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Verspätet, aber herzlich

„Gewaltig, was bei uns in Kolbermoor passiert ist“ - Neun Stadträte feierlich verabschiedet

Ein Prosit auf Kolbermoor und das Ehrenamt: (vorn, von links) Tobias Müller, Carola Ziegler, Sonja Weczerek, Georg Kustermann, Sabine Seidel und Bürgermeister Peter Kloo.
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Ein Prosit auf Kolbermoor und das Ehrenamt: (vorn, von links) Tobias Müller, Carola Ziegler, Sonja Weczerek, Georg Kustermann, Sabine Seidel und Bürgermeister Peter Kloo.

Mit großer Verspätung, dafür aber umso herzlicher fand jetzt die feierliche Verabschiedung von neun Stadträten statt, die im Frühjahr 2020 aus dem Kolbermoorer Stadtrat ausgeschieden sind. Bürgermeister Peter Kloo würdigte ihr ehrenamtliches Engagement.

Kolbermoor – „Wir hatten zwei außergewöhnliche Jahre zu bewältigen“, erklärte Bürgermeister Peter Kloo (SPD) mit Blick auf die Pandemie. Und so war das Fest rund ums Rathaus nicht dafür gedacht, den für 20 Millionen Euro neu belebten innenstädtischen Bereich mit Rathaus, Stadtbücherei, Volkshochschule und Gastronomie einzuweihen.

Würdiger Dank fürs Ehrenamt

Es war auch eine gute Gelegenheit, den Stadträten Dank zu sagen. „Wer sich ehrenamtlich engagiert, verdient nicht nur, dass man sich einmal im Jahr außerhalb des Sitzungssaales zusammensetzt, sondern der verdient auch einen Abschied in angemessenem Rahmen“, betonte Kloo.

Der Bürgermeister würdigte die Stadträte als Spiegelbild der Kolbermoorer Stadtgesellschaft und als Garanten dafür, dass die kommunale Selbstverwaltung ausgefüllt werde. „Ihr gebt die Ziele vor, die Verwaltung findet einen Weg, sie umzusetzen.“ Er dankte den alten und auch den neuen Räten für ihr Engagement und dafür, dass „sie sich täglich damit befassen, wie sich ihre Stadt entwickeln soll und auch den Frust der Bürger aushalten, wenn etwas mal nicht so gut läuft“.

Neun Stadträte sind nach den Kommunalwahlen im März 2020 aus dem Gremium ausgeschieden. Darunter Carola Ziegler (SPD), die als Nachrückerin vom 25. November 2017 bis 2020 im Plenum war. Von 2001 bis 2008 und von 2014 bis 2020 gehörte Waltraud Piechnik (Giese) zur CSU-Fraktion im Stadtrat. Dr. Bernhard Heinrich war für die CSU von 2014 bis 2020 im Stadtrat. Sigrid Kumberger gehörte von 2008 bis 2020 zur SPD-Fraktion. Alle drei konnten an der Verabschiedung leider nicht teilnehmen.

Nach einer Legislaturperiode verabschiedete sich Tobias Müller (CSU) aus dem Stadtrat, weil er „wegheiratete“. Er lebt heute in Miesbach, widmet sich seiner Familie und „greift in der Kommunalpolitik vielleicht später wieder an“, wie er sagte. Als wertvolle Rat- und Ideengeberin in den Bereichen Jugend, Familie, Erziehung und Schule würdigte der Bürgermeister Sabine Seidel (SPD), die zwölf Jahre (2008 bis 2020) im Stadtrat war.

Georg Kustermann kam 1998 als Nachrücker für die Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen ins Gremium. „Eigentlich wollte er sein Mandat nicht antreten, aber die CSU hat ihn damals dazu gezwungen“, erinnerte Bürgermeister Kloo mit einem Schnunzeln. Letztlich wurden daraus 22 Jahre. „Du warst deiner Zeit weit voraus. Ein Klimaschutzkonzept für Kolbermoor und vieles von dem, was Du vorgedacht hast, ist Realität geworden oder würde heute einstimmig beschlossen“, würdigte Kloo den einstigen Stadtrat.

Kustermann dankte dem Bürgermeister für seinen respektvollen Umgang mit anderen Meinungen und für sein Geschick, sich durch transparente und verständliche Politik in einer Minderheiten-Regierung Mehrheiten zu erarbeiten. „Was seit den 90er-Jahren bei uns in Kolbermoor passiert ist, ist gewaltig, und ich bin stolz darauf, daran ein bisschen teilgenommen zu haben“.

Unermüdlich im Einsatz für Senioren

Für 30 Jahre im Stadtrat (1990 bis 2020) sowie ihr unermüdliches Engagement für soziale Themen und vor allem die Senioren der Stadt überreichte der Bürgermeister auch Sonja Weczerek (Republikaner) einen Präsentkorb mit mediterranen Spezialitäten. Danach waren alte und neue Gemeinderäte ins „Milano“ eingeladen.

Ein Dankeschön fürs Ehrenamt geht auf die Reise nach Kohlstatt

Auch Anna-Lena Rosner sollte eigentlich an der feierlichen Verabschiedung der Stadträte teilnehmen. Sie war von 2014 bis 2020 gemeinsam mit ihrer Mutter Andrea Rosner für die Grünen im Stadtrat und Jugendreferentin. Doch am Samstag weilte die ehrenamtliche Betreuerin im Zeltlager Kohlstatt.

Anna-Lena Rosner (vorn, grüne Hose) sendete dieses Foto an die OVB-Heimatzeitungen mit den Worten: „Besten Dank an die Stadt Kolbermoor! Im August 22 geht’s wieder los mit dem Zeltlager! Alle freuen sich darauf! Liebe Grüße von Anna-Lena.“

Mama Andrea machte sich nach der Festveranstaltung in Kolbermoor auf den Weg dorthin – im Gepäck den Präsentkorb. Hier feierte ihre Tochter nicht nur ihren 30. Geburtstag, sondern auch eine Dankeschön-Party mit etwa 30 weiteren ehrenamtlichen Betreuern, die es mehr als 100 Kindern auch unter erschwerten Corona-Bedingungen im vergangenen Jahr möglich machten, am Zeltlager teilzunehmen.

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