Kosten für das Projekt steigen

Bezahlbarer Wohnraum am Kolbermoorer Rathausplatz

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So soll das neue Gebäude mit Gastronomie im Erdgeschoss aussehen.
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Kolbermoor - Vor ziemlich genau zwei Jahren gaben die Kolbermoorer Stadträte grünes Licht für den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses mit Gastronomiebereich am Rathausplatz. Nun wurde bekannt, dass das Bauvorhaben ein ganzes Stück teurer wird. Das Gremium hatte die Kostensteigerung abzusegnen.

Die Stadt Kolbermoor beauftragte vor über zwei Jahren das Architekturbüro Behnisch mit der Planung eines Wohn- und Geschäftshauses am Kolbermoorer Rathausplatz. Das Projekt wurde am 25. Januar 2017 schließlich einstimmig verabschiedet

Kosten steigen

Der Gesamtkostenansatz betrug damals laut Stephan Leissle vom Architekturbüro rund 5,2 Millionen Euro. Die Ansätze der Kostenberechnung lagen dabei auf dem Preisniveau Herbst 2016. Da bisher leider vergeblich ein Pächter für die Gastronomie gesucht wurde und die Baugenehmigung eine sehr lange Bearbeitungszeit in Anspruch nahm, wird sich der Baubeginn auf Mitte 2019 verschieben, was bedeutet, dass das gesamte Projekt teurer wird als geplant. Das liege laut Verwaltung vor allem an der guten Auslastung im Baugewerbe und den allgemeinen Preissteigerungen der Lohn- und Materialkosten. 

Leissle stellte dem Stadtrat in der Sitzung am Mittwochabend die neue Kostenberechnung vor. Demnach werde das Projekt um über eine Million Euro teurer werden. Angesetzt sind nun statt ursprünglich 5,2 Millionen Euro nun 6,5 Millionen Euro. Der Stadtrat stimmte dieser Preissteigerung einstimmig zu.

Bezahlbarer Wohnraum soll geschaffen werden

Aufgrund des akuten Mangels an bezahlbarem Wohnraum in Kolbermoor sollen alle 17 Wohnungen im kommunalen Wohnraumförderungsprogramm vermietet werden. Die Stadt bekommt dafür eine Förderung von 30 Prozent und ein Darlehen von bis zu 60 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten, so Bürgermeister Peter Kloo. Das Projekt werde über einen Zeitraum von 30 Jahren finanziert.

Bei der Auswahl der Mieter will sich die Stadt an den Einkommensgrenzen der sozialen Wohnraumförderung orientieren. Die Belegung erfolgt durch die Stadt. Die Miethöhe sei so zu bemessen, dass sie für einkommensschwache Wohnungssuchende tragbar ist

Stephan Leissle stellte die Vorzüge des Projektes noch einmal stichpunktartig vor:

  • Das Gebäude passe sich gestalterisch genau der Umgebung an 
  • Eine Bushaltestelle werde integriert 
  • Zum Gesamtprojekt gehört auch ein Spielplatz mit Hängematte, Balanciertau, Kletternetz und Rutsche 
  • Alle Wohnungen werden barrierefrei gebaut 
  • Die Deckenhöhe im 1. Obergeschoss wird mit drei Metern höher gestaltet
  • Energetischer Standard KfW 55

 

Quelle: mangfall24.de

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