Keine Verunreinigung im Kolbermoorer Wasser

Kolbermoor - Die Telefonleitungen ins Rathaus und ins Wasserwerk glühten: Viele Bürger wollten wissen, wie es um die Qualität ihres Leitungswassers bestellt ist. Sie konnten alle beruhigt werden.

Für die Bereiche Rosenheim, Stephanskirchen, Schechen und Rohrdorf hatte das Gesundheitsamt ein Abkochgebot angeordnet - Kolibakterien waren in den Brunnen der Trinkwasserversorgung gefunden worden. Vermutliche Ursache der Verkeimung ist das Unwetter vom vergangenen Sonntag mit Schwerpunkt über Bad Aibling und Pullach/Willing, wo sich das Wassergewinnungsgebiet befindet. Doch die Kolbermoorer können beruhigt sein: Die Brunnen für das Kolbermoorer Wasser befinden sich in einem Kilometer Entfernung von den Rosenheimer Brunnen, und vor allem setzt die Stadt schon seit Jahren auf ihre UV-Bestrahlungsanlage. Diese UV-Anlage ist in der Druckhaltungsanlage des Wassers untergebracht und bestrahlt, so Stadtbaumeister Andreas Meixner, das Wasser und sorgt für Keimfreiheit.

Die UV-Bestrahlung, zu der man sich vor gut zehn Jahren noch zu Zeiten der Wassergewinnung aus den alten Brunnen entschlossen hatte, hatte stets für einwandfreies Wasser gesorgt. Als die Stadt vor drei Jahren zwei neue Brunnen bekam, entschied man sich auch für die Erneuerung der UV-Anlage. Sie ist jetzt zertifiziert, so Wassermeister Thomas Siegel. Regelmäßig entnimmt die Stadt Proben, verteilt über das ganze Stadtgebiet.

Das Kolbermoorer Wasser ist von einer derart hohen Qualität, dass das Gesundheitsamt nur alle vier Wochen eine Probe braucht. Angesichts der Situation wurden auch gestern Proben genommen - das Ergebnis wird heute bekannt und kann gleich auf der Homepage der Stadt (www.kolbermoor.de) gelesen werden. In Kolbermoor werden Tag für Tag 2800 Kubikmeter Trinkwasser verbraucht.

fl/Mangfall-Bote

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