Frisches Geld für den Parkdeck-Bau

Kolbermoor - Das neue Parkdeck wird auch von Bund und Freistaat bezuschusst. Seit 1999 flossen von der Regierung an Städtebauförderung allein für Kolbermoor rund sieben Millionen Euro.

Die Stadt Kolbermoor, Landkreis Rosenheim, errichtet derzeit an einem städtebaulich bedeutenden Standort auf dem Rathausareal ein Parkdeck mit 167 zum Großteil öffentlichen Stellplätzen. Mit diesem Projekt sollen verschiedene Maßnahmen zur Stärkung der Innenstadt eingeleitet werden. Dazu hat die Regierung von Oberbayern der Stadt Kolbermoor einen Zuschuss in Höhe von 1.620.000 Euro bewilligt.

Die Förderung erfolgt im Rahmen der Bund-Länder-Städtebauförderung nach dem Teilprogramm Soziale Stadt – Investitionen im Quartier. Die Finanzhilfen zur Förderung von Maßnahmen der Sozialen Stadt – Investitionen im Quartier werden für Investitionen in städtebauliche Maßnahmen zur Stabilisierung und Aufwertung von Stadt- und Ortsteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf eingesetzt, die auf Grund der Zusammensetzung und wirtschaftlichen Situation der darin lebenden und arbeitenden Menschen erheblich benachteiligt sind.

Damit soll die Wohnqualität und Nut-zungsvielfalt erhöht, die Infrastruktur familienfreundlich und altersgerecht umgestaltet und damit die Integration aller Bevölkerungsgruppen verbessert werden. Das Spektrum ist weit: so werden Räume für Jugendliche und Bewohnertreffs geschaffen, das Wohnumfeld verbessert, Gebäude saniert und das Gebiet durch ein dafür etabliertes Quartiersmanagement betreut.

Das Quartiersmanagement vermittelt zwischen den Bewohnern und der Stadtverwaltung, mobilisiert, organisiert und koordiniert Selbsthilfeprojekte und hilft beratend in allen Lebenslagen. Seit 1996 unterstützt die Regierung von Oberbayern die Sanierung und den Umbau von über 70 denkmalgeschützten Mietwohnungen der ehemaligen Werkssiedlung der Spinnerei.

Für Planungen, Straßenumgestaltungen und die Sanierung dieser denkmalgeschützten Gebäude flossen seitdem Zuschüsse in Höhe von 1,79 Millionen Euro aus dem Bayerischen Städtebauförderprogramm. Bund und Freistaat Bayern haben zudem im Städtebauförderprogramm Soziale Stadt weitere Zuschüsse in Höhe von 5 Millionen Euro für Außenanlagen, die Sanierung weiterer Wohngebäude, einen Jugendtreff und das Quartiersmanagement zur Verfügung gestellt. Um nun die Innenstadt weiter zu stärken wurde das Sanierungsgebiet II Seite 2 rund um den Marktplatz nach Osten zum Rathausareal hin erweitert.

Anhand eines städtebaulichen Entwicklungskonzepts sollen die Grundlagen für den geplanten Umbau der Rosenheimer Straße und der Sanierung des Bahnhofs geschaffen werden.

Städtebauförderungsprogramm – Soziale Stadt – Investitionen im Quartier 2014 in Oberbayern

8,5 Millionen Euro Finanzhilfen aus Bundes- und Landesmitteln hat das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr im Jahr 2014 für Aktivitäten der Bund-Länder-Gemeinschaftsinitiative Soziale Stadt nach Bereitstellung der Mittel durch den Bayerischen Landtag in Oberbayern zur Verfügung gestellt.

Damit lassen sich in den 15 Städten und Gemeinden Dachau, Freilassing, Geretsried, Hausham, Ingolstadt, Kolbermoor, Manching, München, Neuburg a.d.Donau, Oberschleißheim, Puchheim, Raubling, Rosenheim, Taufkir-chen (Landkreis München) und Tittmoning vielfältige Projekte zur Verbesserung der Lebens- und Wohnqualität beginnen oder fortsetzen.

Das Programm Soziale Stadt ist ein aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm gespeistes Aktionsprogramm. Nach Oberbayern sind seit 1999 mehr als 78 Millionen Euro an Finanzhilfen aus Bundes- und Landesmitteln im Förderprogramm Soziale Stadt geflossen. Damit ließen sich Kosten von über 130 Millionen Euro fördern. Das Investitionsvolumen ist jedoch um ein vielfaches höher wegen der Synergieeffekte durch Bündelung von Fördermitteln anderer Programme und Ressorts und des privaten Engagements.

Das gemeinsame Engagement von Bund, Land, Kommunen, Bürgern, Eigentümern und verschiedenen Einrichtungen und Vereinen vor Ort hat viele positive Entwicklungen in den Programmgebieten ausgelöst. Das Programm Soziale Stadt – Investitionen im Quartier ist für die Bayerische Staatsregierung eine wichtige Investition in die Zukunft. Um die Quartiere aufzuwerten arbeiten Bürger, Immobilieneigentümer, Vereine, örtliche Wirtschaft, und die Verwaltung eng zusammen. Nur so gelingt es, eine Vielzahl öffentlicher und privater Aktivitäten und Projekte sowie den Einsatz ergänzender Fachprogramme zu koordinieren.

I

n einigen der oberbayerischen Programmgebieten ist die Aufwertung bereits so weit fortschritten, dass sie aus der Sanierung und damit der Förderung entlassen werden können. Kurzbeschreibungen einiger Projekte sind im Internet nachzulesen unter www.regierung.oberbayern.bayern.de Aufgaben, Planung und Bau, Städtebau, Gemeinschaftsinitiative Soziale Stadt. Eine Übersicht aller Städte und Gemeinden in der Gemeinschaftsinitiative Soziale Stadt im Internet abrufbar unter www.stmi.bayern.de/bauen/staedtebaufoerderung/

Pressemitteilung Regierung von Oberbayern

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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