungsaktion.

Die jungen Leute waren mit Feuereifer bei der Pflanzaktion, viele gaben „ihrem“ Strauch oder Baum dann auch einen Namen.

Umwelt-Projekttage seit 2019

Das Finsterwalder Gymnasium wiederum führt seit 2019 Umwelt-Projekttage durch. Einmal pro Schuljahr kommen die Schüler ganz unmittelbar, nämlich in dem sie selbst aktiv werden und Hand anlegen, mit den Fragen von Umwelt- und Klimaschutz in Berührung. Die Palette dessen, was unternommen wird, ist vielfältig, reicht vom Thema „Upcycling“, also Neuverwendung statt Wegwerfen, bis zum Bau von Insektenhotels. Die Lehrer der Klasse 8d aber hatten die Idee, Bäume zu pflanzen, wandten sich deshalb an die Schutzgemeinschaft des Deutschen Waldes und fanden sich so schließlich am Montag in Kolbermoor ein.

Gut 150 der rund 900 Sträucher und Bäume, die dort gepflanzt werden, gehen auf ihr Konto. Mehr war an diesem Vormittag für die Schulklasse nicht möglich, denn bevor es ans eigentliche Pflanzen ging, trug die Gruppe zunächst einmal zusammen, was die jungen Leute über den Wald, seine Wichtigkeit und seine Probleme schon wussten. Das war nicht wenig, wie Anna Hunklinger feststellen konnte. Sie arbeitet bei der Schutzgemeinschaft, ist von ihrer Ausbildung her Försterin und Waldpädagogin.

Das Ziel: ein gesunder Wald

Anna Hunklinger half den jungen Leuten ihr Wissen zu strukturieren und in einen Zusammenhang zu bringen. Sie wussten danach ganz genau, warum sie hier waren und warum ihre Aktion für einen gesunden Wald von großer Bedeutung ist. Durchaus ein Aha-Erlebnis dabei die Tatsache, dass ein etwa 100-jähriger Baum in seinem Leben rund eine Tonne CO2 speichert.

Gut 150 „neue“ Sträucher und Bäume gibt es seit Montag in der Aiblinger Au. Gepflanzt haben sie Achtklässler des Rosenheimer Finsterwalder Gymnasiums.

Großes Engagement

Eine Menge, die wie Anna Hunklinger den Schülern erläuterte, allein ihre Gruppe binnen fünf Wochen zunichtemachen kann – täglich zwei bis drei Stunden übers Internet Filme schauen reicht für einen entsprechenden CO2 Ausstoß. Das Engagement war bei der anschließenden Pflanzaktion dann entsprechend groß und das Ganze eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten, für Schule, Stadt Kolbermoor und für den Wald.

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